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KTM X-Bow: Reif für die Insel
15.12.2006
Auf dem Genfer Salon im März 2007 wird der österreichische Motorrad-Hersteller KTM sein erstes vierrädriges Fahrzeug vorstellen. Der X-Bow ist ein leichter, offener Zweisitzer der Hersteller spricht von 700 Kilogramm Gesamtgewicht , der komplett aus Karbon gefertigt ist. Als Antrieb dient ein FSI-Direkteinspritzer aus dem Audi-Regal, der üblicherweise im A3 arbeitet. Die Maschine mit Vierventiltechnik, Turboaufladung, stufenlos verstellbaren Einlass-Nockenwellen und zwei Ausgleichswellen leistet in der Basisversion 220, im Spitzenmodell 300 PS. Damit ist das Leistungsgewicht auf dem Niveau eines Porsche 911 GT3 RS: Eine Pferdestärke muss etwa 3,2 Kilogramm Gewicht bewegen. Die Beschleunigung von Null auf 100 Stundenkilometer liegt im Bereich von vier Sekunden. Als Getriebe wollen die Österreicher entweder ein manuelles Sechsganggetriebe oder das famose DSG-Getriebe von VW einbauen. Das Konzept ist nicht wirklich originell. Der X-Bow, mit freistehenden Rädern und offenen Sitzen, ist ein Straßenmonoposto britischer Prägung. Vorbilder sind der Lotus 340 R, Pininfarinas NJoy auf Lotus Elise-Basis oder der Ariel Atom. KTMs Hausdesigner Kiska konzipierte den X-Bow als konsequente Fahrmaschine. Auf Komfort jedweder Art muss im Dienste der Leistung verzichtet werden. Es gibt weder Klimaanlage noch ein Soundsystem, eine Servolenkung gibt es auch nicht und selbst Scheibenwischer und Gebläse fielen dem radikalen Purismus zum Opfer. Türen sind ebenfalls Fehlanzeige und statt eines Airbags gibt es Vierpunktgurte dass auf elektronische Fahrhilfen verzichtet wird versteht sich von selbst. Stattdessen werden speziell entwickelte Overalls angeboten, die mit Unterhaltungs- und Kommunikationsmodulen aufgerüstet sind. Zudem gibt es eigens entworfene Helme, die in einem speziellen Fach untergebracht werden können. Um das Fahrerabteil trocken zu halten, wird eine klassische Persenning mitgeliefert. Schon 2007 beginnt die Fertigung. Der italienische Rennwagenspezialist Dallara baut die ersten 100 Exemplare, die dann über ausgewählte Partner in der KTM-Vertriebsorganisation verkauft werden. Falls sich genügend Käufer für den mindestens 40.000 Euro teuren X-Bow finden, soll die Produktion auf jährlich 500 Exemplare hochgefahren werden.
(Text: Rainer Roßbach )
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