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Goodyear Eagle F1 Asymmetric: Schwarzarbeit
26.02.2007
Das luxemburgische Goodyear-Forschungs- und Entwicklungszentrum Colmar-Berg ist die Geburtsstätte des neuen Ultra-High-Performance-Reifens Eagle F1 Asymmetric. Fast zwei Jahre lang haben über 100 Ingenieure, Physiker, Chemiker und Reifentester an der Optimierung von Laufflächenmischungen und der Weiterentwicklung verschiedener Reifenkomponenten gearbeitet. Herausgekommen ist ein neuer Reifen im Segment der Ultra-High-Performer mit besonderen Eigenschaften. Der Eagle F1 Asymmetric ist das aktuelle Top-Produkt und soll der Firma die Marktführerschaft im Premiumsegment sichern. Daher war die Zielsetzung beim Projektstart vor zwei Jahren eindeutig: Entwicklung eines Reifens für Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h, der mit seinem Kurvenfahrverhalten auf trockener wie auf nasser Straße neue Standards setzt.
Die Basis dafür liefert eine neue Technologie. Von Anfang an war klar, dass das Profil des neuen Hochleistungsreifens natürlich asymetrisch sein sollte. Die Neuentwicklung hat daher im Bereich der Innenschulter ein anderes Profil als auf der Außenseite. Innen sorgt ein offenes Profildesign für maximale Wasserabführung, während eine durchgehende Mittelrippe auch bei hoher Geschwindigkeit einen optimalen Geradeauslauf gewährleisten soll. Auf der Außenseite bewirken breite, massive Profilblöcke eine maximale Bodenhaftung bei Kurvenfahrten. Die echte Innovation steckt jedoch unter der Profilfläche, denn auch die Karkasse ist asymmetrisch konstruiert. Eine Verstärkungslage aus der hochfesten Kunstfaser Aramid in der inneren Seitenwand soll das Kurvenfahrverhalten sicherer machen. Diese Entwicklung wird von Goodyear als Active Cornergrip Technology bezeichnet. Sie sorgt beim Lenken für eine gleichmäßigere Druckverteilung auf der Aufstandsfläche und damit für eine bessere Bodenhaftung. Dadurch verbessert sich nicht nur die Haftung auch der Abtrieb verringert sich, wodurch höhere Laufleistungen möglich werden. Vorteile sieht man bei Goodyear nicht zuletzt auf nasser Fahrbahn, was Handling-Eigenschaften und Bremsverhalten angeht. Außerdem will man bei der Vielseitigkeit punkten. Daher ist der Eagle F1 Asymmetric für viele Fahrzeugtypen geeignet, eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg im Erstausrüstergeschäft.
Neben der reinen Leistungsfähigkeit gibt es aber auch politische Vorgaben, die erfüllt werden müssen. So verlangt etwa die Europäische Kommission, dass der Lärmpegel bei 80 Stundenkilometern nicht über 75 Dezibel liegen darf, Diesen Wert unterbietet die Goodyear-Neukonstruktion deutllich mit 70,2 Dezibel liegt deren Geräuschentwicklung weit unter diesem Grenzwert. Den Fahrer eines sportlichen Autos interessiert jedoch, neben einer guten Alltagstauglichkeit auch, wie die Leistung auf den Boden gebracht wird. So wurde bei Trockenhandling-Tests das Fahrverhalten bei hohen Geschwindigkeiten, das Lenkverhalten und die Spurstabilität umfassend analysiert. Zudem wurde das Bremsverhalten des Eagle F1 Asymmetric bei Nässe bei geradem Streckenverlauf auf Fahrbahnoberflächen mit unterschiedlichsten Reibungskoeffizienten überprüft und die Aquaplaningsicherheit des Reifens in der Kurve und auf gerader Strecke exakt bestimmt.
Aber auch der klassische "Popo-Meter" kam in der Entwicklung zum Einsatz: Bei Tests etwa auf der Nürburgring-Nordschleife und im öffentlichen Straßenverkehr lieferten die Goodyear-Testfahrer ihre "subjektiven" Daten ab, die gleichfalls Einfluß auf die Konstruktion hatten. Im Vergleich mit dem Vorgängermodell zeigt sich der Fortschritt deutlich. Ein um etwa vier Meter verkürzter Nass-Bremsweg von 80 auf 0 km/h auf Fahrbahnen mit geringem Grip, bis zu 25 Prozent niedrigere Abrollgeräusche, schnellere Kurvengeschwindigkeiten sowie ein besseres Nass- und Trockenhandling kann die Neuentwicklung für sich verbuchen. Der neue Eagle F1 Asymmetric wird seit Jahresanfang 2007 in den deutschen Goodyear-Werken in Fulda, Hanau und Philippsburg gefertigt. Er ist in 24 Größen lieferbar: für Felgendurchmesser von 17 bis 20 Zoll und mit Querschnittsverhältnissen von 50 bis 25. Nahezu alle Versionen sind mit erhöhtem Tragfähigkeitsindex erhältlich und werden damit allen Anforderungen, die moderne Hochleistungs-Fahrzeuge stellen, gerecht.
(Text: Rainer Roßbach ) |
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