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ZEST Roadster: Lust am Einfachen
28.12.2006
Ein neuer kleiner Roadster, der Zest, kommt aus Frankreich. Der einfach gehaltene Zweisitzer steht, laut Hersteller Acrea, ganz in der Tradition von typisch französischen Charakteren wie Citroën Mehari oder Renault Rodeo. Der Zest versteht sich als reines Freizeitfahrzeug für wohltemperierte Landschaften im Süden Europas, wobei es durchaus auch in leichtes Gelände gehen kann, da die Bodenfreiheit ordentliche 19 Zentimeter beträgt. Angetrieben wird der kleine Franzose von einem 505 ccm großen Zweizylinder, der eine Leistung von 21 PS bei 5200 U/min entwickelt. Die Kraftübertragung erfolgt über ein CVT-Getriebe an die Hinterräder, die Aufhängung der Vorder- und Hinterräder folgt dem McPherson-Prinzip und an allen Rädern gibt es Scheibenbremsen. Der Eliminierung von mechanischen Vibrationen und dem Fahrkomfort wurde große Aufmerksamkeit gewidmet. Die tragende Struktur des Roadsters besteht aus Aluminiumrohren, wiegt lediglich 53 Kilogramm, und ist mit durchgefärbten Kunststoffteilen beplankt. Der 3,21 m lange und 1,51 m breite Zest wiegt 372 Kilogramm und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 110 Stundenkilometern. Der durchschnittliche Verbrauch liegt bei 4,7 Liter auf 100 Kilometer, der Tank fasst 25 Liter Treibstoff und der Kofferraum ist mit 320 Liter Fassungsvermögen verblüffend groß. Das reicht für 450 Kilometer Reichweite und eine komplette Ausrüstung etwa fürs Klettern oder Zelten
Die Grundausstattung mit verstellbarem Fahrersitz, 12 Volt-Steckdose, Batterieschalter und Dreipunktgurten ist spartanisch. Als Option können eine Windschutzscheibe, Scheibenwischer oder ein abschließbares Handschuhfach bestellt werden. Für die Schönheit gibt es ein Trittbrett, Aluminiumräder oder Bodenteppiche. Auch ein Verdeck ist im Angebot. Der Zest richtet sich an eine Kundschaft, die die Einfachheit schätzt und große, technisch aufwändige Fahrzeuge langweilig findet. Das Herausstellen dieser Einfachheit war Teil des Designprozeßes: Vorder- und Hinterwagen sind symmetrisch, der Rahmen ist teilweise sichtbar. Das Armaturenbrett besteht aus einem einzelnen Instrument, dafür gibt es aber reichlichen und vielfältigen Stauraum. Der Einstiegspreis für den kleinen Franzosen, der auch in Deutschland gefahren werden kann, liegt bei 10.500 Euro, geliefert wird ab Januar 2007.
(Text: Rainer Roßbach )
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