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Mazda Nagare: Alles im Fluß
04.12.2006
Der futuristische Nagare (japanisch für: „Fluss“ oder „fließend“) ist das Resultat der Suche nach neuen Design-Lösungen, die schon bei einem parkenden Mazda den Eindruck von Bewegung erzeugen. Die Inspiration für die Form gewann das kalifornische Designteam des Konzerns aus der Beobachtung von Effekten, die Bewegungsenergie in der Natur hinterlässt: Wie die Muster, die der Wind in den Wüstensand malt, die Spuren, die Wasser auf dem Meeresboden erzeugt oder das Bild des ein an einer Bergflanke herabströmenden Lavastroms. Am Nagare findet sich der Widerhall dieser Studien in der geriffelten, scharfkantigen Oberflächenstruktur, die einen Eindruck von fließender, an der Karosserie vorbeistreichender Geschwindigkeit erzeugt. Besonders intensiv ist dieser Effekt an den Seitenflanken, auf der Motorhaube, entlang der Radkästen sowie an den vorderen und hinteren LED-Leuchteinheiten herausgearbeitet. Ähnliche Formen gibt es im Innenraum: Auch der Instrumententräger, die Mittelkonsole und die Türtafeln sollen wie „im Fluss“ scheinen.
Der Nagare ist ein Sportwagen: Der Fahrzeugkörper ist schlank und aerodynamisch, die Räder sind an den äußersten Ecken platziert und die Überhänge sind knapp. Der Einstieg in den Innenraum erfolgt durch zwei über die gesamte Seitenflanke reichende Flügeltüren. Sie schwingen gleichzeitig nach vorn wie nach oben auf. Der Fahrer sitzt zentral auf der Mittelachse, ganz wie beim Supersportwagen McLaren F1 aus den 90er Jahren. Als Komfortmerkmal dient ein Dach, das über dem Piloten besonders hoch gezogen ist. Um den Fahrer herum sind drei weitere Sitze in einer halbkreisförmigen, bequemen Lounge angeordnet. Falls es zu einer fahrbereiten Studie käme, wäre ein wasserstoff-/benzinangetriebener Wankelmotor aus dem Mazda RX-8 das favorisierte Aggregat der Designer. Der Nagare ist ein Markstein: Auf dieser Grundlage soll zukünftiges Mazda-Design entwickelt werden. Schon auf den nächsten Autosalons will das Designteam der japanischen Ford-Tochter Lösungen zeigen, die Ideen der Studie näher an die Praxis bringen und die neue Formensprache für die Bedingungen des Massenmarkts passend machen.
(Text: Rainer Roßbach )
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