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Camaro Convertable Concept: Wiedergänger
06.01.2007
Wenn neue Konzepte erfolglos bleiben, kann man es noch einmal mit alten versuchen. In Amerika ist die Wiederbelebung alter Erfolgsrezepte weiter das wichtigste Mittel zum Erfolg. Nachdem GM in vergangenen Jahr eine Studie im Stile des alten Chevrolet Camaro vorstellte, gibt man beim größten amerikanischen Hersteller auf der Detroit Motor Show nun den Startschuß zur Produktion. Allerdings werden interessierte Kunden einmal mehr Geduld haben müssen. Erst 2009 wird das Auto beim Händler stehen. Um die Geduld noch mehr auf die Probe zu stellen, zeigt Chevrolet in Detroit nun die zweite Variante des Camaro-Concepts, ein Cabriolet. Der Camaro Convertable Concept baut auf der Coupé-Studie auf, die Änderungen beschränken sich auf die Modifikationen, die notwendig waren, um das Stoffdach technisch und ästhetisch einzufügen: Neben dem Entfall des festen Dachs wurde die Windschutzscheibe geändert. Der Retro-Trend kann auch sein gutes haben: Ganz gegen die aktuelle Mode, Autos mit klappbaren Blechdächern zu Pseudocabriolets zu machen, hat der Chevrolet ein klassisches Stoffdach, das sich vollständig hinter den Rücksitzen verstauen läßt und von einem Deckel sauber abgedeckt wird.
Der Camaro ist kein kleines Auto, mit einer Länge von 4.730mm und einer stattlichen Breite von 2.022mm zeit er klassische amerikanische Größe. Die für einen sportlichen Auftritt notwendige Leistung stellt ein drehmomentstarker V8-Motor bei, über ein manuelles Schaltgetriebe wird sie an die Hinterräder weitergegeben. Auch die Räder und Reifen sind auf dem Stand des Jahres 2007: 21 Zoll mit 275/30 R21 an der Vorderachse und 22 Zoll mit 305/30R22 an der Hinterachse sind eine ordentliche Schuhgröße. Die Serienmodelle werden sich sicher mit kleineren Füßen begnügen müssen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger aus den späten Sechziger Jahren setzt man bei GM nun auf Scheibenbremsen rundum und auf Einzelradaufhängung, sogar an der Hinterachse. Dafür darf dann die Farbe wieder Retro sein: Das "Hugger Orange", dreilagig aufgetragen, orientiert sich an der klassischen Vorlage, die 1969 im Angebot war. Und es darf auch wieder etwas aggressiver sein. Wie schon der Alte, so kommt auch der Neue mit dunklen Rennstreifen, die das Überholprestige verstärken sollen, aber vielleicht auch nur halbstark aussehen.
Der Innenraum ist vergleichsweise schlicht gehalten. Vier Sitzplätze bietet der Camaro Convertable Concept. Leder und Alcantara bestimmen das Bild: Zweifarbige Sportsitze wie vor 40 Jahren, vier Zusatzinstrumente auf der Mittelkonsole, dazu mattiertes Aluminium an Griffen und Bedieninstrumenten. Die runden Instrumente, in quadratischen Höhlen versenkt und mit weissen Zifferblättern und roten Zeigern versehen, erinnern an den Stil der frühen Sechziger Jahre. Sie sind sicher nicht besonders ergonomisch und gut abzulesen, aber dafür einfach nur schön. Offensichtlich ist man bei GM von Erfolg überzeugt – auch der offene Camaro soll in Serie gehen, Mitte 2009 ist er zu haben.
(Text: Dieter Roßbach ) |
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