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Aktualisiert am 31.12.2011
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35. AvD-Oldtimer-Grand-Prix: Sport und Schönheit

15.06.2007

March 711
Mit dem skurrilen March 711 war Ronnie Petersen 1971 unterwegs
Doppelpfeil

Der Oldtimer-Grand-Prix findet vom 10. bis 12. August 2007 auf dem Nürburgring statt. Neben Formel-1-Wagen aus vielen Dekaden gibt es Rennwagen aller Kategorien. Dazu zählen Tourenwagen, GT, zweisitzige Rennwagen und auch die CanAm-Monster der Supersports-Serie. Die von großvolumigen amerikanischen V8-Triebwerken befeuerten McLaren, Lola und March werden sicher wieder die spektakulärste Show bieten. Erste Höhepunkte des Wochenendes sind die Nürburgring Challenge 100 für GT-Fahrzeuge sowie der sehenswerte AvD-Historic-Marathon 400 am Freitag auf der Nordschleife.

Hochkarätig besetzt sind die Läufe für die Historic Grand Prix Cars bis 1960. In diesem Rennen starten Grand-Prix-Wagen aus den 30er Jahren wie auch Formel-1-Autos aus den Fünfzigern. Die Rennen gewannen 2006 die Fahrer Christopher Mann in einem Lotus 18-Climax (1960) und Tony Smith im Ferrari 246 GP (1960). Dieser Frontmotor-Formel-1-Wagen ist das Originalfahrzeug, mit dem Phil Hill 1960 den Großen Preis von Italien in Monza gewann und damit für den letzten Erfolg eines Frontmotorautos im Grand-Prix-Sport sorgte.

McLaren M8F
McLaren M8F und March 707 treten im Orwell Supersports Cup an
Doppelpfeil

Bei den zweisitzigen Rennwagen und GT bis 1960/61 mit Trommelbremsen mussten die Piloten Sportlichkeit beweisen: mit einem Le Mans-Starts wurde das Feld auf die Einführungsrunde geschickt, das Rennen wurde dann aber konventionell mit der rchwarz-rot-goldenen Fahne gestartet.

Spannung war auch beim Revival Deutsche Rensportmeisterschaft 1972- 1981 angesagt. Ein großes Feld aus Ford Capri RS, Escort RS, BMW 3.0 CSL und Porsche RSR duellierten sich mit den legendären BMW M1 aus der Procar-Serie. Der dreifache LM-Sieger, DTM-Meister und GT-Weltmeister Klaus Ludwig ging auf einem Porsche 911 RSR 3.0 von 1975 an den Start. Am Samstag noch während des Trainings durch einen Getriebedefekt aus dem Wettbewerb geworfen, belegte der Roisdorfer im Rennen am Sonntag den 2. Platz hinter dem Sieger Stefan Roitmayer auf dem turbogeladenen Porsche 935. Auf Rang 3 landete der Schweizer Christian Traber, der mit einem BMW M1 aufs Treppchen fuhr. Das Revival zählte wie im Vorjahr, als die Rennwagen der Jahrgänge 1972 – 1981 im Rahmen des 33. AvD-Oldtimer-Grand-Prix ihr Comeback gefeiert hatten, zu den Zuschauer-Magneten. Pünktlich zum Start kam die Sonne raus, die Besuchern wie Piloten für den Rest des Renntags erhalten blieb und die GT und Tourenwagen, die in den letzten beiden Rennen um den AvD-Rheinland-Pfalz-Preis und die AvD-Nürburgring-Trophäe starteten, ließen zum Schluß die Zeiten des seriennahen Rundstrecken-Rennsports der 60er aufleben.

Um Punkte für die FIA-Europa-Meisterschaft geht es in der Formel Junior. Das stark besetzte Feld vereinigt einsitzige Rennwagen aus den Jahren 1958 bis 1963 mit Front- und Heckmotor, die in ihrer aktuellen Zeit von Nachwuchsfahrern wie Jim Clark, John Surtees oder dem Deutschen Kurt Ahrens gefahren wurden. Ein weiterer Höhepunkt ist das Revival Deutsche Rennsportmeisterschaft, bei dem die legendären Duelle zwischen Ford und BMW aus der Zeit zwischen 1972 und 1981 Wiederauferstehung feiern. Darüber hinaus gibt es die Rennen für Historische GT bis 1965 und Historische Tourenwagen bis 1965 sowie die Rennsportwagen bis 1940 und zweisitzige Rennwagen und GT bis 1960/61.

Der Oldtimer-Grand Prix beginnt Freitag, den 10. August um 8:30 Uhr mit dem Training für die Nürburgring Challenge sowie den Historic Marathon 400 und endet Sonntags um 17:45 Uhr mit der AvD-Nürburgring-Trophäe für Tourenwagen bis Baujahr 1965. Tagestickets kosten Freitags 18 Euro, Samstags und Sonntags 38 Euro. Ein Wochenendticket ist für 58 Euro zu haben. Wer bis zum 30. Juni bucht (Ticket-Hotline 01805-311210) kann mindestens 20 Prozent sparen, und der Eintritt für Jugendliche und Kinder unter 17 Jahren ist wie immer frei. Weitere Informationen gibt es im Netz unter www.ogpracing.de.

Ford Escort Maserati 250F Allard/Maserati
Der Zakspeed Escort RS war 1974 in der Deutschen Meisterschaft am Start
Doppelpfeil
Ein Maserati 250F wird mit einem externen Anlasser gestartet
Doppelpfeil
Allard J 2 und Maserati 300S im Beschleunigungsduell
Doppelpfeil
 

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Rainer Roßbach )

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