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Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
Jaguar Toter-Winkel-Überwachung: Das Auto blickt zurück

31.12.2007

Jaguar XF mit Toter-Winkel-Überwachung
Mit dem neuen Assistenzsystem blickt das Auto selbstständig über die Schulter zurück.
Doppelpfeil

Laut amtlicher Verkehrsunfallstatistik des Statistischen Bundesamtes ereigneten sich 2006 auf bundesdeutschen Straßen insgesamt 14586 Unfälle, bei denen zwei seitlich in gleicher Richtung fahrende Fahrzeuge kollidierten. Dabei verloren insgesamt 134 Menschen ihr Leben, in 2154 Fällen gab es Schwerverletzte zu beklagen. In wie vielen Fällen die Missachtung des Toten Winkels die primäre Unfallursache war, sagt die Statistik zwar nicht aus, doch es ist davon auszugehen, dass es die überwiegende Anzahl war. Denn wer hat es nicht schon einmal selbst erlebt? Auf der Autobahn setzt ein anderer Verkehrsteilnehmer ausgerechnet dann zum Überholen an, in dem man selbst auf die andere Spur wechseln möchte. Weil sich das andere Fahrzeug gerade im "Toten Winkel" befindet, bleibt es im Rückspiegel unsichtbar. Im günstigsten Fall endet eine solche Begegnung mit einer Schrecksekunde, im ungünstigsten kommt es zu einer Kollision mit fatalem Ausgang.

Mit einem neuen Assistenzsystem will Jaguar "Begegnungen der kritischen Art" zukünftig verhindern und bietet den neuen XF daher optional mit einem in Zusammenarbeit mit Valeo entwickelten "Bild Spot Detection (Toter Winkel Überwachung)"-System an. Im Gegensatz zu Systemen dieser Art von anderen Anbietern stützt sich das Jaguar-System weder auf Minikameras noch auf Ultraschall, sondern auf zwei im hinteren Stoßfänger platzierte Radarsensoren. Meldet einer von beiden ein unsichtbares Objekt im Toten Winkel, erscheint im rechten oder linken Außenspiegel ein Warnsignal in Form eines gelben Piktogramms.

Die vom französischen Automobilzulieferer Valeo und dem amerikanischen Eletronikkonzern Rytheon entwickelte Anlage nutzt das 25 MHz-Band, das weltweit und langfristig für den Einsatz in Automobilen zugelassen ist. Die Toter-Winkel-Überwachung im neuen Jaguar XF wird über das CANBUS-Netzwerk des Autos gesteuert und besteht aus zwei unsichtbar und der "Haut" des Heckstoßfängers montieren Radar-Empfängern. Ab einer Geschwindigkeit von 16 km/h überwachen sie kontinuierlich einen Bereich von 2,5 Metern neben und 7,0 Metern hinter dem Auto.

Dank des Einsatzes mehrstrahliger Sensoren zur Objekterkennung kann das System die Position und den Abstand des Objektes sowie dessen relative Geschwindigkeit und Fortbewegungsrichtung mit hoher Genauigkeit erkennen. Der Radarschirm bietet eine hohe Winkelauflösung, große Genauigkeit und zusätzlich die Möglichkeit, mehrere Ziele gleichzeitig zu erfassen und zu verfolgen. Zugleich sind die Sensoren im Vergleich zu Mikro-Kameras deutlich unempfindlicher gegen Witterungseinflüsse und arbeiten auch bei Dunkelheit zuverlässig.

(Text: dr )
(Foto: Jaguar )

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