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Aktualisiert am 31.12.2011
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Ford S-Max: Dynamischer Sportvan

13.06.2006

Ford S-Max
Schlitzförmige Scheinwerfer und der schmale Lufteinlass bilden eine elegante Form – der Stoßfänger mit seinen üppig dimensionierten Öffnungen bildet einen kraftvollen Kontrast.

Der neue S-Max ist auf Eroberung aus. Mit Selbstbewußtsein und einem attraktiven Produkt will Ford auch den Premiumherstellern Kunden, die bislang mit einem klassischen Kombi liebäugeln, abjagen. Dazu braucht man nicht nur ein schönes Produkt, sondern auch ein technisch wie funktional überzeugendes Gesamtpaket – und genau das bietet der Kölner Sportvan.

Durch sein flexibles Sitzkonzept mit dem sperrigen Namen „FoldFlatSystem" kann der neue Ford auf Wunsch zum Siebensitzer aufgerüstet werden. Die Sitze der zweiten und der optionalen dritten Sitzreihe klappen mit wenigen Handgriffen zusammen und lassen einen ebenen Ladeboden entstehen. Der Laderaum hat dann ein Volumen von 2000 Litern. Es soll allerdings nicht verschwiegen werden, dass beim voll belegten Siebensitzer nur 285 Liter übrig bleiben. Anstelle einer dritten Sitzreihe gibt es als Sonderausstattung einen ausziehbaren Gepäckraumboden, der 48 Zentimeter herausgezogen werden kann.

Funktional bietet der S-Max, der die Bodengruppe mit dem neuen Galaxy teilt, also einiges. Aber ein Fahrzeug, dass sportlich sein will, muss auch durch Dynamik und Design überzeugen. Die Top-Motorisierung mit dem Duratec-Fünfzylinder-Benziner aus dem Ford Focus ST lässt da keine Wünsche offen. 220 PS und 320 Newtonmeter Drehmoment sind eine klare Ansage. In nur 7,9 Sekunden beschleunigt der Van aus dem Stand auf 100 km/h. Der Aluminium-Motor mit der sportlichen Aussprache ist mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt, das in den unteren Gängen dreifach synchronisiert ist und eine präzise Führung mit kurzen Schaltwegen bietet.

Ford S.Max
Luftauslässe in den vorderen Radläufen, sich nach hinten verjüngenden Fensterflächen sowie eine coupéhafte Dachlinie machen den S-Max schon im Stand dynamisch

Das andere Ende der Leistungsskala, ein 1,8 Liter Diesel mit 100 PS und 171 Stundenkilometer Spitze, nimmt sich dagegen so dynamisch aus wie Rallyestreifen auf einem Transit. Zwischen diesen beiden Extremen gibt es aber glücklicherweise eine Palette von Motoren, die kaum Wünsche offen lässt. Der zweite Selbstzünder, ein Zweiliter mit 140 PS, ist mit 197 km/h schon deutlich agiler. Genauso schnell ist man mit dem Zweiliter Benziner unterwegs und der ebenfalls angebotene 2,5-Liter ist immerhin für 230 Stundenkilometer gut.

Mit seiner liegenden Frontscheibe, dem flachen Winkel der A-Säule, der niedrigeren Dachlinie, der höheren Gürtellinie sowie der dynamisch gestalteten D-Säule zeigt der 1,66 hohe S-Max ein coupéhaftes Erscheinungsbild. Zum agilen Aussehen tragen auch die abfallende Dachlinie sowie die schmalen horizontaen Rückleuchten bei. Ausgestellte Radläufe unterstreichen auch optisch die sportliche Bodenhaftung. Schön sind auch die von Ford angebotenen Aluminiumfelgen in einem klaren, unprätenziösen Stern-Design.

Innen herrscht der typisch sachlich-elegante Ford-Stil vor: Die zentralen Anzeigen sind groß und haben gut ablesbare Skalen, die gut organisierte Mittelkonsole überzeugt durch Ergonomie und angenehme Gestaltung. Mit dem bügelförmigen Handbremshebel leisten sich die Kölner einen stilistischen Gag, der aber keinerlei Nachteile in der Funktion nach sich zieht. Die verwendeten Kunststoffe im Innenraum weisen eine gute Haptik auf und sind sauber verarbeitet.

Ford S-Max
Das Heck mit der hohen Gürtellinie und den Rückleuchten, die die Horizontale betonen, wirkt bullig

Serienmäßig gibt es im S-Max ein neu entwickeltes Bediensystem, das, dem Trend bei Ford folgend, mit dem englischen Begriff "Human Machine Interface" – zu deutsch Mensch-Maschine-Schnittstelle – bezeichnet wird. Es besteht aus zwei Satelliten in den Lenkradspeichen und einem zentralen Display im Instrumententräger. Über Lenkradtasten erfolgt die Steuerung der Audioanlage und anderer elektronischer Funktionen. Insgesamt kann das Cockpit funktional überzeugen, da sich alle Informationen gut einsehen lassen und die wesentlichen Schalter ohne große Verrenkungen erreichbar sind. Zum positiven Eindruck tragen auch die Sportsitze bei. Serienmäßig ist der S-Max mit einem sechsfach manuell einstellbaren Fahrersitz ausgestattet. Auf Wunsch gibt es achtfach elektrisch einstellbare Sitze für Fahrer und Beifahrer. Die drei Einzelsitze der zweiten Reihe können individuell um fünf Zentimeter in der Längsrichtung verschoben werden, die Rückenlehnen sind neigungsverstellbar. Während ein Glas-Panoramadach nur Option ist, gehört eine Klimaanlage in allen S-Max-Modellen zur Serienausrüstung. Eine Zwei-Zonen-Automatik muß jedoch extra bezahlt werden.

Für die Sicherheit sorgen ein Kopf-Schulter-Airbag für die erste und zweite Sitzreihe, ein Knieairbag für den Fahrer sowie ein ESP. Zum Sommer 2006 wird es optional ein interaktives Fahrwerksystem namens IVDC (Interactive Vehicles Dynamics Control) inklusive elektronischer Dämpferregelung geben. Darüber hinaus sind eine Berganfahrhilfe, ein Reifendruckkontrollsystem und ein adaptiver Tempomat mit integriertem Auffahrwarnsystem erhältlich. Natürlich findet man in der Ausstattungsliste auch adaptives Kurvenlicht und für die höheren Ausstattungsversionen bietet Ford zudem Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Abbiegelicht, automatisierter Leuchtweitenregulierung, Scheinwerfer-Reinigungsanlage und Scheinwerfer-Assistent mit Tag/Nacht-Sensor als Option an.

Der neue Ford S-Max ist auf dem deutschen Markt in drei Ausstattungsversionen zu haben: Ambiente, Trend und Titanium. Der Einstiegspreis für die Ambiente-Variante beträgt 24.625 Euro, der „Trend“ kostet ab 25.000 Euro und der „Titanium“ ab 27.425 Euro.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Dieter Roßbach)

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