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Aktualisiert am 31.12.2011
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Mercedes-Benz F 700: Über die Zukunft der Reiselimousine

12.09.2007

Mercedes-Benz F 700
Vertikale Scheinwerfer: die Form des F 700 zitiert die 1960er.
Doppelpfeil

Mit dem Forschungsfahrzeug F 700 demonstrieren die Stuttgarter wie sich besonderer Fahrkomfort mit Umweltfreundlichkeit und gute Fahrleistungen mit niedrigem Verbrauch verbinden lassen. So soll der 5,17 Meter lange F 700 durch ein innovatives und großzügiges Innenraumkonzept eine neue und komfortable Form des Reisens kultivieren. Die Limousine kann etwa den Straßenzustand vorausschauend erkennen und Unebenheiten mit einem aktiven Fahrwerk ausgleichen, was dem Federungskomfort zugute kommt. Der im F 700 vorgestellte DiesOtto-Antrieb, ein Vierzylinder mit nur 1,8 Litern Hubraum, verbindet die Stärken des emissionsarmen Ottomotors und den Verbrauchvorteil des Dieselantriebs. Der CO2-Ausstoß des innovativen Triebwerks beträgt 127 Gramm pro Kilometer entsprechend einem Verbrauch von etwa 5,3 Liter Benzin auf 100 Kilometer – für ein Fahrzeug in dieser Klasse sind diese Werte äußerst niedrig.

Möglich wird dies durch den Antriebs: Die DiesOtto-Technologie kombiniert mit ihrer neuartigen Raumzündverbrennung, der Direkteinspritzung und der Turboaufladung die hohe Leistung des Ottomotors mit dem gut nutzbaren Drehmoment und dem geringen Verbrauch eines Diesels. Dabei erreicht der Antrieb im F 700 als Vierzylinder mit zweistufiger Aufladung das Fahrleistungsniveau einer heutigen S-Klasse mit einem 3,5-Liter-V6-Benzin Saugmotor oder dem 3,0-Liter-V6-Turbo Diesel.

Mercedes-Benz F 700
Coupéhafte Linien: zum Ereichen der niedrigen Verbrauchswerte bedarf es einer guten Aerodynamik.
Doppelpfeil

Auch hinsichtlich Abroll- und Federungskomforts soll der F 700 Maßstäbe setzten. Mit zwei Laserscannern tastet das aktive Pre-Scan-Fahrwerk die Fahrbahn vor dem Auto ab. Das elektrohydraulisch geregelte Aktivfahrwerk gleicht erkannte Hindernisse vorausschauend aus und ermöglicht so ein verbessertes Komfortverhalten des Fahrzeugs.

Auch das Bedienkonzept "Servo-Human-Machine-Interface" wurde im Dienste eines fortgeschrittenen Komforts entwickelt. Das Display ist nicht nur besonders augenschonend, auch die Anzahl der Bedienelemente wurde deutlich reduziert und die Menüstruktur betont einfach gehalten. Komplexere Eingaben etwa für das Navigationsgerät kann der Fahrer im Dialog mit einem „Avatar“ – einem virtuellen Bedienungsassistenten – „besprechen“.

Mercedes-Benz F 700
Bequemer Zustieg: Die gegenläufigen Türen der Beifahrerseite.
Doppelpfeil

Bei der Entwicklung der Karosserie wurde auf viel Raum für die Fahrgäste geachtet. Vor allem der lange Radstand schafft viel Platz und erlaubt den Einbau eines so genannten "Reverse"-Sitz. Dadurch löst der F 700 die fest gefügte Sitzordnung konventioneller Limousinen auf und offeriert individuelle Sitzpositionen in oder entgegen der Fahrtrichtung – jeweils mit maximalem Raumangebot und angenehmen Komfort. Während die Türen der Fahrerseite konventionell vorne angeschlagen sind, öffnen sich die der Beifahrerseite gegenläufig und bieten so einen unbeschwerten und kommoden Zustieg,

Das Design der aerodynamisch geformten Coupé-Karosserie mit den ausgeprägt dynamischen Linien spielt mit historischen Zitaten; vertikale Scheinwerfer im Stil der Sechziger, ein eher traditionell gestalteter Kühler sowie ausgeprägte, vordere Kotflügel verbinden den F 700 mit der Markengeschichte. Dazu kommt noch ein zweigeteiltes dreieckiges Glasdach, das vor allem den hinten Sitzenden zugute kommt.

(Text: rr/pt)
(Fotos: Mercedes-Benz)

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