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Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
Fiat Scudo Panorama: Platz gemacht

22.03.2007

Fiat Scudo
Flott: Die Front des Fiat Scudo ist gefällig.
Doppelpfeil

Fiats neuer kompakter Transporter ist in allen Dimensionen gewachsen und fordert jetzt Mercedes-Benz Viano und VW T5 heraus. Eine breite Palette an Karosserievarianten sowie zwei Radstände ermöglichen eine passgenaue Konfiguration auf unterschiedliche Einsatzbedingungen.

Am oberen Rand der Palette sind die Panorama-Varianten angesiedelt, die mit PKW-ähnlicher Austattung und komfortablem Fahrverhalten aufwarten. Zwei Radstände (3.000 mm und 3.122 mm) lassen einem die Wahl zwischen kompakter Abmessung und großzügigem Raum. Auch das Design gefällt: Eine große Kühlermaske sowie bogenförmige Klarglasleuchten geben dem Scudo ein unverwechselbares Gesicht. Die großzügig dimensionierte Windschutzscheibe leitet über zu einem kubischen Wagenkörper, der mit bis zu 875 Kilogramm beladen werden kann. Für den Acht- oder Neunsitzer kann dieser Wert nochmals um 120 Kilogramm erhöht werden. Teillackierte Stoßfänger, Radvollblenden, verkleidete Heckscharniere und Nebelscheinwerfer sorgen für eine hochwertige Anmutung.

Innen gefällt die transportertypische hohe Sitzposition. Auch wenn das zweifarbige Armaturenbrett die Abstammung aus einem Nutzfahrzeug nicht verleugnen kann, überzeugt es aufgrund seiner Ergonomie und der keineswegs billig anmutenden Materialien. Das zentrale Instrumentenbord mit Drehzahlmesser und Tachometer ist blendfrei unter einer Kuppel angeordnet. Zentral untergebracht sind der in die Armaturentafel integrierte Schalthebel, die Regler für die manuelle Klimaanlage sowie die Radio-Bedientasten und ein Multifunktionsdisplay. Zahlreiche Ablagen sowie ein Handschufach bieten großzügigen Stauraum. Dazu gibt es noch zwei große Ablagefächer unter dem Kabinendach.

Fiat Scudo
Kantig: Hinter dem Fahrerabteil geht es vor allem um Platz.
Doppelpfeil

Der Fahrersitz verfügt über eine regulierbare Lordosenstütze, ist bequem und stufenlos in der Höhe einstellbar. Eine Schiebetür auf der Beifahrerseite, fünf komfortable Sitze sowie der voll mit Teppichboden sowie Deckenvlies verkleidete Passagierraum machen auch das Leben der Mitfahrer kommod. Dank leicht erhöht angeordneter Sitze in der zweiten und dritten Reihe haben sie eine optimale Sicht auch nach vorn. Anteil daran hat auch die großzügige Verglasung, die bei den Versionen mit langem Radstand rund 5,84 Quadratmeter beträgt.

Der Fiat Scudo Panorama Executive ist nochmals aufgewertet. Das Topmodell bietet zusätzlich verchromte Türgriffe und auf Wunsch in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger sowie Seitenschutzleisten und Außenspiegel. Auch in der Innenausstattung kann der Executive punkten. Er wird wahlweise als Fünf-, Sechs- oder Acht-Sitzer angeboten und bietet mit Velours-Sitzen, einer automatischen Zwei-Zonen-Klimaanlage, sechs Luftdüsen und Deckenleuchten für die zweite und dritte Sitzreihe sowie einem Radio mit CD-Player und sechs Lautsprechern ein wohnliches Ambiente.

Die aktiven und passiven Sicherheitssysteme bestehen aus Front - und Seitenairbags, ABS und ESP. Auf Wunsch können Seiten- und Kopfairags für das Fahrerhaus geordert werden. Regen-Park- und Lichtsensor, Tempomat sowie elektrisch verstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel runden die Ausstattung ab.

Fiat Scudo
Aufgeräumt: Das Cockpit überzeugt mit Ergonomie und vielen Stauräumen
Doppelpfeil

Leistungsstärkster Motor ist ein 2.0-Liter Multijet-Diesel von PSA mit 136 PS. Das serienmäßig mit einem Dieselpartikelfilter ausgestattete französische Triebwerk ist mit einem maximalen Drehmoment von 320 Nm bei 2000 U/min recht durchzugsstark und verbindet im Scudo 140 Multijet DPF ordentliche Fahrleistungen – die Höchstgeschwindigkeit beträgt 170 km/h – mit guter Wirtschaftlichkeit. So liegen etwa Wartung und Ölwechsel nur alle 30.000 km an.

Beim frontgetriebenen Scudo kommen an der Vorderachse McPherson-Einzelradaufhängungen mit hydraulischen Teleskopstoßdämpfern und Schraubenfedern zum Einsatz, hinten garantiert eine Luftfederung mit auomatischer Niveaureglierung hohen Komfort. In Verbindung mit der Up-/Down-Funktion kann die Ladekante in der Höhe abgesenkt werden. Innenbelüftete Scheibenbremsen vorn und Scheiben hinten übernehmen die Verzögerung.

Der Fiat Scudo Panorama braucht die deutsche Konkurrenz nicht zu fürchten: Durchdacht konstruiert, mit einem tadellosen Fahrverhalten und einer guten Qualitätsanmutung ist der geräumige Italiener eine echte Alternative. Vor allem wenn man auf den Preis sieht: Die günstigste Panorama-Version, ein Sechssitzer mit 90 PS-Multijet-Diesel ist schon ab 21.700 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer zu haben – das Spitzenmodell, der Panorama Executive mit fünf Sitzen und 140 PS, kostet 27.400 Euro plus Mehrwertsteuer. Wer mehr Sitze haben möchte oder etwa ein Navigationsgerät muss nochmals in die Tasche greifen. Die Preise für Zusatzausstattungen bleiben aber insgesamt moderat.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Fiat, @@utor)

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