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Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
Porsche RS Spyder 2007: Aufgerüstet

12.11.2006

Porsche RS Spyder
Der 2007er RS Spyder soll die Erfolge in der American Le Mans Series fortsetzen
Doppelpfeil

Mit dem 2006er RS Spyder hat Porsche ein großes Comeback im Prototypensport gefeiert. Zusammen mit dem Partner Penske Motorsport dominierte man die Rennen der LMP2-Klasse in der American Le Mans Serie, und auf dem winkligen Kurs von Mid Ohio reichte es sogar zum Gesamtsieg gegen die leistungsmäßig überlegenen LMP1-Prototypen vom Schlage eines Audi R10. Im kommenden Jahr soll der neue RS Spyder von verschiedenen Kundenteams international an den Start gebracht werden.

Deshalb konzipierte Porsche den neuen RS Spyder entsprechend den Reglements-Vorgaben des französischen Automobile Club de’l Ouest (A.C.O.) für die Fahrzeugklasse mit der Bezeichnung “Le Mans Prototypen 2" (LMP2). Der Rennsportwagen kann deshalb unter anderem in der American Le Mans Series (ALMS), der europäischen Le Mans Series (LMS) und beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans an den Start gehen. So ist zu erwarten, dass der Zuffenhausener Rennwagen in der 2007er Saison auch in Europa zu sehen sein wird.

Porsche RS Spyder
Die aerodynamische Effizienz des Hecks wurde gegenüber dem 2006er Modell weiter verbessert
Doppelpfeil

Als Ergebnis von ausgiebigen Computersimulationen und Windkanalversuchen weist der neue RS Spyder für das kommende Jahr ein überarbeitetes Chassis auf. Durch die Optimierungen an Flügel und Heckdiffusor gelang es, sowohl die aerodynamische Effizienz zu steigern als auch die Abstimmungsmöglichkeiten für Rennstrecken mit unterschiedlicher Charakteristik zu erweitern. Die Kohlefaser-Karosserie wurde darüber hinaus mit Blick auf eine verbesserte Wartungs- und Montagefreundlichkeit modifiziert. Auch die Thermodynamik des RS Spyder konnte unter anderem durch die Neugestaltung der Zu- und Abluftführungen der Kühler optimiert werden.

Der 90-Grad-V8-Motor leistet 2007 mit einem vom Reglement vorgeschriebenen Luftmengenbegrenzer aus 3,4 Litern Hubraum 503 PS bei 10.300 Umdrehungen pro Minute, was einer Steigerung gegenüber dem Vorgänger um 23 PS entspricht. Das Gewicht entspricht mit genau 775 Kilogramm exakt dem Regelwerk des Automobile Club de l'Ouest, der die 24 Stunden von Le Mans ausrichtet.

Porsche RS Spyder
Komplex: Das Cockpit ist mit einer Vielfalt an Anzeigen und Schaltern bestückt
Doppelpfeil

Das sequentielle Sechsgang-Klauengetriebe mit einer Dreischeiben-Kohlefaser-Kupplung ist längs eingebaut und als mittragendes Teil in das Chassis integriert. Es wird über Schalter am Lenkrad betätigt. Porsche überarbeitete das Getriebe für die kommende Rennsaison vor allem mit dem Ziel, die Schaltvorgänge zuverlässiger, materialschonender und präziser durchführen zu können.

Der Sportwagen-Prototyp ist auf einem Kohlefaser-Monocoque-Chassis aufgebaut. An diese steife und leichte Struktur sind Doppeldreieckslenker für die vordere Radaufhängung angelenkt. Die hinteren doppelten Dreieckslenker werden an einem Kohlefaserelement befestigt, das mit dem Getriebegehäuse verschraubt ist. Torsionsfedern und druckstangenbetätigte Vierwege-Gasdruckstoßdämpfer sowie Biegeblatt-Querstabilisatoren vervollständigen das Fahrwerk des RS Spyder, das mit dem Ziel einer schnelleren und präziseren Abstimmbarkeit für 2007 modifiziert wurde. Feinarbeit erfuhren auch die Zentralelektrik, die Hydraulik und die Servolenkung.

Die Bremsanlage arbeitet mit Doppel-Hauptbremszylindern, variabler Bremskraftverteilung und innenbelüfteten Kohlefaser-Scheiben, die an der Vorderachse einen Durchmesser von 380 Millimetern aufweisen und an der Hinterachse 355 Millimeter groß sind. Als von Beginn an mit einbezogener Entwicklungspartner liefert Michelin die Rennreifen für den Prototypen.

(Text: rr/pt)
(Fotos: Porsche)

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