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Bentley Continental GTC: Stoff zum Träumen
27.12.2006
Während Hersteller von Cabrios in der Kompaktklasse mit immer raffinierteren mechanischen Kunststückchen Blechdächer zusammenfalten, macht Bentley das einzig Richtige: Die englische Traditionsfirma bietet einen 2+2-Sitzer mit Stoffdach an. Das Faltverdeck des eleganten Cabrios besteht aus drei Schichten: Die äußere ist dick und gut gepolstert, die mittlere Schicht ebenfalls aus dickem Isoliermaterial, während die Innenschicht aus hochwertigem Stoff gefertigt ist. Die Konstruktion stützt sich auf sieben Bügel und bietet eine besonders gute Schalldämmung. Innerhalb von 25 Sekunden faltet sich die Konstruktion in ein kompaktes Staufach hinter den Rücksitzen und zwar so, daaß kein Teil des Mechanismus zu sehen ist. Das Dach ist mit einer beheizbaren Heckscheibe und einer Innenlampe im Dachhimmel ausgestattet. Es kann auch nach dem Anfahren bei Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h betätigt werden. Für die Sicherheit der Insassen sorgt ein Überrollschutz, der unterhalb der hinteren Kopfstützen montiert ist. Wenn der Bordcomputer des Fahrzeugs zu dem Schluss kommt, dass sich das Fahrzeug zu überschlagen droht, fahren in Sekundenbruchteilen zwei verstärkte Stahlbögen aus, die in Verbindung mit dem verstärkten Rahmen der Windschutzscheibe die Passagiere schützen. Quer über den Rücksitzen kann ein Windschott aus satiniertem Metall befestigt werden. Das aus Chrom und Aluminium gefertigte Teil kann zusammengefaltet und im Kofferraum verstaut werden. Sowohl offen wie geschlossen wirkt der GTC überaus harmonisch. Dabei mischt die Form lediglich Elemente von Continental GT und Flying Spur. Das hohe Heck und die Abrisskante der Limousine verbinden sich mit der kraftvollen Form des Coupé-Hecks zu einer Komposition von konservativ-sportlicher Eleganz. Um zu diesem konzentrierten Ergebnis zu gelangen wurde eine völlig neue Hinterradaufhängung konstruiert.
Innen faßt ein durchgehendes Edelstahlband auf Höhe der Fensterunterkante den Innenraum ein. Dieser Rahmen ist mit Leder, Holz und poliertem Metall ausgelegt. Aus diesem Materialmix besteht auch der Rest des Interieurs. Schalter aus massivem, poliertem Metall, ein Schalthebel aus gerändeltem Chrom, feinstes Leder sowie hochwertiges Holz erzeugen eine gediegene Clubatmosphäre. Die Rückseite der Vordersitze wurde überarbeitet und verschafft den Fondpassagieren 30 mm zusätzlichen Knieraum. Von innen ist das Dach des Continental GTC mit hochwertigem Stoff verkleidet, der in acht Farben angeboten wird, die je nach Geschmack für eine helle, luxuriöse Atmosphäre oder für ein dunkleres, sportlicheres Ambiente sorgen. Fünf verschiedene Holzfurniere Birds Eye Maple (Vogelaugenahorn), Madrona, Piano Black (Klavierlack-Schwarz), Dark-stained Burr Walnut (dunkel getöntes Walnuss-Wurzelholz) können mit Leder in siebzehn Farbnuancen kombiniert werden. Teppichboden und Sitzgurte sind auf das Leder abgestimmt. Der GTC muss mit Geschwindigkeiten von über 300 km/h zurecht kommen. Aerodynamischer Feinschliff im Windkanal, ein Bodendiffusor sowie die spezielle Gestaltung von Heckstoßfänger und Gepäckraumklappenkante halten den Bentley auch bei der Höchstgeschwindigkeit von 312 Stundenkilometern sicher auf der Straße.
Angetrieben wird der Continental GTC von einem Sechsliter-W12 Motor mit Doppelturbolader, der das Fahrzeug in 5,1 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigt. Die Leistung der Maschine beträgt 560 PS, das Drehmoment 650 Nm. Der 12-Zylinder-Block besitzt einen Zylinderkopf mit 48 Ventilen und vier Nockenwellen mit kontinuierlich variabler Nockenwellenverstellung. Die Kraftübertragung zum Sechsgang-Automatikgetriebe erfolgt über eine siebenfach gelagerte Kurbelwelle. Um die Einhaltung der Emissionsvorschriften zu gewährleisten, ist der Doppelturbolader mit einem Bypassventil ausgestattet, über das automatisch Abgas zur Heizung der Katalysatoren geleitet wird, wenn das Auto mit kaltem Motor gestartet wird. Den Rest der Zeit arbeitet dieses Ventil dann als Ladedruckregelventil des Turboladers. ZF steuert das Sechsgang-Automatikgetriebe bei, es kann im Vollautomatikmodus oder als kupplungslose Handschaltung genutzt werden, bei der die Gänge nur gewechselt werden, wenn der Fahrer den Wählhebel oder die Schaltwippen betätigt. Mit dem Continental GTC ist die Baureihe nun komplett. Drei Jahre nach der Einführung des Continental GT Coupés setzt das Cabrio der Reihe das emotionale Glanzlicht auf.
(Text: Rainer Roßbach )
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