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Nissan Bevel: Multitalent
15.02.2007
Die Studie Bevel ist ein Ausblick in die weitere Zukunft des SUV (Sport Utility Vehicle). Im Zentrum des Konzepts stehen ausschließlich die Bedürfnisse des Besitzers. Der ist männlich, zwischen 45 und 60 Jahre alt und braucht ein praktisches Gefährt für seine breit gefächerten Aktivitäten. Dabei hilft ihm im Bevel ein sehr funktionaler Laderaum, der als verlängerte Werkbank konzipiert ist. Zu dem in drei unterschiedliche Zonen aufgeteilten Interieur zählen des weiteren ein Digital-Cockpit und eine Komfort-Zone rund um den Fahrersitz. Die Türanordnung, bestehend aus einer Flügeltür auf der Fahrerseite sowie zwei gegenläufig öffnenden Türen auf der Beifahrerseite, ist ebenso asymmetrisch ausgelegt wie das Glasdach, in das Solarzellen und ein neuartiges Dachträgersystem integriert sind. Mit einem Radstand von 2,93 Metern liegt der Bevel von den Abmessungen ziemlich genau zwischen dem 2,82 Meter langen Murano und dem 3,14 Meter langen US-Modell Quest. Dank knapper vorderer und hinterer Überhänge beträgt die Gesamtlänge jedoch nur 4,39 Meter. Mit 1,62 Meter Höhe ist der Bevel knapp sieben Zentimeter flacher als der Murano dank des sehr niedrigen Ladebodens ist die nutzbare Laderaumhöhe jedoch identisch. Eine tief heruntergezogene Frontpartie, eine große Windschutzscheibe und Radhäuser, in denen 20-Zoll-Felgen mit 245/55R20-Reifen Platz finden, kennzeichnen das Äußere des 1,90 Meter breiten Bevel. Die Felgen tragen zum Schutz an den Außenkanten Einsätze aus Gummi.
Die Vorteile des asymmetrischen Konzepts des Nissan Bevel werden beim Arrangement der Türen deutlich. Die Fahrertür ist extrem lang und schwenkt an einem komplexen System aus vier Streben in zwei Stufen nach oben. Die hintere Seitenpartie ist bis auf einen kleinen, horizontalen Fensterschlitz geschlossen. Auf der Beifahrerseite dagegen befinden sich zwei Türen, wobei die hintere an der C-Säule angeschlagen gegenläufig öffnet. Die Öffnung zwischen A- und C-Säule ist 1,72 Meter lang. Damit macht das Verladen von Frachtgut, Ersatzteilen oder Männerspielzeugen wie einem ferngesteuerten Modellflugzeug keine Mühe. Das Glasdach läuft nach hinten asymmetrisch aus. Sechs Befestigungspunkte mit aufklappbaren Haken dienen zur Verankerung sechseckig geformter Boxen in denen eine Dachlast von bis zu 112 Kilogramm transportiert werden kann. Die einteilige Heckklappe ist im geöffneten Zustand fast 1,90 Meter hoch ein spezielles Scharniersystem macht es möglich. Eine im Stoßfänger verborgene, ausklappbare Plattform dient als Arbeitsfläche, ist aber auch stabil genug, um darauf sitzen oder stehen zu können. Sie ist halb so breit wie die eigentliche Hecktür und per Schnellverschluss zu demontieren. In den unteren Seitenwänden des Laderaumabteils sind Ladestationen untergebracht: Neben dem traditionellen 12-Volt-Anschluss bietet ein durch die im Glasdach integrierten Solarzellen gespeistes Ladegerät 110 Volt Spannung. Der Innenraum ist in drei unterschiedlich gestaltete Wohn- und Arbeitsbereiche unterteilt. In der „Komfort-Zone„ dreht sich alles um den Fahrer, der auf einem komfortablen Ledersitz Platz nimmt. Ein Teil des Fahrzeugbodens fährt beim Öffnen der Tür als zusätzliche Ausstiegshilfe mit nach außen. Auch der Instrumententräger erleichtert Ein- und Ausstieg, indem er ebenso wie die Pedale bei geöffneter Fahrertür automatisch zehn Zentimeter nach vorne fährt.
Die zweite Zone soll den Fahrer über ein voll digitalisiertes Cockpit und verschiedene Bildschirme mit der Außenwelt verbinden. Die an den Ecken des Bevel postierten LCD-Monitore zeigen die Bilder der Außenbordkameras. Bildformate und Schriftbilder des großen Hauptmonitors sind variierbar. Es gibt fünf Hauptmenüs: Fahrzeugstatus, Klima, Navigation, Entertainment und Home. Das Entertainment-Programm bietet Telefoneinstellungen, Wetter- und Verkehrsnachrichten, Internet und E-Mail-Account. Satelliten-Radio, MP3-Schnittstelle und CD-Spieler dienen der Musikwiedergabe. Über die „Home“-Funktion kann der Fahrer Verbindung zu einem Netzwerk, das alle Sicherheitssysteme, Heizungs- und Klimaanlage, die Haushaltsgeräte, das Licht und sogar die Stellung der Garagentür Zuhause überprüft. Der dritte Bereich ist die Nutzfahrzeug-Zone. Hier ist alles praktisch ausgerichtet. Der Beifahrersitz und die hinteren Stühle können dank eines Rahmens aus Aluminium leicht umgelegt werden. Die Rückseiten dieser Sitze sind mit dem gleichen Material wie der Ladeboden bezogen, so dass eine durchgehende und glatte Ladefläche entsteht. Der Boden selbst besteht aus laminiertem, recyceltem Walnussholz eine extrem harte Oberfläche. Als Antrieb ist auch ein 2,5-Liter-V6-Motor mit angeschlossenem Hybridsystem möglich. Die Steuerung von Lenkung, Drosselklappe und Bremsen soll über drahtlose „by wire“-Systeme erfolgen. Die Kraftübertragung könnte das stufenlose Xtronic-CVT-Getriebe von Nissan übernehmen.
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