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Aktualisiert am 31.12.2011
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Mazda 5: Sieben im Fünf

05.01.2007

Mazda 5
Trotz der sportlichen Form verfügt der Mazda 5 über großzügige Platzverhältnisse und eine ausgezeichnete Variabilität

Vom Nischenmodell mutierte der Kompakt-Van zu einer der beliebtesten Auto-Klassen. Das führte im vergangenen Jahrzehnt zur Entwicklung zahlreicher Modelle der verschiedensten Hersteller. Die Umsatzzahlen dieser „Multis“ erreichten inzwischen Größen, die man noch vor wenigen Jahren als utopisch bezeichnet hätte: Allein 2004 wurden in Europa rund 1,4 Millionen Kompakt-Vans verkauft.

Mazdas aktuelles Angebot in der Klasse dieser familientauglichen Fahrzeuge als Nachfolger des 1999 in Europa eingeführten Premacy heißt „5“. Seine wichtigsten Kriterien vorab: ausreichend Platz bei hoher Variabilität, günstiger Preis, komplette Sicherheits- und Basisausstattung, solide Verarbeitung, sicheres Fahrverhalten, gute Fahreigenschaften, guter Fahrkomfort. Ständige Modifikationen und Innovationen bei diesen kompakten Universal-Transportern sorgten dafür, dass die Messlatte – vor allem beim Innenraum – inzwischen wesentlich höher liegt als noch vor Jahren. Heutzutage sind nämlich „siebensitzige Kompakt-Vans“ klar im Vorteil.

Mazdas „5er“ bietet aber nicht nur diesen Vorteil (die Plätze sechs und sieben eignen sich allerdings eher für Kinder), sondern hat mit dem so genannten „Karakuri-Konzept“ einen weiteren Baustein, der zur optimalen Nutzung führt: Das Innere des Wagens lässt sich mit wenigen Handgriffen von einem Vier- in einen Siebensitzer verwandeln. So kann zum Beispiel der dritte Sitz der mittleren Reihe einfach aus dem linken Sitz „hervorgezaubert“ werden. Hat die Beladung Priorität, kann der Raum zwischen den Einzelsitzen der zweiten Reihe aber auch mit einer Ablagebox genutzt werden, die sich jetzt eben in bester „Karakuri-Manier“ zusammengefaltet in der Konsole des rechten Sitzes befindet. Die beiden Sitze der dritten Reihe können durch Ziehen eines Riemens mit einem Handgriff zusammengelegt werden, so dass eine ebene Ladefläche entsteht. Als Zweisitzer gefahren, sind mehr als 400 Liter Ladevolumen vorhanden. Werden die beiden hinteren Sitzreihen flach gelegt, steigt das Fassungsvermögen auf rund 840 Liter (bis Fensterunterkante) an. Dabei ist das Gepäckabteil jederzeit dank der großen, hoch öffnenden Heckklappe und der niedrig angeordneten Ladekante gut zugänglich und gut zu be- und entladen. Verschiebbar (um 28 Zentimeter) sind übrigens die Sitze der zweiten Reihe. Und die Sitzplätze in Reihe drei sind in wenigen Sekunden versenkt oder aufgerichtet – praktische Lösungen.

Mazda 5
Schiebetüren für einen bequemen Zugang zu den hinteren Sitzreihen

Gut zugänglich ist auch der Innenraum: Zwei seiner fünf Türen sind (serienmäßig) zum Schieben – Mazda ist zurzeit in diesem Segment in Europa der einzige Hersteller, der eine solche Detaillösung anbietet. Beide Schiebetüren können leicht mit einer Hand geöffnet werden und geben einen 70 Zentimeter breiten Zugang frei, durch den die Mitfahrer in der zweiten und dritten Sitzreihe bequem aus- und einsteigen können.

Den „5er“ gibt es in den drei Ausstattungsvarianten „Comfort“, „Exclusive“ und „Top“. Die Motorisierungen: als Benziner in einer 1.8-Liter-Version (85 kW/115 PS) und in der 2-Liter-Variante (107 kW/145 PS). Besonders attraktiv, da verbrauchsgünstig, sind die beiden 2.0-Liter-Common-Rail-Turbodiesel (81 kW/110 PS und 105 kW/143 PS). Diese Aggregate wurden serienmäßig mit einem neu entwickelten manuellen Sechsganggetriebe kombiniert. Die im Mazda 5 eingebauten Benzinmotoren sind Euro-4-konform, die Selbstzündervarianten wurden europaweit serienmäßig mit einem Diesel-Partikelfilter (DPF) ausgerüstet. Der hier vorgestellte Testwagen, ein 2.0-Liter-Benziner, beeindruckt nicht nur mit seinen guten Fahrleistungen (0 auf 100 km/h in rund zehn Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 200 km/h). Vielmehr ist der Drittelmix-Verbrauch des 1400 Kilogramm schweren Wagens mit rund acht Litern (Tankinhalt 60 Liter) zeitgemäß und unterstreicht einmal mehr das gute Preis-/Leistungsverhältnis des Japaners. Das ist nach wie vor ein wichtiges Kaufargument, besonders bei „Familienfahrzeugen“.

Der „5er“ bietet aber noch mehr: Auch sportliches Flair wird geboten, denn der handliche und agile Fronttriebler mit seinem straffen – dennoch komfortabel abgestimmten – Fahrwerk macht gerade auf Landstraßen viel Spaß – sportliche Familienväter wird’s freuen. Der Preis: 22 600 Euro.

(Text: Jörg-Thomas Födisch )
(Fotos: Mazda)

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