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Renault Twingo Concept: Richtungswechsel
17.01.2007
Der Twingo Concept nimmt Abschied vom Biodesign des verdienten Vorgängers. Dessen friedlich-freundliches Wesen wurde zugunsten eines aggressiveren Charakters aufgegeben. Kompakte Abmessungen und nach hinten ansteigende Linien geben der Studie eine geduckte, zum Sprung bereite Haltung. Ein riesiger Stoßfänger mit gewaltigen Lufteinlässen unterstreicht die expressive Sportlichkeit. Vom stark ausgeformten vorderen Radlauf zieht sich ein Muster der schwarz-weiß karierten Zielflagge ähnlich über die Flanken. Auch die vorderen Blinker in den Scheinwerfern zeigen das klassische "Chequered flag "-Design. Die seitlichen Lufteinlässe nehmen die Nebelleuchten auf. Durch die Öffnungen strömt Luft, die den Bremsen in den 17-Zoll-Rädern in Dunkelchrom-Optik Kühlung bringen. Eine der Speichen ist mit einem gelben Strich versehen. Gelb ist die traditionelle Farbe von Renaults Rennwagen und auch der breite Schweller und die Kotflügelverbreiterungen haben ihren Ursprung im Motorsport. Zwei verchromte Auspuffrohre und eine zentrale Entlüftungsöffnung runden das Design ab. Links und rechts neben der großen Heckklappe sind Leuchten in einem auffälligen Streifendesign, und unter der Motorhaube steckt ein 1,2-Liter-Turbobenziner mit einer Leistung von 99 PS und einem maximalem Drehmoment von 145 Nm. Ein großes Glas-Panoramadach bringt viel Licht in den schnörkellos gezeichneten Innenraum, der in einem starken Schwarzweiß-Kontrast gehalten ist. Über dem Lenkrad ist ein analoger Drehzahlmesser angebracht, zentral auf der Instrumententafel befindet sich ein Analogtachometer. Darunter befindet sich ein 15-Zoll-Monitor, der bei stehendem Motor ausgefahren werden kann und zu einem vollwertigen Computer gehört, natürlich mit Verbindung zum Internet. Das asymmetrisch geformte Lenkrad enthält sämtliche Bedienelemente für die Steuerung der IPods, die in die Mittelkonsole gesteckt werden können.
Die Passagiere nehmen Platz auf vier Sitzschalen mit integrierten Kopfstützen. Der schwarz-bläuliche Polsterstoff kontrastiert mit dem Weiß der Sitzschalen. Die Sitze tragen zum Farbambiente des Interieurs bei, indem sie feine gelbe Lichtstrahlen imitieren. Zusätzlich werden weitere Lichteffekte aktiviert: Bei Motorstillstand strahlt der Innenraum in einem technoiden Blau, wird der Motor angelassen wechselt die Lichtfarbe automatisch zu Gelb. IPods und Lichteffekte markieren den Schwenk der Marke "Twingo" weg von Muttis Auto hin zu einem hippen Gerät für eine junge Zielgruppe. Zieht man die studientypischen Übertreibungen ab, bleibt ein Entwurf übrig, dessen dynamisches Aussehen gefällt. Sogar das Interieur, bei Studien sonst die reine Science Fiction, überzeugt durch klaren Stil und unaufgeregte Formen. Daraus lässt sich ein moderner Kleinwagen entwickeln.
(Text: Rainer Roßbach) |
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