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Aktualisiert am 01.08.2010
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Suzuki Swift Sport: Schnelle Schachtel

05.11.2006

pfeil  Technische Daten  

Suzuki Swift Sport
Vorne zitiert der Suzuki Swift Sport die aktuelle Volkswagen-Linie.
Doppelpfeil

Na endlich! Lange hat es gedauert, bis Suzuki seinem Bestseller Swift einen Motor zugesteht, der dem sportlichen optischen Auftritt gerecht wird. Die bisher angebotenen Motoren waren für die Fahrt zum Kindergarten, zum Supermarkt oder zum Einkaufzentrum gut genug, aber auf der Landstraße fehlte einfach Leistung. Die 125PS des 1,6 Liter Benziners gehen mit dem kleinen kantigen Gerät richtig zur Sache, wenn es denn sein muss. Die elektronische Drosselklappensteuerung und der geänderte Ansaug- und Auspufftrakt sorgen dabei nicht nur für die 23% Mehr-PS, die nun gegenüber dem 1,5-Liter-Motor, der bisher die größte Leistungsstufe bereitstellt, auch auf die Tonlage haben sie sich deutlich ausgewirkt. Der Swift will sportlich sein und teilt das auch der Umwelt mit. Die Fahrleistungen können sich durchaus sehen lassen; 8,9 Sekunden vergehen, bis aus dem Stand 100km/h erreicht sind und mit dem nötigen Anlauf rennt der potente Zwerg 200km in der Stunde. Dass es nicht noch schneller geht, liegt am Leergewicht von rund 1,1 Tonnen. Auch Kleinwagen neigen heute zu Fettpolstern in Form von Airbags, Klimaanlagen und dicken Reifen. Trotzdem stürmt der Kleine hoch drehend die Berge hinauf und mißt sich gerne mit größeren Spielgefährten aus der Premiumklasse. Das alles erfordert nicht besonders viel Fahrkönnen, da das Fahrwerk mehr als die bereitgestellten 125 PS vertragen kann. Bis in Kurvengeschwindigkeiten, die man auf öffentlichen Straßen eher nicht erreichen sollte, bleibt der Swift Sport leicht kontrollierbar und berechenbar. Nur bei extremen Lastwechseln wird er auf der Hinterachse etwas leicht. Aber das erhöht ja gerade den Spaßfaktor. Mit Sportstoßdämpfern ausgestattet, bleibt das Fahrwerk immer noch ausreichend komfortabel. Auch die Lenkung trägt zum Fahrspaß bei. Exakt, präzise, leichtgängig und mit guter Rückmeldung hat man den Wagen in der Hand. Einige Entwicklungsrunden auf dem Nürburgring haben eben ihre Spuren hinterlassen, das Swift-Fahrwerk ist klar für Europa abgestimmt worden.

Suzuki Swift Sport
Ein dezenter Heckflügel und zwei Chrom-Endrohre in der Heckschürze werten die Rückansicht auf.
Doppelpfeil

Beim Getriebe wird Schonkost geboten. 5 Gänge müssen genügen. Auf der Landstraße ist man auch gut damit bedient, aber wenn man längere Autobahnetappen zurücklegen will, wäre ein lang übersetzter und so den Geräuschpegel und Verbrauch senkender sechster Gang nicht schlecht. Mit rund 7,2 Liter Normverbrauch ist der Suzuki daher auch kein Sparwunder und wenn man Spass auf der Landstraße hat, dürfte der Verbrauch sogar noch deutlich höher sein.

Aufbau und Inhalt des Suzuki Swift Sport unterscheiden sich nicht grundsätzlich von den kleinen Brüdern. Die Mischung aus kleiner Heckklappenlimousine und Van geben ihm eine eigene Note. Eine geänderte Frontschürze mit optischen Anleihen beim VW Golf GTI, eine andere Heckschürze und ein Spoiler an der hinteren Dachkante sorgen dafür, daß trotz des recht hohen Aufbaus ein Hauch von Sportlichkeit weht. Mit den zwei Endrohren in der Heckschürze und den großen 17-Zoll-Rädern entsteht ein gelungener sportlicher Gesamteindruck, der aber nicht zu aggressiv ist. Die Sport-Variante wird nur als Dreitürer geliefert.

Suzuki Swift Sport
Der Innenraum ist schlicht geblieben. Er unterscheidet sich nur durch einige Aluminiumapplikationen und Sportsitze.
Doppelpfeil

Der Innenraum ist Swift pur, garniert mit einigen hochwertigeren Zutaten. Da fallen zuerst einmal die Sportsitze auf. Sie sind gut konturiert und geben den notwendigen Seitenhalt, wenn es wieder einmal etwas schneller um die Kurve geht. Für Fahrer mit langen Beinen könnte die Sitzauflage etwas länger sein. Auch der Verstellbereich und die Sitzhärte lassen keine Wünsche offen. Türgriffe in Chromoptik, Aluminiumleisten und gelochte Pedale setzen kleine Akzente für das Auge. Bei der Ausstattung hat es sich Suzuki recht einfach gemacht, es gibt keine extra orderbaren Optionen, der Swift Sport wird mit allem bestückt, was bei den Standardmodellen extra geordert und bezahlt werden muss. Das schlüssellose Öffnen und Starten, eine Klimaautomatik, CD-Radio mit MP3-Funktion und Navigationssystem, Privacy Glass und Metallic-Lackierung werden im Preis enthalten sein, wenn der Wagen im Frühjahr 2007 bei den Händlern steht. Dafür sind allerdings die möglichen Farben auf drei eingeschänkt: rot, schwarz und silber. Zuladung und Kofferraumgröße (213 - 495 Liter) begrenzen seinen Einsatzbereich auf zwei Erwachsene im Fernreiseverkehr und Eltern mit Kind auf dem Weg zur Schule. Bei 3,77 Gesamtlänge ist das aber auch keine Überraschung und sicher kein Manko.

Viel Spass macht der Suzuki Swift Sport, das gute Fahrwerk vertrüge noch einen kleinen Nachschlag bei der Leistung.

(Text: Dieter Roßbach )
(Fotos: Suzuki )

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