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Ford Focus RS WRC 07: Entwicklungsziel Weltmeisterschaft
25.07.2007
Mit einem deutlich verbesserten Focus RS World Rally Car will das Ford-Werksteam seine Führung in der Rallye-Weltmeisterschaft weiter ausbauen. Bereits beim nächsten Lauf, der Rallye Finnland, die vom 2. bis zum 5. August stattfindet, pilotieren die Teams Marcus Grönholm/Timo Rautiainen und Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen zwei komplett neue Ford Focus RS WRC. Bei den ersten Testfahrten in Finnland, Italien und Spanien zeigte der Turbo-Allradler bereits eine vielversprechende Form. Das neue Auto ist eine Weiterentwicklung der erfolgreichen 2006er Version mit Verbesserungen beim Motor, der Karosserie und bei der Gewichtsverteilung. Das überarbeitete 2,0-Liter Duratec-Triebwerk besitzt gegenüber dem Vorjahresaggregat unter anderem eine leichtere Schwungscheibe, zudem wurde das Gewicht des Motors durch die Nutzung leichterer Zusatzkomponenten optimiert. Fünf Kilogramm konnten hier eingespart werden; darüber hinaus ersetzt ein einteiliger Abgaskrümmer die bisher zweiteilige Variante. Diese Veränderungen sollen sich positiv auf die Kraftstoffeffizienz, die Fahrbarkeit und die Performance im niedrigen Drehzahlbereich auswirken. Karosserie-Modifikationen wurden an Front und Heck des Autos vorgenommen. Ein neuer Heckflügel sorgt für einen geringeren Luftwiderstand und eine verbesserte Aerodynamik. Eine weitere sichtbare Änderung sind vertikale statt horizontale Luftauslässe in der Frontschürze. Zudem wurde die Unterkante der Frontschürze angehoben, da das vorherige Bauteil häufig Schotter und Sand auf die Motorhaube und vor die Windschutzscheibe räumte.
Auch das Getriebe wurde leichter, zudem sind weitere Entwicklungen geplant: So soll etwa die Geschwindigkeit der Schaltvorgänge weiter verbessert werden. Viele neue Komponenten sind bereits homologiert, deren Entwicklung ist aber noch nicht so weit fortgeschritten, dass sie bereits eingesetzt werden können. Beim Focus RS WRC 07 wurde jedes Bauteil auf mögliche Gewichtseinsparungen untersucht, insgesamt sparte das Team rund 20 Kilogramm ein. Verbesserungen gelangen beispielsweise bei der Aufhängung, der Pedalerie, beim Wagenheber und sogar dem Radschlüssel. Angesichts des engen Regelwerks sind das durchaus bedeutsame Ergebnisse. Neu ist auch die veränderten Sitzposition des Beifahrers: Dieser nimmt ab sofort in einem Schalensitz mit seitlichem Kopfschutz Platz, was die Sicherheit des Navigators deutlich erhöht. Das Team ist überzeugt, dass Christian Loriaux und sein Team Weiterentwicklungen eingeführt haben, die seine Konkurrenzfähigkeit bei den letzten acht Veranstaltungen dieser WM-Saison nochmals verbessern, und durch die die Weltmeisterschaft in greifbare Nähe rückt.
(Text: Rainer Roßbach/pt)
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