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Aktualisiert am 31.12.2011
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VW Nanospyder: Steck-Spiel

30.12.2006

VW Nanospyder
Mit offenem Rahmen und Schutzhelm durch Los Angeles
Doppelpfeil

VW erzählt mit dem Projekt des Nanospyders, der für die Design Challenge 2006 in Los Angeles entwickelt wurde, eine Science Fiction-Geschichte: Im Jahr 2015 verfügt "die" Transport-Behörde, dass Autos zu einhundert Prozent recyclebar sein müssen; die Lebensspanne wird auf fünf Jahre festgesetzt.

Als Reaktion auf diese Verfügung ändert VW unternehmensweit den Produktionsprozeß. Ab sofort kommen die aktuellsten Entwicklungen der Nano-Technologie zum Einsatz, um die Vorgaben zu erfüllen – und wenn möglich – noch zu übertreffen.

Der Nanospyder soll die höchsten Standards der Wiederverwertbarkeit erfüllen. Durch die Nano-Technik kann das Auto auf mikroskopisch feinstem Niveau zusammengebaut und wieder auseinander genommen werden. Milliarden kleinster Nano-Maschinen fügen sich selbsttätig in einem Montage-Tank zusammen und so entstehen Fahrzeuge, deren Stärke, Gewicht und Sicherheit auf höchstem Niveau liegt. Durch die Intelligenz der Struktur entstehen vorausschauende und denkende, verformbare Zonen, die ihre Stärke bei einem Unfall an die einwirkenden Kräfte anpassen können.

Das Design des Nanospyders hat, obwohl futuristisch aufgepeppt, Ähnlichkeit mit KTM X-Bow, Ariel Atom und ähnlichem und ist nicht besonders originell. Der Reiz des Konzepts liegt in der skizzierten Produktionstechnik: Es sollte möglich sein, damit Formen frei darzustellen. Warum nicht ein Mercedes-Benz 300 SLR Uhlenhaut-Coupé nachbauen – oder doch eher einen Bugatti Royale? Das Versprechen lautet: Demokratie im Produktionsprozeß und Luxusautos für alle.

VW Nanospyder VW Nanospyder VW Nanospyder
Kleinste Nanomaschinen fügen sich nach Plan zusammen.
Doppelpfeil
Komplexe Objekte entstehen und werden montiert.
Doppelpfeil
Das fertige Produkt kann wieder in Nanomaschinen zerlegt werden.
Doppelpfeil
 

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: VW)

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