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Aktualisiert am 31.12.2011
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40 Jahre Opel Rekord C: Erfolgsmodell

14.10.2006

Opel Rekord C
Familientraum der Sechziger: Der Rekord C
Doppelpfeil

1966 wird der neue Opel Rekord C vorgestellt. Im damals neuen Testzentrum in Hanau präsentiert sich die dritte Generation der erfolgreichen Baureihe mit überarbeiteter Technik und neuem Design. Als erster Opel-Pkw besitzt er Schraubenfedern an der Hinterachse, Scheibenbremsen an der Vorderachse sowie einen Bremskraftverstärker. Als Antrieb dienen Vier- und Sechszylindermotoren. Charakteristisches Merkmal des Rüsselsheimers ist die Karosserie mit dem „Hüftschwung“ vor der C-Säule. Neben Limousine und Caravan bietet Opel im Frühjahr 1967 ein dynamisch gezeichnetes Coupé an. Sportlichster Vertreter ist der 106 PS starke „Sprint“, dazu gibt es Sonderversionen wie das elegante Cabrio des Kölner Karosseriebauers Deutsch sowie eine vom Werk angebotene Taxi-Variante mit längerem Radstand.

Das Fahrwerk ist komplett neu konstruiert. Radstand und Spurweite sind gewachsen, an die Stelle der bisher üblichen blattgefederten Starrachse ist eine aufwändig konstruierte, spur- und sturzkonstante „Fünf-Lenker-Hinterachse“ getreten, die über Längs- und Querlenker verfügt. Zugunsten eines verbesserten Federungskomforts besitzt der Rekord C Schraubenfedern an der Hinterachse. Hinzu kommt eine Bremsanlage mit Scheibenbremsen an der Vorder- sowie Trommeln an der Hinterachse. Passive Sicherheit spielt gleichfalls eine wichtige Rolle. Das Armaturenbrett ist komplett gepolstert, eine Sicherheitslenksäule gehört zum Serienumfang, die Karosserie ist im Vorfeld komplexen Crashtests unterzogen worden. Einen Frontalaufprall übersteht die Fahrgastzelle des Rekord C im vorgeschriebenen Test ohne Verformungen.

Die Karosserieform reflektiert US-amerikanische Vorbilder und ist komplett im neuen Rüsselsheimer Design-Zentrum entworfen worden. Kennzeichen der neuen Linie ist der charakteristische Hüftschwung, den sowohl Limousine, Coupé wie Caravan unter der C-Säule tragen.

Im Herbst 1966 steht der neue Rekord C bei den Händlern. Die Baureihe bietet neun verschiedene Ausstattungsvarianten. Die zwei- und viertürigen Limousinen werden in Standard- und Luxus-Ausführung (L) gebaut. Neu ist – neben dem dreitürigen Standard-Kombi - die fünftürige Variante des Caravan, der ebenfalls als L-Ausführung zu bestellen ist. Die aus Limousine, Caravan und dem dreitürigen Lieferwagen (einem Caravan ohne hintere Seitenscheiben) bestehende Baureihe wird zum Frühjahr 1967 durch eine besonders dynamisch gezeichnete Version ergänzt. Das "Hardtop-Coupé" namens Sprint mit Fastback und versenkbaren Fensterpfosten ist der Star der Baureihe.

Rekord C Deutsch Cabriolet
Elegant und selten: Das Deutsch Cabriolet
Doppelpfeil

Als Antrieb dienen vier bereits 1965 beim Vorgänger Rekord B eingeführte Vierzylinder-Triebwerke sowie ab Januar 1967 ein Sechszylinder-Aggregat. Charakteristisches Merkmal der Motoren ist die seitlich im Zylinderkopf (camshaft-in-head = cih) angeordnete und von einer Duplexkette angetriebene Nockenwelle. Kurzhubig ausgelegt ist das Aggregat dank kurzer Hohlstößel und Kipphebel ausgesprochen drehfreudig.

Basisaggregat ist der 1,5 Liter-Vierzylinder mit 58 PS, darüber rangieren der größer dimensionierte 1,7 Liter mit 60 PS und die höher verdichteten S-Variante mit 75 PS. Das 1,9 Liter S-Triebwerk leistet 90 PS, die Spitzenmotorisierung ist der auf Komfort und Laufruhe ausgelegte Reihensechszylinder mit 2,2 Litern Hubraum und 95 PS. Die Sechszylinder-Version des Rekord C tritt das Erbe des vom Rekord A und B bekannten Rekord 6 an, die mit dem Reihensechszylinder des Opel Kapitän ausgerüstet ist. Dessen Rolle übernimmt ab Frühjahr 1967 der neue Commodore. Mit einer Spitze von 175 km/h bleibt der „Sprint“ jedoch der schnellste aller Serien-Rekord C: Zwei Solex-Fallstromvergaser sowie eine höhere Verdichtung verhelfen dem 1,9 Liter Motor zu 106 PS bei 5600 U/min. Zusatzinstrumente an der Mittelkonsole, mattschwarze Rallye-Streifen, Stahlsportfelgen, Zusatzscheinwerfer und Rotwandreifen unterstreichen die Ambitionen des Coupés.

Für einen besonders eleganten und exklusiven Auftritt sorgt hingegen der Kölner Karosseriebauer Deutsch. Auf Basis des Rüsselsheimer Bestsellers bietet die Karl Deutsch GmbH eine viersitzige Cabrio-Version an. Die Vorzüge des Großserienmodells bleiben dabei vollständig erhalten: Platz für fünf Insassen, ein großer Kofferraum und die Vielseitigkeit der Modellpalette. Über die Motorisierung entscheidet der Kunde, der Umbau schlägt mit rund 4.000 Mark zu Buche.

1.253.161 Einheiten werden bis zum Dezember 1971 produziert. Zum ersten Mal verkauft Opel mit dem Rekord C mehr als eine Million Einheiten von einem Typ.

(Text: rr/Opel)
(Fotos: Opel)

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