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38. Adenauer Trophy: Hattrick für Land
15.05.2007
Mit einem erneuten Triumph für Land-Motorsport endete der vierte Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Marc Basseng, Marc Hennerici und Dirk Adorf sicherten sich im Porsche 911 GT3 RSR bei der 38. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy den dritten Gesamtsieg in Folge. Duncan Huisman und Tom Coronel belegten mit ihrer Dodge Viper GTS-R Rang zwei, Platz drei ging an Claudia Hürtgen, Johannes Stuck und Richard Görannson aus Schweden. Dem Team Schubert Motors aus Oscherleben war es gelungen, das BMW Z4 M-Coupé nach dem schweren Unfall von Hans-Joachim Stuck im letzten Rennen wieder aufzubauen. Der dritte Podiumsplatz in der Saison 2007 war der verdiente Lohn für diese Anstrengungen. Erfreulich auch, dass Hans-Joachim Stuck dem Rennen schon wieder beiwohnen konnte, wenn auch nur als Zuschauer. Schon das Zeittraining war eine sichere Beute der Land-Truppe, die sich mit einer Bestzeit von 9:47.686 Minuten die Pole Position sicherte. Von Startplatz zwei ging der Schubert-BMW ins Rennen, der den Manthey-Porsche mit Marc Lieb, Marcel Tiemann und Romain Dumas in die zweite Startreihe verdrängen konnte.
Nach den Schönwetter-Rennen im April zeigte sich der Himmel an diesem Renntag wieder launisch. Erwartungsgemäß setzte sich der Land-Porsche an die Spitze, wurde aber schon in der Startrunde hart von Marc Lieb im Manthey-Porsche bedrängt und schließlich überholt. Die Freude über die Führung währte jedoch nicht lange. „In der zweiten Runde setzten Probleme an der Hinterachse ein, ab der dritten Runde war unser Porsche nicht mehr fahrbar“, sagte Lieb. Fortan steuerten das Trio Basseng/Henerici/Adorf einem ungefährdeten Sieg entgegen. Nach dem ersten Sasionstart im vergangenen Rennen kommen Wolfgang Kaufmann, Dennis Rostek und Franz Konrad vom Team Konrad-Motorsport immer besser in Fahrt. Rang vier zeigte diesen klaren Aufwärtstrend, der sich rechtzeitig vor dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring andeutet. Der Eifelblitz von Johannes Scheid und Oliver Kainz zeigte sich ebenfalls von der zuverlässigen Seite, am Ende belegte das Team von Scheid-Motorsport mit ihrem BMW M3 GTS einen guten fünften Platz. Nur auf dem neunten Platz fanden sich am Ende Vater und Sohn Schall wieder, die sich das Cockpit des DTM-Opel-Astra wiederum mit Opel-Sportchef Volker Strycek teilten. Der Start stand nach dem schweren Unfall im vergangenen Rennen lange Zeit in Frage, wurde aber doch noch realisiert.
Mit dem dritten Gesamtsieg übernahm Land-Motorsport die Führung im neuen VLN-Stahlwille-Top20-Pokal. Die neue VLN-Sonderwertung erfasst die schnellsten 20 Teams eines jeweiligen Rennens. Punkte werden unabhängig von der Klasseneinteilung nach einem einfachen Schlüssel vergeben: Das siegreiche Team erhält 20 Punkte, die Zweitplatzierten 19, bis hinunter zu Platz 20, der noch mit einem Zähler belohnt wird. Abgerechnet wird am Ende der Saison im Rahmen der VLN-Jahressiegerehrung erhalten die zwei erstplatzierten Teams neben einem Pokal zudem Sachpreise aus dem Sortiment von Stahlwille im Wert von je 2.500 Euro. Auf diese Weise wollen die Veranstalter dem Gesamtsieg in jedem Rennen mehr Bedeutung zumessen. Da die Anzahl der Meisterschaftspunkte von der Anzahl der Starter in der jeweiligen Klasse abhängig ist, die großen Klassen aber zahlenmäßig schwächer besetzt sind als viele andere, gingen die Gesamtsieger der einzelnen Rennen im Championat zumeist leer aus. Mit diesem neuen Pokal soll und wird sich das ändern. Die Vorjahresmeister Mario Merten und Wolf Silvester ließ das unbeindruckt: Mit ihrem dritten Sieg bei den VLN-Serienwagen bis 1.850 ccm Hubraum übernahmen sie nach diesem Rennen wieder die Spitze in der Meisterschaftstabelle.
(Text: Michael Behrndt )
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