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Aktualisiert am 31.12.2011
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Lexus LS 600h: Öko-Sumotori

02.09.2007

Lexus 600h
Fließend: Der neue, große Lexus setzt dem Fahrtwind weniger Widerstand entgegen.
Doppelpfeil

Mit dem LS 600h präsentiert Lexus im Jahr 2007 seine ausgereifte Hybridtechnologie erstmals im Spitzenmodell der Marke. Wie bei den Hybrid-Varianten der Lexus Modelle RX und GS steht die Zahl „600“ im Typkürzel nicht für den tatsächlichen Hubraum des Verbrennungsmotors, sondern vielmehr für den Hubraum, den ein konventioneller Verbrennungsmotor haben müsste, um eine dem Hybridantrieb des LS entsprechende Leistung zu erzielen, während das „h” auf das Hybrid System hinweist.

Die Luxuslimousine besitzt einen neuentwickelten 5,0-Liter V8-Benzinmotor, einen leistungsstarken Elektromotor, eine neu entwickelte Hochleistungsbatterie sowie eine elektronisch gesteuerte stufenlose Getriebeautomatik und permanenten Allradantrieb. Von dieser Antriebstechnologie verspricht sich die japanische Premium-Marke eine bislang unerreichte Kombination von Umweltverträglichkeit und Leistungsfähigkeit. Die 394 PS starken 5,0-Liter-V8 und die 225 PS des Elektromotors addieren sich auf einen Spitzenwert von 445 PS, gleichzeitig liegt der Kraftstoffverbrauch im Durchschnitt bei 9,3 Litern auf 100 Kilometern. Der CO2-Ausstoß liegt bei 219 g/km.

Der große Lexus verfügt über einen permanenten, mechanischen Allrad-Hybridantrieb. Das System setzt auf eine Konfiguration mit drei Differenzialen. Die Antriebskraft wird im Normalfall mechanisch im Verhältnis 40:60 zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt, die Aufteilung kann jedoch je nach Fahrsituation zwischen 30:70 und 50:50 variieren. Die Luftfederung mit adaptiven variablen Federelementen erhielt geänderte Pneumatik-Zylinder und Einrohr-Stoßdämpfer. Das System beinhaltet eine automatische Wankstabilisierung, die die Nick- und Rollbewegungen der Karosserie synchronisiert, um optimalen Fahrkomfort zu erzielen.

Lexus 600h
Coupéhaft: langgezogenes Dach mit "Hofmeister"-Knick.
Doppelpfeil

Darüber hinaus ist der LS 600h mit der geschwindigkeitsabhängig arbeitenden elektrischen Servolenkung ausgestattet, die mit einer variablen Lenkübersetzung kombiniert ist. Das Lenksystem mit elektrischer Unterstützung arbeitet geräuschlos, passt die gesamte Charakteristik der Lenkunterstützung an die jeweilige Fahrgeschwindigkeit an und reduziert den Kraftstoffverbrauch. Dank dieser Ausstattungsmerkmale kann die Lenkunterstützung aktiv in das integrierte Fahrdynamik-Management sowie die Notfall-Lenkunterstützung des Pre-Crash Safety Systems einbezogen werden.

Neben den klassenüblichen aktiven und passiven Sicherheitssystemen ist optional ein "Advanced Pre-Crash Safety System" genanntes Paket erhältlich. Es umfasst vier Funktionen: eine Objekterkennung mittels Infrarotkamera, einen Gesichtsfeldmonitor, einen Notfall-Lenk-Assistent sowie ein Heck-"Pre Crash Safety System". Ziel dieser Technologien ist es, ein optimales Fahrverhalten bei Ausweichmanövern sicherzustellen und die Folgen einer etwaigen Kollision zu minimieren.

Für eine gute Bodenhaftung, Beherrschbarkeit und Bremsleistung sind die aktiven Sicherheitseinrichtungen zu einem integrierten Gesamtsystem vernetzt. Dieses setzt sich aus einer elektronisch gesteuerten Bremsanlage, dem Antiblockiersystem, einer elektronischen Bremskraftverteilung, einer Antriebsschlupfregelung und einem elektronischen Stabilitätsprogramm sowie einer adaptiven variablen Federung, einer elektrischen Servolenkung und einer variablen Lenkübersetzung zusammen. Im Topmodell ist das System darüber hinaus in der Lage, auf die Leistungsabgabe der Motoren sowie auf die Kraftübertragung Einfluss zu nehmen. Es soll so schneller, sanfter und präziser auf Fahrsituationen reagieren, in denen ein Traktionsverlust droht.

Lexus 600h
Einfach: Unspektakuläres Heck mit simplen Leuchten.
Doppelpfeil

Das Design des LS 600h rückt ab von der uninspirierten Langeweile des Vorgängers. Durch Adaption des coupéartigen Konzepts von Lexus' Mittelklasse GS 400 erscheint die große Limousine jetzt glattgezogen und sogar ein wenig dynamisch. Die Linie bleibt jedoch vorsichtig-konservativ. Damit die Käufer ihre Entscheidung fürs Öko-Image nach außen verkaufen können, unterscheidet sich der 600h von den konventionell angetriebenen Varianten durch Hybrid-Logos, eine transparente blaue Beschichtung des vorderen Markenemblems, handpolierte Leichtmetallräder und weiße LED-Standleuchten. Die Scheinwerfer mit LED-Abblendlicht bilden mit transparenten blauen Ringen an den drei Projektionslinsen ein Erkennungszeichen. Die Lackfarbe Black Opal, eine tiefschwarze Lackierung, die im Sonnenlicht ins Blauviolette changiert, ist ebenfalls dem LS 600h vorbehalten.

Die Innenausstattung ist komplett: Geräuschdämmende Verbundglas-Seitenscheiben sowie je nach Ausstattungsumfang eine Vierzonen-Klimasteuerung mit Dachdiffusoren, klimatisierte Vordersitze und ein Hochgeschwindigkeits-Satelliten-Navigationssystem zählen dazu. Letzteres umfasst eine Funktion zur Stauvermeidung, ein 8-Zoll-Multifunktions-Touchscreen-Display mit VGA-Auflösung sowie ein System zur Steuerung von Audiosystem, Klimaanlage, Navigationssystem und Bluetooth-Freisprecheinrichtung per Sprachbefehl. Einen weiteren Bestandteil dieses Systems bildet der Lexus Park Assist Monitor. Serienmäßig ist ein Audiosystem mit zehn Lautsprechern und einem in die Armaturentafel integrierten Sechsfach-CD-Wechsler ohne Magazin.

Als zusätzliche Karosserievariante gibt es den LS 600h L mit um 120 Millimeter verlängertem Radstand. Hier gibt es als Zusatzausstattung eine für alle vier Sitzplätze getrennt regelbare Klimaautomatik, die mit einer Körpertemperatur-Messfunktion ausgestattet ist. Für den Fond bietet der Lange als Option einen klimatisierten und ventilierten Liegesitz mit einstellbarer Rückenlehne, ausfahrbaren Bein- und Fußstützen, Sitzpolsterairbag und einer Luftmassagefunktion.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Lexus)

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