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Rallye Finnland: Premierensieg für Ford Focus RS WRC 07
07.08.2007
Zum siebten Mal konnte der WM-Führende Marcus Grönholm sein Heimspiel gewinnen. Die Rallye Finnland, neunter von 16 Wertungsläufen der diesjährigen Weltmeisterschaft, stand ganz im Zeichen des 39-Jährigen und seines neu entwickelten Ford Focus RS WRC 07. 17 Siege bei 23 Wertungsprüfungen standen am Ende für ihn zu Buche, und nur sein Teamkollege Mikko Hirvonen konnte einigermaßen dagegenhalten. Vorjahreschampion Sébastien Loeb hatte den Fords nichts entgegen zu setzen und fiel in der Fahrerwertung zurück. Für einen finnischen Rallye-Fahrer gibt es kaum etwas Wichtigeres als ein Sieg vor eigenem Publikum. Und die „1000 Seen“ ist ein wilder Ritt mit bis zu 200 km/h durch den Wald, über zahllose Sprungkuppen und auf herausfordernden Schotterpisten. Seit dem Jahr 2000 hat es Grönholm nur einmal verpasst, diesen „Grand Prix von Finnland“ für sich zu entscheiden.
Während es in den vergangenen Jahren galt, Citroën-Werkspilot Sébastien Loeb zu schlagen, kam der härteste Gegner dieses Mal aus dem eigenen Team: Mikko Hirvonen lieferte sich speziell auf der ersten Etappe ein spannendes Duell mit seinem Teamkollegen. Mit der Bestzeit auf der vierten Prüfung, der 12,7 Kilometer langen „Paisankylä 1“, übernahm er kurzfristig die Führung mit einem Vorsprung von 0,1 Sekunden. Grönholm, der als Erster auf die Strecke gehen musste, konterte auf der darauf folgenden „Vellipohja 2“ (16,2 Kilometer) und lag nun seinerseits um 0,4 Sekunden vorn. Die sechste Wertungsprüfung (Mökkiperä 2, 13,5 km) beendeten beide absolut zeitgleich. Prüfung 7 (Paisankylä 2) ging wieder an den Teamleader - um 0,4 Sekunden. Und so weiter. Am Ende des Tages, nach 140,67 Kilometern Vollspeed über Sprungkuppen und Schotterkurven, lag Grönholm 4,4 Sekunden vorn. Alle Übrigen, auch Sébastien Loeb, blieben Statisten.
Tag zwei begann mit der einzigen Bestzeit für Loeb an diesem Wochenende. Die folgenden sechs Bestzeiten gingen wieder an Grönholm. Für eine Vorentscheidung hatte der 39-Jährige auf der berühmten, mehr als 33 Kilometer langen „Ouninpohja 1“-Prüfung gesorgt. „So schnell bin ich dort noch nie gefahren“, berichtete der Ford-Pilot. „Zum Teil haben wir auf den Geraden 200 km/h erreicht. Hinter vielen Kuppen, auf denen wir in der Vergangenheit nur ausfederten, sind wir nun abgehoben. Nach anderen Sprungschanzen landeten wir an Stellen, wo wir noch nie zuvor wieder herunter gekommen sind!“ So führte Grönholm 20,4 Sekunden vor Hirvonen, Sébastien Loeb auf dem dritten Rang fehlte eine Minute auf den WM-Spitzenreiter ein Resultat, an dem sich auch auf den verbliebenen drei Prüfungen des Sonntags nichts mehr ändern sollte. Als bester Subaru-Pilot erreichte der Australier Chris Atkinson das Ziel auf Rang vier, gefolgt von Henning Solberg (Stobart-Ford Focus) und Subaru-Neuzugang Xevi Pons. Ex-Weltmeister Petter Solberg hatte seinen Impreza im Laufe des Samstags mit technischen Problemen abgestellt, Dani Sordo im zweiten Werks-Citroën C4 WRC schied mit Motorschaden aus. Jost Capito, Direktor des Ford TeamRS, freute sich: „Wie könnten wir besser in die zweite Saisonhälfte starten als mit einem Doppelsieg mit unserem neuen Focus? Dieses Ergebnis ist die perfekte Belohnung für das Team, das so viel Arbeit und Engagement in die Entwicklung unseres neuen Fahrzeugs investiert hat. Jetzt blicken wir dem Rest des Jahres sehr zuversichtlich entgegen.“
(Text: rr/pt)
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