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Artega GT: Projekt mit Perspektive
24.09.2007
Neuer Mitspieler im Kreis der deutschen Luxussportwagen ist der Artega GT. Initiiert und finanziert vom Autozulieferer Paragon, versteht sich das Projekt als technologische Visitenkarte für den weltweit erfolgreichen Elektronikzulieferer. Der Auftrag an das Entwicklungs-Team war klar: Durch ein besonderes Konzept will der Konzern seine Gesamtkompetenz für die Automobilentwicklung demonstrieren. Henrik Fisker, ehemals Aston Martin, hat auf einer Fläche von 3950 x 1880 x 1180 mm einen breit, flach und kompakt wirkenden Körper gezeichnet. Kraftvolle und eigenwillig fließende Linien, französisch wirkende Scheinwerfer in der bulligen Front, Seitenlinien in einem flüssigen Rhythmus sowie ein Heck mit einem stramm gebogenen Abschluss werden von einem flachen, gewölbten Dach überspannt. Was von außen spartanisch-knapp aussieht, erweist sich innen als komfortabel und geräumig: Zwei Personen sind bequem untergebracht und auch beim Reisegepäck muß man sich nicht sonderlich beschränken. Vielfältige Ablagemöglichkeiten sowie zwei Gepäckabteile, die sich hinter den Sitzen und unter der Fronthaube befinden und etwa 300 Liter groß sind, machen es möglich. Sogar Wasserkisten sollen dem Vernehmen nach hinter die Sitze passen. Dem kommoden Reisen wurde auch bei der Fahrwerksabstimmung Tribut gezollt, wenngleich hier mehr die sportliche Agilität im Fokus stand. Nicht zuletzt ist, aufgrund des 80 Liter-Tanks, eine gute Reichweite zu erwarten.
Bei der Konstruktion des Wagenkörpers ging es um Leichtbau und Steifigkeit. Deshalb wählten die Ingenieure als tragendes Bauteil einen Aluminium-Spaceframe, der mit einer Karosserie aus kohlefaserverstärkten Verbundwerkstoffen beplankt ist. Ergebnis ist ein besonders gutes Leistungsgewicht der Sportwagen wiegt lediglich 1100 Kilogramm. Als Antrieb kommen Komponenten aus dem Volkswagen-Konzern zum Einsatz. Diese sind, aus Gründen der guten Raumnutzung und einer ausgeglichenen Gewichtsverteilung sowie einer guten Traktion, im Heck quer zur Fahrtrichtung eingebaut. Der 3,6 Liter große V6-Direkteinspritzer ist mit einem Direktschaltgetriebe kombiniert und in einem kompakten Gitterrohrrahmen aus hochfesten Stahlrohren montiert. Besonders wirksame Crash-Module sowie ein Seitenaufprallschutz aus Stahl schützen die Insassen ebenso wie Front- und Side-Airbags. Dazu kommen Fahrerassistenzsysteme: ein Stabilitätsprogramm, ABS sowie eine Antriebsschlupfregelung. Vier verschiedene Fahrprogramme können gewählt werden: Normal (ASP mit frühem Eingriff, TC ein), Sport (ASP mit späterem Eingriff,TC ein), Race (ASP aus,TC ein) und Off (ASP aus,TC aus). Der Spurt von Null auf 100 dauert weniger als fünf Sekunden, die Spitze liegt deutlich über 270 Stundenkilometer.
Paragon betrachtet den kompakten Zweisitzer natürlich auch als Schaufenster für die eigene Entwicklungskompetenz. Deshalb ist der Mittelmotorzweisitzer mit einer Reihe von innovativen Systemen zur Bedienung und Fahrerinformation ausgestattet. Mit neuartigen Sensor-Schaltflächen und dem innovativen Doppelzeigerinstrument für Geschwindigkeit und Drehzahl sowie frei konfigurierbaren Zusatzanzeigen in analoger Optik zeigt das Cockpit ein eigenständiges und avantgardistisches Ambiente. Zur Zeit entsteht die Fabrik im westfälischen Delbrück. Ende September 2007 soll Richtfest sein, und Anfang 2008 startet die Produktion. Spätestens Mitte des nächsten Jahres rollen die ersten Serienfahrzeuge zu den Kunden. Der Vertrieb erfolgt über ein Markenzentrum am Produktionsstandort und Stützpunkt-Händler in den großen deutschen Städten.
(Text: Rainer Roßbach) |
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