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Aktualisiert am 31.12.2011
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Land Rover LRX: Cross-Coupé

19.12.2007

Land Rover LRX
Naturbursche, auf elegant poliert: der Land Rover LRX.
Doppelpfeil

Die Land Rover Studie für den Detroiter Salon, der Anfang 2008 über die Bühne geht, ist ganz á la Mode. SUV-Coupés sind - ob sinnvoll oder nicht - im Trend. Während BMW mit dem X6 die großen Tiere anspricht, ist der LRX relativ kompakt. Darüber hinaus ist er konstruiert, um weniger Kraftstoff zu verbrauchen und den CO2-Ausstoß zu verringern: Beispielsweise durch ein niedriges Gewicht oder den geringeren Luftwiderstandsbeiwert, der aus einer kleinerer Stirnfläche resultiert.

Optisch zeigt der LRX ein dynamisches Profil und eine kräftige Schulterpartie, die durch die ansteigende Gürtellinie zusätzlich betont wird. Die Verglasung umgibt die obere Hälfte des Allradlers und macht so die Struktur von außen erkennbar: Durch Seitenscheiben und Dach scheint die Konstruktion der oberen Karosseriehälfte durch.

Die Räder sind so weit wie möglich in Richtung der Fahrzeugkanten verschoben, um Stabilität zu signalisieren. Gleichzeitig ist der LRX mit seinem typischen Frontdesign als Mitglied der Land Rover-Familie erkennbar. Wichtige Details der Gestaltung sind die neu interpretierte, schalenförmige Land Rover-Motorhaube, auffällige Scheinwerfer, konisch zulaufende Klarglas-Blinkereinheiten vorn und hinten sowie schmale seitliche Lufteinlässe. Die voluminösen Radhäuser beherbergen 20-Zoll-Leichtmetallräder.

Bei der Gestaltung der Karosseriekanten wurde darauf geachtet, dass sie optisch die vorderen und hinteren Überhänge verkleinern. Für ausgewogene Proportionen und eine schlichte Eleganz sorgen wohl kalkulierte Detaillösungen: Zum Beispiel der Zwei-Streben-Kühlergrill, die in den Fahrzeugschultern verborgenen Türgriffe oder grafische Details, die aus der ansonsten glatten Karosserieoberfläche ausgestanzt statt einfach nur aufgebracht wurden.

Das Interieur ist in einer Kombination aus Leder in Gelbbraun und Schokoladenbraun sowie Applikationen aus poliertem Aluminium ausgeführt. Die geneigte Mittelkonsole nimmt LCD-Anzeigen auf, die ein dreidimensionales Bild erzeugen, das sich für verschiedene Fahrer personalisieren lässt. Gesteuert werden alle wichtigen Funktionen mittels eines Touchscreens. Die Instrumente versorgen den Fahrer mit nach Wichtigkeit abgestuften Informationen. Falls nötig, werden diese zwischen den Anzeigen in der Armaturentafel und dem Touchscreen übertragen. Zum Charakter des LRX trägt schließlich sein Lichtkonzept bei: Die Hintergrundbeleuchtung variiert je nach Fahrmodus – Grün in "Eco", Rot im Sport- und Blau im Standardmodus.

Die Raumnutzung verspricht Flexibilität und Praxistauglichkeit. So verfügt die Studie über einen zweiten Touchscreen, der als Anzeige und Steuerung für die integrierte iPhone-Dockingstation dient. An jeder Seite der horizontal geteilten, elektrisch betätigten Heckklappe befinden sich abnehmbare und einstellbare Lautsprecher mit einer iPod-Dockingstation. Weiterhin verfügt der LRX über eine Kühlbox und einen Flaschenkühler, der auch an der geöffneten Heckklappe befestigt werden kann. In die Heckklappe selbst sind Aluminium-Getränkehalter und zwei gepolsterte Sitzflächen integriert.

Das Dach ist durchsichtig und mit einem unterstützenden netzförmigen Rahmen unterlegt, der sich bis zu den A-Säulen erstreckt, während verglaste Öffnungen in den D-Säulen Übersicht und Helligkeit der Kabine verbessern. Die Sitze des Concept Cars bewegen sich beinahe "fließend" auf jeweils einem Sockel. Offene Sitzrahmen unterstützen nicht nur die luftige Atmosphäre, sie bieten zudem weitere Staufächer unter den Sitzen und im Wagenboden. Die Mechanik der Sitzlehnen wiederum kommt der Flexibilität des Innenraumes zugute: Dank ihrer Hilfe entsteht eine große, ebene Ladefläche mit zahlreichen Stau- und Verzurrmöglichkeiten. Im Heckabteil mit Durchladeoption wird so auch der Transport von Fahrrädern, Skiern oder Surfbrettern möglich.

Die offene Struktur der Sitze und der Instrumententafel dient der Gewichtseinsparung, genau wie die Verwendung von Polycarbonat im Dach und an den Seiten, das rund 40 Prozent leichter als Glas ist. Die großzügige Verwendung von Aluminium macht darüber hinaus nicht nur den Wagen leichter, sie vereinfacht auch das spätere Recycling. Und bei dem luxuriös wirkenden vanillefarbenen "Wildleder" an Türinnenseiten und Dachhimmel handelt es sch um ein Material, das zu einhundert Prozent aus alten Kunststoffflaschen wiedergewonnen wurde.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Land Rover)

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