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Fiat Croma: Mauerblümchens zweite Chance
14.11.2007
Der Fiat Croma wurde in Deutschland bisher in homöopathischen Mengen verkauft, die wenigen, die man auf der Straße sieht, sind meist Händlerfahrzeuge. Selbst in Italien ist die Verbreitung für einen Fiat unbefriedigend. Um vom Verkaufserfolg des Grande Punto zu profitieren, wurde der Croma nun einer Verjüngungskur unterzogen und mit Stilelementen der Erfolgsmodelle aktualisiert. Die Front setzt nun auf Familienähnlichkeit. Sie wird dominiert von einem sportlichen Kühlergrill, der weitmaschig in Chrome Shadow-Lackierung und mit mittigem Markenlogo den Punto zitiert. Neu gestaltet wurde auch der untere Kühllufteinlass sowie Stoßfänger, der in die Flanken umgreift. In ihn sind auch die Nebelscheinwerfer integriert. Die Hauptscheinwerfer in Klarglastechnik mit Prägepolitur-Finish und lupenförmig ausgebildete Leuchteinheiten sind so in die Karosserie integriert, dass sie den Wagenkörper optisch strecken. Die Seitenlinie betonen neue Chromeinlagen an den Fensterrahmen und den Seitenschutzleisten und nun mattschwarz lackierten B- und C-Säulen. Der Dachspoiler am Heck sorgt für mehr Abtrieb, der Diffusor im Stoßfänger ist dagegen reine Show. Das Wageninnere hat sich wenig verändert. Die neuen Sitzbezüge gibt es wahlweise in Textil oder Leder, ein neu gestyltes Lenkrad, farblich abgestimmtes Armaturenbrett und neue Zierleisten in Wengeholz-Optik geben dem Innenraum mehr Eleganz.
Neu sind auch einige Ausstattungsoptionen. Auf Wunsch kann man nun einen in das Wagendach integrierten DVD-Player samt abklappbarem 5-Zoll-Screen und das schon aus dem Punto und der Lancia-Palette bekannte Infotelematiksystem Blue&Me NAV sowie Nebelscheinwerfer mit Kurvenlichtfunktion ordern. Maße, Platz und Ladevolumen bleiben unverändert, ebenso die Motorisierung. Sie umfasst zwei Vierventil-Benziner (1.8-Liter mit 100 kW/136 PS und 108 kW/147 PS starker 2.2-Liter-Vierventil-Motor), die mit einem Fünfganggetriebe (2,2-Liter wahlweise auch mit sequentiellem Automatikgetriebe) gekoppelt sind, und drei Multijet-Diesel. Die Bandbreite der serienmäßig mit einem Rußpartikelfilter und Sechsganggetriebe ausgestatteten Diesel reicht vom 1.9-Liter Multijet mit 88 kW (120 PS) und dessen 110 kW (150 PS) starkem, wahlweise mit einer 6-Gang-Automatik angebotenem Vierventil-Pendant bis zum 2.4-Liter-Fünfzylinder-Vierventil-Multijet-Diesel mit 147 kW (200 PS) Leistung. Er wartet mit einem maximalen Drehmoment von 400 Nm bei 2.000 U/min auf, beschleunigt den neuen Fiat Croma in 8,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, garantiert ihm eine Höchstgeschwindigkeit von 216 km/h und verbraucht 7,2 l/100. Der 2.4-Liter-Multijet-Diesel wird ausschließlich in Kombination mit einer Sechsgang-Automatik mit sequentieller Schaltung angeboten. Die überarbeitete Ausgabe ist ab Dezember in Deutschland im Handel.
(Text: dr )
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