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Engines of The Year: Deutsche Meisterschaft
14.05.2007
Auch bei der 2007er Ausgabe der "Engine of the Year"-Prämierung haben die deutschen Hersteller dem Wettbewerb dominiert. Besonders BMW räumte mal wieder bei den Motoren-Oscars ab. Zum besten neuen Motor des Jahres 2007 wurde der BMW 3-Liter-TwinTurbo-Motor gewählt, der im 335i zum Einbau kommt. Er gewann mit deutlichem Vorsprung vor dem Lexus Hybrid 5-Litermotor. Die Kombination aus Reihensechzylinder, Benzin-Direkteinspritzung und zwei kleinen Turbolander, die je drei der Zylinder mit Frischluft versorgen beeindruckte die Juroren mit geringem Gewicht, niedrigem Verbrauch, Drehfreude, der hohen Maximalleistung von 302PS und 400Nm zwischen 1.500 und 4000 1/min. Dritter wurde die der 1,6l Turbomotor der BMW-PSA-Kooperation. Die Klasse der Motoren mit dem geringsten Benzinverbrauch ging wieder einmal an den Toyota 1.5-Liter Hybrid Synergy Drive des Prius, vor dem Honda Hybrid 1.3-Liter IMA und dem 1.3Liter-Dieselmotor aus der Gemeinschaftsproduktion von Fiat und GM. Volkswagen ging in dieser Klasse leer aus und hofft nun für das kommende Jahr auf die Bluetec-Diesel.
Bei den Sportmotoren dar sich BMW über die Wiederholung der Erfolge in den beiden vergangenen Jahren freuen. Der V10-Zylinder des M5 und M6 stellt immer noch die Messlatte dar. Es reichte sogar zu einem Doppelsieg: der neue 3-Liter-TwinTurbo schaffte es auf den zweiten Platz, vor dem Ferrari 6-Liter aus dem 599 GTB. Bei dem kleinen Motoren bis 1 Liter Hubraum ging der Sieg an Toyotas kleinen Dreizylinder, der die Modellreihe Aygo/C1/107 antreibt, vor der neuen Ausgabe des Smart Diesel und dem Mitsubishi 999 Turbo, der auch im Smart Fortwo verbaut wird. Die Gemeinschaftsentwicklung von BMW und PSA mit 1.6 Liter Hubraum und Turboausladung, die den Mini Cooper S antreibt, gewann bei den Motoren mit Hubraum zwischen 1.4 und 1.8 Liter knapp vor dem Toyota-Prius-Motor und Audis 1,8-Liter Turbo FSI. Der einzige Sieg für Volkswagen lieferte der 2-Liter Turbo FSI bei den Motoren zwischen 1,8 und 2 Liter Hubraum. Vor dem BMW 2-Liter-Vierzylinderdiesel und dem Honda 2-Liter i-VTEC aus dem Civic Type R, der nur den dritten Platz belegte. Das überrascht um so mehr, als die Jury sonst eher den drehfreudigen Sportmotoren zugetan war. Auch die Klasse von 2 bis 2.5 Liter gehörte BMW. Der 2,5-Liter-Reihensechsylinder setzte sich gegen Subarus 2.5-Liter-Turboboxer und dem Mazda 2.3-Liter GDI Turbo aus dem 3MPS durch.
In der Klasse von 2.5 bis 3 Liter Hubraum konnte der BMW 3-Liter-Twinturbo seinen zweiten Titel holen, und es sollte nicht der letzte sein. Gerade diese Klasse demonstrierte BMWs Überlegenheit: alle Plätze auf dem Podest gehörten dem münchner Motorenbauer: Platz 2 ging an den 3-Liter-TwinTurbo-Diesel, Platz 3 an den 3-Liter-Sagmotor. VW und Porsche blieben nur die Plätze 4 und 5. Immerhin darf man sich in Zuffenhausen mit dem besten Motor in der Klasse zwischen 3 und 4 Liter schmücken. Der 3,6Liter-Doppelturbo des 911 verwies, natürlich, den BMW 3.2 Liter Motor aus der M-Reihe auf den zweiten Platz, dritter wurde der Motor des Lexus GS450h. Bei den Motoren über 4 Liter sammelte der Gesamtsieger des letzten Jahres und der beste Sportmotor 2007 eine weitere Trophäe ein: BMWs M-V10 siegte vor dem Ferrari 6 Lite des 599 GTB und dem Lexus Hybrid 5-Liter. Nach dem Titel "bester neuer Motor 2007" und "bester Motor in der Klassse bis 3-Liter" gewann der BMW 3_liter TwinTurbo auch den Titel des Motors des Jahres, vor Volkswagens 1,4-Liter FSI und dem Porsche 3,6-Liter-Turbo. Sieben Titel für BMW, je einer für Volkswagen und Porsche und zwei für Toyota. Das kein Punktsieg, das ist ein technisches KO, der Hoffung für die Zukunft der deutschen Automobilindustrie macht. Bei BMW steht mit dem neuen M-V8 des M3 der nächste Sieganwärter schon bereit. Nur für Mercedes-Benz ist der Ergebnis mager.
(Text: Dieter Roßbach ) |
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