|
|
|
|
Maybach Landaulet Studie: Klassenfahrt
05.11.2007
Die Stuttgarter Luxusmarke thematisiert mit dieser Studie die in den Dreissiger Jahren populäre Karosserieform des Landaulet. Einer der letzten Vertreter dieser "herrschaftlichen" und superlangen, offenen Limousinen war der Mercedes 600 aus den 60ern mit einem Klappverdeck über der hinteren Sitzreihe. Während hier das Verdeck aber ganz dem klassischen Cabrioletprinzip entspricht, bleiben beim Maybach die seitlichen Holme sowie die C-Säule stehen. Der Fahrer muß Verzicht üben über seinem Arbeitsplatz ist ein festes Dach montiert. Es handelt sich bei der Studie also eher um eine Cabriolimousine, die ganz aktuell in Weiß lackiert ist. Weiß sind auch die dicken Leder- Fauteuils sowie Fußraum und Himmel im Fond. Einen Kontrast dazu bilden Applikationen und Zierteile in glänzendem schwarzen Klavierlack auch schwarzer Granit mit goldenen Einschlüssen dient als Zierrat. Den Passagieren stehen zwei großzügige Einzelsitze zur Verfügung, die die schon von den langen Maybach-Limousinen bekannte Liegefunktion bieten. Auf der Fondkonsole befindet sich alles, was die Langeweile vertreibt: DVD-Spieler, Sechsfach-CD-Wechsler, Kühlfach mit eigenem elektrischen Kompressor sowie ein System, das Gläser, Kelche und Champagnerflaschen sicher in Position hält. Die Passagiere dagegen werden von einer hochentwickelten Klimaautomatik gekühlt, die Offenfahren auch unter eher schwierigen Wetterbedingungen möglich machen soll.
Mit einer Trennwand kann das Arbeitsabteil richtig dicht gemacht werden, und wenn das nicht reicht, wird das Glas durch eine eingebettete Flüssigkristallfolie auf Knopfdruck undurchsichtig. Der vielleicht als Entschädigung gleichfalls luxuriös ausgeführte Fahrerbereich ist ganz schwarz. Das gilt für das Leder wie auch die Oberflächen, die wieder glänzend lackiert sind. Schwarz ist auch das Verdeck. Es kann mittels einer Elektrohydraulik geöffnet werden. Innerhalb von 16 Sekunden wird es mit den darin integrierten hinteren Fenstern aus Sicherheitsglas auf die Hutablage gelegt. Als Schonbezug dient eine weiße Leder-Persenning, die die sonst sichtbare Dachmechanik den Blicken entzieht. 20 Zoll große, weiß lackierte Felgen sowie weiße Blinker vorn und tiefrote Heckleuchten runden die Optik ab. Angetrieben wird der geöffnete Maybach vom leistungsgesteigerten V12-Motor, der auch im 57 S und 62 S eingebaut wird. Dank Biturboaufladung und Wasser-Ladeluftkühlung mobilisiert der Sechsliter 612 PS. Die Leistung steht kontinuierlich zwischen 4800 und 5100 Umdrehungen zur Verfügung, während sich das maximale Drehmoment von 1000 Newtonmetern zwischen 2000 und 4000 Umdrehungen entfaltet. Dem Fahrkomfort dienen eine elektronisch gesteuerte Luftfederung und ein adaptives Dämpfungs-System. Neben groß dimensionierten innenbelüfteten Bremsscheiben - an der Vorderachse mit jeweils zwei Bremszangen - arbeiten in der Studie zwei elektrohydraulische Bremssysteme und die üblichen Helferlein wie ESP, ASR, ABS und ein Brems-Assistent.
(Text: Rainer Roßbach )
Verwandte Themen:
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||