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Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
Dodge Demon: Europäisch geprägter Roadster

16.03.2007

Dodge Demon
Gekonnte Mischung: Die Front schillert zwischen aggressiv und elegant.
Doppelpfeil

Mit einer Länge von knapp vier Metern, 172 PS aus 2,4 Litern Hubraum und Heckantrieb passt der Dodge Demon exakt in das vom neuen Opel GT besetzte Segment. Während der Opel aber schon im Handel ist, ist der Dodge erst einmal nur eine Studie. Und das ist schade, weil der kleine amerikanische Roadster ausgesprochen schmuck geraten ist. Sein einfaches Design weist klassische Sportwagen-Proportionen auf, die mit klassischen Dodge-Zutaten wie dem großen "Fadenkreuz"-Grill und schlitzförmigen Frontscheinwerfern versetzt sind.

Ein schmaler Powerdome auf der Haube, der von großen Luftauslässen flankiert wird, gibt der Motorhaube eine kraftvolle Note. Eine dramatisch geschwungene Linie führt von den vorderen Radhäusern zu Lufteinlässen vor den Hinterrädern, die den Bremsen Kühhlluft zublasen. Ansonsten wird hier auf verspielte Mätzchen verzichtet: Die Flächen sind klar angelegt und die Türgriffe in Wagenfarbe lackiert.

Dodge Demon
Pompös: die großen Heckleuchten.
Doppelpfeil

Lediglich das Heck, aufgeteilt in drei Flächen, die außen abgeschrägt sind, will nicht auf einen dramatischen Effekt verzichten. Dieser besteht aus großen roten trapezförmigen Heckleuchten, die weiße LED-Rückfahrscheinwerfer umrahmen. Asymmetrisch geformte Radläufe befinden sich weit in den Ecken der Karosserie und beherbergen gebürstete 19-Zoll-Leichtmetallräder, die in ihrer Form die Kurven und Flächen des Wagenkörpers aufnehmen.

Auch im Innenraum dominiert funktionelle Eleganz. Der Instrumententräger ist keine schwül auf- und abschwellende Kunststofflandschaft sondern ein klassisches Brett – und auf eine ausgeprägte Mittelkonsole wurde dankenswerterweise verzichtet. Drei Uhren mit den wesentlichen Anzeigen befinden sich unter einer kleinen Haube im Blickfeld des Fahrers, zentral ist die Audio-Anlage untergebracht und links und rechts befinden sich runde Lüftungsöffnungen.

Dodge Demon
Das Cockpit ist klassisch, die Cupholder sind Fremdkörper.
Doppelpfeil

Alles im Passagierabteil ist appetitlich in Schwarz und Aluminium angerichtet, genau wie die Konsole. In deren Zentrum befindet sich der kurze Schalthebel in einem kleinen Ledersack, der von einem glänzenden Metallring abgeschlossen wird. Eine Ziernaht aus Silberfaden dominiert den oberen Bereich des Armaturenbretts einschließlich der Abdeckung des Instrumententrägers. Das Lenkrad besteht aus drei offenen Aluminium-Doppelspeichen. Der Lenkradkranz besteht auf der Innenseite aus gebürstetem Aluminium, auf der Außenseite aus genähtem Vinyl. Die schwarzen Sitze mit integrierten Kopfstützen basieren auf offen sichtbaren, matt glänzenden Kohlefaserschalen und sind mit Stoffpolstern mit dazu passenden Einlagen aus strukturiertem „Momentum“-Textil bezogen, die mit silbernen Ziernähten abgesetzt sind. Hinter jedem Schalensitz befindet sich ein Überrollbügel aus gebürstetem Aluminium und Kohlefaser.

Das Concept Car Dodge Demon ist ein Roadster, wie er sein soll: Einfach gezeichnet, aber mit dramatischen Effekten an der richtigen Stelle. Dazu kommt ein Layout, dass den richtigen Kompromiss zwischen Größe, Leistung und Agilität verspricht. Genug Gründe, um den Demon auf die Straße zu bringen.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Dodge)

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