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Aktualisiert am 09.09.2010
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Porsche 911 GT3 Cup: Neu aufgelegt

03.12.2007

Porsche 911 GT3 Cup
265 Exemplare des Porsche GT3 Cup werden für die Saison 2008 gebaut.
Doppelpfeil

Mit einer auf 420 PS gesteigerten Leistung startet der neue Porsche 911 GT3 Cup in die Motorsportsaison 2008. Eingesetzt wird er im Porsche-Mobil1-Supercup, dem schnellsten internationalen Markenpokal der Welt, sowie weltweit in den nationalen Porsche Carrera Cups und den GT3 Cup Challenges. 265 Exemplare des in Weissach entwickelten seriennahen Rennwagens werden auf der Produktionslinie in Stuttgart-Zuffenhausen gebaut.

Die auffälligste Veränderung im Vergleich zum Vorjahresmodell ist das neue Heckteil, das dem Design des Serienfahrzeuges entspricht. Die Lüftungsschlitze sorgen für eine bessere Wärmeableitung im Heckbereich. Der in Weissach entwickelte 3,6-Liter-Sechszylinder basiert ebenfalls auf dem straßenzugelassenen GT3 und leistet 420 PS; beim Vorgänger waren es 20 PS weniger.

Der wassergekühlte Vierventil-Boxermotor ist mit einer Trockensumpfschmierung, einem Zweistufen-Resonanz-Ansaugverteiler sowie einer sequenziellen Multi-Point-Einspritzung ausgerüstet und entwickelt ein maximales Drehmoment von 420 Nm bei 8.400 U/min. Die Rennauspuffanlage ist mit einem geregelten Katalysator ausgestattet und endet in einem Endschalldämpfer mit Doppelendrohr in zentraler Anordnung. Für den Porsche-Mobil1-Supercup kommen spezielle Endrohre zum Einsatz.

Das sequentielle Sechsgang-Getriebe mit Zugkraftunterbrechung ermöglicht das Hochschalten bei Vollgas ohne Kupplungsbetätigung. Das Getriebe wurde optimiert und die Übersetzung an die Motorcharakteristik angepasst. Das Einsatzgewicht von 1150 Kilogramm entspricht einem Leistungsgewicht von 2,7 Kilogramm pro PS.

Die 26 für den Porsche-Mobil1-Supercup gebauten Exemplare des 911 GT3 Cup weisen ein markantes, an das Formel 1-Umfeld angepasstes Klangbild auf. Der Abbau von Bewegungsenergie erfolgt mittels der Porsche-Keramik-Verbundbremse PCCB (Porsche Ceramic Composite Brake). Im Vergleich zu konventionellen Bremsscheiben verringert PCCB die ungefederten Massen um 20 Kilogramm und setzt neue Maßstäbe in Sachen Ansprechverhalten, Fadingstabilität und Haltbarkeit. An der Vorderachse kommen einteilige Sechskolben-Aluminium-Festsättel und innenbelüftete 380 mm-Scheiben zum Einsatz, während an der Hinterachse solche mit einem Durchmesser von 350 mm eingebaut sind.

Porsche 911 GT3 Cup
Beim Porsche 911 GT3 Cup kommen dreiteilige BBS-Leichtmetallräder mit Zentralverschluss zum Einsatz.
Doppelpfeil

Die Vorderachse ist eine McPherson-Konstruktion. Sachs-Gasdruck-Stoßdämpfer, doppelte Schraubenfedern, sturzeinstellbare Vorderachslenker und verstellbare Schwertstabilisatoren übernehmen die Radführung. Hinten kommt eine Mehrlenker-Achse mit starr aufgehängtem Achsträger zum Einsatz. Hier sind auch Sachs-Gasdruck-Stoßdämpfer, doppelte Schraubenfedern sowie sturzeinstellbare Hinterachslenker im Einsatz, zudem ist die Hinterachsspurstange verstärkt und stufenlos einstellbar. Das Gesamtfahrwerk ist in Höhe, Sturz und Spur stufenlos verstellbar.

Die selbsttragende Karosserie besteht aus feuerverzinktem Stahl. Aus CFK dagegen ist die aerodynamisch optimierte Frontverkleidung mit Frontspoiler und auch die Scheibenrahmen der Türen bestehen aus dem stabilen Verbundmaterial. Der Heckdeckel mit verstellbarem Heckflügel besteht – wie die Heckverkleidung – gleichfalls aus Karbon.

Komplettiert wird die Karosserie durch eine Luftheberanlage, einem eingeschweißten Überrollkäfig sowie einem Rennschalensitz mit schwer entflammbarem Sitzbezugstoff auf der Fahrerseite. Der Sechspunkt-Sicherheitsgurt ist für den Einsatz mit dem Kopf- und Nacken-Schutzsystem HANS (Head And Neck Support) angepasst. Dazu gibt es dann noch eine elektrische Feuerlöschanlage, einen 90-Liter-Kraftstofftank sowie einen Sicherheitsbügel zur Batteriefixierung.

Für die Feinabstimmung und das Einfahren der 911 GT3 Cup zeichnet die Rennabteilung in Weissach verantwortlich. Die Auslieferung erfolgt je nach Land von Weissach aus. Während die Fahrzeuge für den Carrera Cup Neuseeland bereits verschickt wurden, ist die Auslieferung der für den Porsche-Mobil1-Supercup und den Carrera Cup Deutschland bestimmten Rennwagen für Anfang März 2008 vorgesehen.

(Text: rr/pt)
(Fotos: Porsche)

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