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30. Grenzlandrennen: Fortsetzung erfolgt
21.08.2007
Nach einer 12-wöchigen Sommerpause startete die BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft jetzt in die zweite Saisonhälfte. Nachdem die ersten fünf Läufe von vielen Teams zur Vorbereitung auf das ADAC Zürich 24h Rennen am Nürburgring genutzt wurden, rückt nun der Kampf um den Meistertitel in den Vordergrund. Dementsprechend fehlten einige der spektakulären Fahrzeuge, die noch das 24h Rennen geprägt hatten, wie die Zakspeed Viper oder der Phoenix Aston Martin. Alle bisher ausgetragenen Rennen des laufenden Jahres wurden von einem Porsche-Team gewonnen. Diese Dominanz zu beenden ist das erklärte Ziel von Kissling Motorsport. Zum ersten Mal brachte das Team aus Bad Münstereifel einen Chevrolet an den Start, welche sonst im ADAC GT Masters startet. Knapp 6.000 ccm Hubraum, rund 500 PS und der klangvolle Name Corvette - das ist der Stoff, aus dem die Träume vieler Motorsportfans gemacht sind. Am ersten August-Wochenende hat der amerikanische Sportwagen der Eifel-Equipe bereits seine Feuertaufe bestanden, als Fahrer und Teamchef Stefan Kissling im Rahmen des ADAC GT Masters auf dem EuroSpeedway Lausitz zusammen mit Sascha Bert auf Platz zwei fuhr. „Ich freue mich riesig, endlich mit der Corvette auf die Nordschleife zu gehen“, sagt Kissling. „Allerdings darf man von uns nicht auf Anhieb Top-Platzierungen erwarten. Wir möchten bei den verbleibenden Rennen in diesem Jahr in erster Linie Erfahrungen sammeln und die Corvette für den Einsatz in der Langstreckenmeisterschaft weiterentwickeln.“ Im nächsten Jahr soll das Fahrzeug dann mit gesteigerter Leistung und einem Nordschleifen-Setup in der Lage sein, um den Gesamtsieg ein Wörtchen mitzureden.
Die beim 24-Stunden-Rennen erfolgreichen Teams Manthey Racing und Land Motorsport hatten dieses Mal mit Problemen zu kämpfen. Während Marc Basseng und Marc Hennerici für das Team um Wolfgang Land die Probleme am Getriebe des Porsche 911 GT3 RSR mit dem Tripple aus Pole Position, schnellster Rennrunde und Gesamtsieg gekonnt überspielen konnten, verhinderte eine längere Reparaturpause am Manthey Porsche 911 GT3 RSR ein gutes Ergebnis für Marcel Tiemann und Arno Klasen. Nach dem Wechsel der Achswelle erreichte die Mannschaft von Olaf Manthey mit fünf Runden Rückstand nur den 113. Platz. Bereits in der Anfangsphase zeigte Marc Basseng einmal mehr seine eigenen Qualitäten, wie auch die des Land-Porsche. Sukzessive konnte er seinen Vorsprung ausbauen. Dahinter kämpften die beiden von Manthey Racing eingesetzten Porsche von Armin Hahne und Christian Haarmann sowie Tiemann und Klasen um Platz zwei. Zusammen mit dem Porsche 911 GT3 RSR von Tiemann und Klasen rollte in Runde fünf der Hankook / H&R Spezialfedern Porsche Cayman der Gebrüder Alzen mit einem Hydraulikdefekt an die Box. Auch Hahne und Haarmann im Porsche 911 GT3 MR fielen zurück und der Weg war frei für Claudia Huertgen, Hans-Joachim und Johannes Stuck, die mit einem zweiten Platz das beste Saisonresultat auf dem von Schubert Motors eingesetzten BMW Z4 M Coupé einfuhren. Der Rückstand auf den siegreichen Land Porsche betrug, bedingt durch dessen Getriebeprobleme, gerade einmal 48 Sekunden. „Das Rennen hätte keine Runde länger dauern dürfen, zum Schluss hatte ich nur noch den dritten und sechsten Gang zur Verfügung.“ erklärte Marc Basseng nach dem Rennen. Für das Team Land Motorsport war es bereits der vierte Gesamtsieg in dieser Saison.
Das Podium komplettierten Sabine Schmitz und Klaus Abbelen auf einem Porsche 997 Supercup. Mit Platz vier feierten Dirk Adorf und Hermann Tilke die zweite Zielankunft mit dem Lamborghini Gallardo von Raeder-Motorsport. „Endlich funktioniert der ‚Lambo’ so, wie wir es uns vorgestellt haben“, sagte Tilke. „Wir haben einen Boxenstopp mehr als die Spitze absolviert, sonst wäre ein Platz auf dem Podium drin gewesen so kann es weiter gehen.“ Platz fünf ging an Dennis Rosteck und Wolfgang Kaufmann im Porsche 911 GT3 RSR von Konrad-Motorsport. Erfolgreich war das KisslingTeam in der Klasse der VLN-Specials bis 2.000ccm Hubraum. Hier sicherten sich Marco Wolf, Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche im Opel Astra GTC den Klassensieg vor Andreas Mäder und Reinhold Renger auf ihrem Honda S 2000, die somit ihre Meisterschaftsführung vor den amtierenden Meistern Wolf Sylvester und Mario Merten behaupten konnten. Letztere haben nach einem Klassensieg in der V2 Serienwagen bis 1.850ccm nur 0,47 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze. Ihre Fortsetzung findet die BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft am 15.09.2007, dann steht mit dem 6-Stunden-ADAC-Ruhr-Pokal-Rennen der Saisonhöhepunkt auf dem Programm.
(Text: Matthias Behrndt, Michael Behrndt)
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