|
|
|
|
Citroën C5 Airscape: Cabriostudie für Frankfurt
20.08.2007
Zur IAA wagt Citroën nun einen neuen Cabrio-Versuch in der gehobenen Mittelklasse, wenn auch nur als Konzeptfahrzeug. Die Studie C5 Airscape gibt nicht nur eine Vorstellung davon, wie der Nachfolger der C5 Limousine aussehen könnte, sie zeigt auch gleich eine Reihe von Innovationen, mit denen Citroën seine Kompetenz beweisen möchte. Zudem ist das Thema Umweltschutz ein herausragendes Element der Studie, wie wohl bei allen anderen Austellern auch.
Die Front wird geprägt von großen Lufteinlässen in einer markanten Kühlermaske, die Scheinwerfer sind weit nach oben gezogen und reichen bis auf die Kühlerhaube. Auf dieser sitzen zwei kräftige Sicken, die den Blick von beiden Seiten auf den breiten verchromten Doppelwinkel lenken. Die Dachlinie, die ausgesprochen große Glasfläche und die lang gezogenen verchromten Türgriffe betonen die Silhouette, die hohe Karosseriegürtellinie, die großvolumigen Radkästen und die 19-Zoll-Räder geben dem C5 Airscape ein kraftvolles Erscheinungsbild, die im oberen Bereich gerippten Flanken lockern die Strenge des Entwurfs auf.
Die Heckpartie des C5 Airscape erinnert mit seinem weit oben angeordneten Heckleuchten nicht zufällig an Audi-Entwürfe. Ein verchromte Zwillingsauspuff gibt der Rückansicht einen Hauch von Luxus, die nach innen gewölbte Form der Heckscheibe zitiert den C6. Das Klappdach des C5 Airscape wurde völlig neu konzipiert. Ein verglastes Oberteil läßt auch geschlossen die Sonne in den Innenraum. Das völlig aus Carbon-Faserverbund bestehende Dach hat den Vorteil, dass es sich auf sehr einfache Weise aus- oder einfahren lässt, ohne die Ästhetik des Concept Cars zu beeinträchtigen. Das Einklappen erfolgt vollautomatisch, ohne besondere Handgriffe und ohne dass dazu das Oberteil des Staufachs im Kofferraum geöffnet werden muss. Mit dem metallisch glänzenden Textilbezug wird den Metalldaches des C5 Airscape die Schwere genommen.
Im Innenraum dominiert dunkelbraunes Leder. Die Mittelfläche der Sitze ähnelt den Gliedern eines Uhrenarmbands, während die Sitzränder mit Steppnähten versehen sind. Der Look des mit Leder und Chrom besetzten Schaltknauf wird in einer Zierleiste aufgegriffen, die der Mittelkonsole und den Bedienelementen für die Klimaanlage einen besonderen Akzent verleiht. Vor sich hat der Fahrer ein Lenkrad mit feststehender Nabe, auf der die Bedienelemente für die wichtigsten Komfortfunktionen und Fahrhilfen zusammengefasst sind: Navigation, Radio, Geschwindigkeitsregler und -begrenzer sowie Bordcomputer. Die Bedientaster sind mit einem neuartigen Material bezogen, dessen Textur der Oberflächenstruktur der Haut ähnelt, und bilden so eine reaktive sensorielle Schnittstelle zwischen dem Auto und seinem Fahrer. Das Kombiinstrument des C5 Airscape darf, wie in alten Zeiten, wieder Unkonventionelles bieten: Die ringförmigen Zeiger der drei Rundinstrumente wandern nicht mehr über die Mitte des Ziffernblatts, sondern drehen sich um seinen äußeren Rand.
Ein Konzeptauto für die IAA 2007 muss der aktuellen Umweltdiskussion Rechnung tragen. Der C5 Airscape zeigt eine Kombination aus einem leistungsstarken Dieselmotor mit Partikelfilter und dem UrbanHybrid Aggregat. Das UrbanHybrid System besteht aus einem umkehrbaren Starter-Generator und mehreren Superkondensatoren, in denen kurzfristig große Energiemengen gespeichert werden können. Es zeichnet sich aus durch seine Vorteile in Umweltschutz und Fahrkomfort sowie durch seinen geräusch- und vibrationsarmen Betrieb. Im Drive Betrieb wird, wenn die Geschwindigkeit des Wagens unter 6 km/h sinkt und der Fahrer den Fuß auf dem Bremspedal hält, der Motor abgeschaltet. Der Motor wird jedoch sofort automatisch wieder gestartet, sobald der Fahrer den Fuß von der Bremse nimmt. Bei abgeschaltetem Motor wird kein Kraftstoff verbraucht: Die CO2-Emissionen werden so im Gesamtverbrauch um runde 24 g/km reduziert.
Zusätzlich wird das gesamte Bordnetz (Radio, Klimaanlage und andere elektrische Verbraucher) mit Energie gespeist, die im Schubbetrieb und beim Bremsen des Wagens zurück gewonnen wurde. Dadurch wird der Kraftstoffverbrauch weiter gesenkt und zusätzliche Schadstoffemissionen vermieden. Und schließlich ermöglicht eine zusätzliche Boost-Funktion die kurzfristige Erhöhung des Drehmoments des Motors. Der 2,7 V6 HDi Motor leistet 150 kW bei 4.000/min und entwickelt ein Drehmoment von 440 Nm bei 1.900/min. Partikelfilter und Biodiesel-Verträglichkeit säubern das Abgas und verbessern die CO2-Bilanz. Die Kraft wird über eine Sechsstufen-Automatik und die neue Antischlupfregelung Snow Motion mit erweitertem Funktionsumfang in Vortrieb umgesetzt.
(Text: Dieter Roßbach ) |
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||