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Aktualisiert am 31.12.2011
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Neuer Alfa Spider: Mailänder Eleganz

17.02.2007

Alfa Spider
Der Alfa Spider läuft bei Pininfarina vom Band
Doppelpfeil

Der neue Alfa Spider kommt nach Deutschland. Er löst seinen Vorgänger ab, der wesentlich zur Renaissance der Marke beigetragen hat. Walter da Sivas Entwurf, 1994 auf dem Pariser Salon vorgestellt, war kompromisslos und ein Geniestreich, der polarisierte. Nicht nur der Quermotor mit Frontantrieb erhitzte die Gemüter, auch die winzigen Frontscheinwerfer und die radikal ansteigende Gürtellinie liessen niemanden kalt. Nie wieder war ein Design des heutigen VW-Chefgestalters so gut. Zum Nachfolger hat das Centro Stile Alfa Romeo einen Entwurf bestimmt, der – wie die meisten aktuellen Modelle aus Mailand – die Abstammung von Ital Designs Brera-Konzept aus dem Jahr 2002 nicht leugnen kann und verbindlicher als der Vorgänger ist.

Die Form ist gefällig und elegant: Reine italienische Schönheit, die sich als Extravaganz nur einen betonten Hüftschwung erlaubt. Applaus verdienen die Italiener, dass sie nicht dem Trend zum Klappdach aus Metall folgen, sondern ganz traditionell auf ein Stoffdach setzen. Dadurch konnte der Kofferraum auf ein Volumen von 253 Litern gebracht werden, was den Zweisitzer uneingeschränkt reisetauglich machen sollte.

In der Einführungsphase bietet Alfa Romeo zwei Motoren an. Basismotorisierung ist der Vierzylinder-Benzindirekteinspritzer 2.2 JTS 16V mit 185 PS und 230 Newtonmetern Drehmoment. Der frontgetriebene Spider erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h und den Sprint auf 100 km/h erledigt er in 8,8 Sekunden. Topmotorisierung ist ein 260 PS starker Sechszylinder, der innerhalb von sieben Sekunden die 100 km/h-Marke erreicht und für eine Spitze von etwa 240 km/h gut ist. Dieser Motor ist nur mit dem Allradantrieb „Q4“ zu haben. Zusätzlich bieten die Mailänder ab März 2007 ein Diesel-Triebwerk an – eine Novität im Roadster-Segment. Der Fünfzylinder verfügt serienmäßig über einen Diesel-Partikelfilter, leistet 200 PS und stellt bei 2000 U/min ein maximales Drehmoment von 400 Nm bereit. Die erzielbaren Fahrleistungen sind durchaus sportlich: Der Spider 2.4 JTDM 20V braucht 8,4 Sekunden auf Tempo 100 km/h und erreicht eine Spitze von 228 km/h bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 6,8 Litern. Aufgrund des höheren Gewichts auf der angetriebenen Vorderachse und der bulligeren Leistungsabgabe bei niedrigeren Drehzahlen dürfte der Diesel-Spider jedoch eher zur gelassenen Fortbewegung taugen.

Alfa Spider
Hüftschwung und Abrisskante geben dem Heck seine spezielle Note
Doppelpfeil

Die Serienausstattung ist umfangreich. Bei allen Varianten finden sich ein vollautomatisches Verdeck mit beheizbarer Heckscheibe, eine Audioanlage mit CD-Player und sechs Lautsprechern sowie elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel. Weiterhin bekommt man zum Basispreis einen Endschalldämpfer mit je zwei Rohren links und rechts, eine Klimaanlage, ein axial und vertikal verstellbares Lederlenkrad, einen Lederschaltknauf und 16-Zoll-Leichtmetallräder mit 215er Reifen für den Vierzylinder 2.2 JTS 16V. Der Sechszylinder dagegen ist, genau wie der Diesel, mit 17-Zoll-Leichtmetallrädern und 225er Reifen ausgerüstet. Auch eine Mittelarmlehne mit Ablagefach, ein Multifunktionsdisplay mit Trip-Computer und Ölstandsanzeige, der Startknopf, zwei abschließbare Ablagefächer hinter den Sitzen sowie die Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung brauchen nicht extra bezahlt zu werden. Sicherheit bieten Front- und Seiten-/Kopf-Airbags plus Knieairbag auf der Fahrerseite, zwei feststehende Überrollbügel und die dynamische Fahrstabilitätskontrolle VDC.

Wer mehr Luxus will kann die Exclusive-Ausstattung ordern: anklappbare Außenspiegel, Beschlags- und Geruchssensor, Cruise Control, Einstiegsleiste in Edelstahl, elektrische Sitzverstellung mit Memory-Funktion auf der Fahrerseite, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, das 17-Zoll-Leichtmetallrad „Sport“ mit 225er Reifen für beide Motorversionen, automatische Fahrlichtsteuerung, ein kühlbares Ablagefach unter der Mittelarmlehne, Multifunktionstasten am Lenkrad für die Radiobedienung, Parksensoren hinten, Regensensor, Sitze in exklusivem Leder plus 3-stufiger Sitzheizung und ein Windschott gehören zu diesem Ausstattungspaket.

Den neuen Alfa Spider gibt es in zehn Karosseriefarben und mit einem blauen oder schwarzen Verdeck. Die Innenfarben können auf den Lack abgestimmt werden. Neben verschiedenen ein- und zweifarbigen Sitzbezügen in Stoff, der Mikrofaser „Alfatex“, „Exklusiv-Leder“ und dem sehr exklusiven Leder „Poltrona Frau Pieno Fiore“, stehen für die Armaturen und Verkleidungen die Farbkombinationen schwarz-grau, blau-tabak und rot-beige zur Verfügung.

Als Sonderausstattung gibt es unter anderem den Knieairbag für die Beifahrerseite, Bi-Xenonscheinwerfer, 18-Zoll-Leichtmetallräder, Bose-Soundsystem, Diebstahlwarnanlage mit Safe-Lock und Neigungssensor, Navigationssystem mit 6,5-Zoll-Farbmonitor plus integriertem Telefon und Telematiksystem, 10-fach-CD-Wechsler und eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung und USB-Schnittstelle.

Die Preise beginnen bei 34.300 Euro, das Topmodell Alfa Spider 3.2 JTS V6 24V Q4 Exclusive kommt auf einen Preis von 45.200 Euro.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Alfa Romeo)

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