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Neuer smart fortwo: Die Revolution macht Pause
14.11.2006
Die Zeit der Experimente ist vorbei: Renault ist brav und BMW nimmt gleichfalls Abschied vom pointierten Design. Und jetzt hat es den fortwo erwischt. Der erste Smart war eine kleine Revolution: Exakt zugeschnitten auf die mobilen Bedürfnisse der Stadt widersprach er allem, was an automobilen Konzepten akzeptiert war und nur wenige konnten sich einen Erfolg vorstellen. Aber den hatte er: 750.000 Stück wurden seit 1998 produziert. Damit konnte die Marke sogar die Flops mit den überteuerten Roadstern und dem ForFour überstehen. Jetzt kommt der Neue und in bester Marketing-Sprache wird versprochen, dass dieser alles besser und schöner kann als der Alte. Übersetzt in Alltagssprache heißt das, dass der neue Smart fortwo größer, breiter und schwerer als der Alte geworden ist nicht gerade die Form von Kreativität, die man bei einem innovativen Fahrzeug für die Stadt erwartet. Und auch das Design ist weniger ein Neuentwurf denn eine zurückhaltende Retusche. Etwas runder sieht er aus, und er hat in allen Dimensionen zugelegt. Der Kofferraum fasst mit 220 Litern jetzt 70 Liter mehr, dachhoch beladen sind es bis zu 340 Liter. Weiterhin lässt sich die Heckklappe zweigeteilt öffnen, wobei der untere Teil wie gehabt als Ladeboden genutzt werden kann. Auch im Innenraum sieht man die gewohnte Optik mit aufgesetzten Luftdüsen und ebenfalls aufgesetzten Rundinstrumenten. Wichtigste Neuerung ist, dass die Instrumententafel zur Beifahrerseite hin nicht mehr s-förmig geschwungen ist, sondern gerade verläuft. Hier galt der Blick den US-Crash-Richtlinien.
Zur Markteinführung im April 2007 geht der Smart mit drei Benzinmotoren an den Start: Der Dreizylinder mit einem Liter Hubraum leistet 61 PS, 71 PS oder 84 PS. Die Leistung des smart fortwo cdi erhöht sich um zehn Prozent und liegt nun bei 45 PS. Alle Motoren sind mit einem automatisierten Fünfgang-Schaltgetriebe gekoppelt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt bei den Benzinvarianten nun 145 km/h und damit 10 km/h mehr als beim Vorgängermodell. Es spricht für die Entwickler, dass bei der Konstruktion an alternative Antriebe gedacht wurde: Der Zweissitzer wurde so ausgelegt, dass etwa Erdgas- oder Elektroantriebskonzepte schnell umgesetzt werden könnten. Auf die erste ökonomisch wünschenswerte Spartechnik muss man allerdings bis Ende 2007 warten. Ab dann soll die 61 PS starke Variante mit einer Start-Stop-Automatik angeboten werden, die im Stadtverkehr bis zu 13 Prozent Benzin einsparen kann. Das smart fortwo cabrio wird nun mit einem elektrischen Verdeck angeboten. Darüber hinaus können auch wieder die Dachholme abgenommen und in einem speziellen Fach in der Heckklappe verstaut werden. Neu ist eine beheizbare Heckscheibe aus Glas.
Die Ausstattungsvarianten heißen weiterhin pure, pulse und passion. Während die Basisversion pure über ein Dach aus Kunststoff verfügt, kommt bei den Versionen pulse und passion ein durchsichtiges Panoramadach aus Polycarbonat zum Einsatz. Darüber hinaus ist für den Herbst 2007 die Einführung einer leistungsgesteigerten Brabus-Variante geplant. Zur Serienausstattung zählen die tridion Sicherheitszelle, Frontairbags, Sicherheitsgurte mit Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer sowie Sicherheitsintegralsitze. Dazu kommt esp, abs und ein integrierter Bremsassistent. H7-Scheinwerfer in Projektionstechnik, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, einstellbare und umklappbare Fahrer- und Beifahrersitzlehnen sowie eine Außentemperaturanzeige und Komfortscheibenwischer mit geschwindigkeitsabhängiger Intervallschaltung und Blinker mit Komfort-Tippschaltung runden die Ausstattung ab. Der Basispreis für den neuen smart fortwo soll sich auf dem Niveau des Vorgängermodells bewegen.
(Text: Rainer Roßbach )
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