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ADAC 1000km Rennen: Peugeot ohne Konkurrenz
03.07.2007
Das ADAC 1000-Kilometer-Rennen stand ganz im Zeichen der dieselgetriebenen Peugeot 908 HDi FAP. Der Portugiese Pedro Lamy und sein französischer Teamkollege Stéphane Sarrazin gewannen auf dem Nürburgring den dritten Lauf zur Le-Mans-Serie, der vom 29. Juni bis zum 1. Juli auf dem Grand Prix-Kurs in der Eifel ausgetragen wurde. Der Peugeot mit der Startnummer 8 lag nach 195 Runden 1:50.797 Minuten vor dem zweiten französischen Coupé, das von Marc Gené und Nicolas Minassian pilotiert wurde. Der Doppelsieg hatte sich schon im Training abgezeichnet, als die beiden Werkswagen aus Sochaux souverän die ersten zwei Plätze belegen konnten. Auf den Plätzen folgten Frei/Cochet auf Courage LC70-AER und Shimoda/Chilton auf Zytek 07S. Nachdem das Rennen Sonntags um 11.50 Uhr gestartet war, lief für das französische Werksteam vorerst alles nach Plan. Nur kurz kam die gut geölte Maschinerie ins Stocken: Der Peugeot mit der Nummer 7 steuerte unplanmäßig die Box an. Öl wurde nachgefüllt und der Wagen betankt. Danach ging das Team wieder auf die Strecke. Weil der 908 HDi FAP zu schnell durch die Boxengasse fuhr, durfte er zur Strafe noch einmal an der Box vorbei. Dadurch konnten die beiden Werkscourage vorübergehend an Gené/Minassian vorbei ziehen. Ein Mißgeschick, das jedoch wieder schnell behoben werden konnte.
Am Ende war das beste benzinbetriebene Fahrzeug der Pescarolo-Judd von Emmanuel Collard und Jean-Christoph Bouillon, der drei Runden hinter den Siegern ins Ziel kam. Obwohl von ganz hinten gestartet, konnte der Lola-B07/17-Judd des tschechischen Charouz-Team, der von Stefan Mücke, Alex Yoong und Jan Charouz pilotiert wurde, mit einer gewohnt soliden Leistung auf den vierten Rang vorfahren. Die kleine Prototypenklasse gewannen Thommy Erdos und Mike Newton auf dem Lola EX264 AER vor dem Barazi-Zytek von Juan Barazi, Michael Vergers und Karim Ojjeh. In der GT1-Wertung setzten sich Stephane Ortelli und Soheil Ayhari auf dem Saleen S7R Ford des Team Oreca gegen Antonio Garcia und Christian Fittipaldi in einem Aston Martin DBR9 durch die GT2-Klasse wurde wieder von einem Ferrari 430 GTC gewonnen. Robert Bell und Allan Simonsen konnten Marc Lieb und Xavier Pompidou auf dem Porsche 997 GT3 RSR des Felbermayr Proton-Team hinter sich lassen. Lamy/Sarrazin führen nach drei von sechs Rennen das Gesamtklassement mit je 26 Punkten vor Gené und Minassian (jeweils 20 Punkte) an. Insgesamt waren am Nürburgring 52 Fahrzeuge in vier verschiedenen Fahrzeugklassen am Start und sorgten damit für einen Teilnehmerrekord in der sportlich hochklassigen Serie. Mit Rennen von sechs Stunden Länge geht es bei der Le Mans Series (LMS) richtig zur Sache kein Vergleich zu den kurzen Sprintrennen der American Le Mans Serie in den USA. Das ist eine Herausforderung, der sich Audi und Porsche stellen sollten.
(Text: Rainer Roßbach)
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