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Aktualisiert am 31.12.2011
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CitroŽn C6 HDI FAP Pallas: FranzŲsischer Souveršn

26.03.2007

CitroŽn C6
Vom sanft gerundeten Bug fließt die coupé-förmige Karosserie über ein weit geschwungenes Dach auf ein kurzes Heck.
Doppelpfeil

"Ich glaube, daß das Auto heute das genaue Äquivalent der großen gotischen Kathedralen ist. Ich meine damit: eine große Schöpfung der Epoche, die mit Leidenschaft von unbekannten Künstlern erdacht ... Jetzt wird es zugleich vergeistigter und objektiver, und trotz manchen neuerungssüchtigen Selbstgefälligkeiten ist es haushälterischer ... all das bedeutet eine Art Kontrolle, unter der die Bewegung steht, die mehr als Komfort denn als Leistung aufgefaßt wird. Offensichtlich tritt an die Stelle der Alchimie der Geschwindigkeit ein anderes Prinzip: Fahren wird ausgekostet".

So der französische Philosoph Roland Barthes über den neuen großen Citroën. Zwar handelte es sich hier um die Vorstellung der "Deesse" auf dem Pariser Salon 1955, ein ähnlicher Geist findet sich aber auch im aktuellen C6.

Die große Limousine ist ein Juwel, das viele Elemente der eleganten Studie C6 Lignage aus dem Jahr 1999 übernommen hat. Rahmenlose Seitentüren und der elegante Bogen des Dachs, die ungewöhnliche konkave Heckscheibe und die avantgardistisch geformten Heckleuchten geben dem großen Citroën eine außergewöhnliche Präsenz. Selbst der feststehende Heckspoiler der Pallas-Version fügt sich wie von selbst in die Form ein. Das markante Gesicht mit dem großen Doppelwinkel wird von zwei eleganten konkaven Frontleuchten eingefasst. Diese sind mit mitlenkenden Bi-Xenonlampen ausgerüstet und bieten eine hervorragende Ausleuchtung der Straße.

CitroŽn C6
Geschwungene Leuchten, sich kreuzende Sicken und die konkave Scheibe machen das Heck zum absoluten Blickfang
Doppelpfeil

Schönheit wird beim C6 nicht mit funktionellen Nachteilen bezahlt. Der Radstand von 2600 Millimetern verschafft Platz. Üppig sind die vorderen Sitzverhältnisse und hinten finden sowohl die Beine als auch die Köpfe von Personen mit mehr als 1,90 m Körperlänge komfortable Verhältnisse vor. Die Sitze sind straff, aber bequem, bieten guten Seitenhalt und erlauben ermüdungsfreies Reisen über lange Strecken. Das Leder des üppig gepolsterten Gestühls ist von guter Qualität und die Vordersitze können bequem und über einen Multifunktions-Schalter in den Türinnenseiten in eine passende Sitzposition gefahren werden. Eine serienmäßige Fußraumbeleuchtung erzeugt eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Der Stil der Inneneinrichtung ist gediegen: Holzeinlagen sowie Alu- und Chromapplikationen entsprechen dem Standard der Klasse. Es gibt jede Menge Ablagefächer und in den Türen sind halbellyptische Staufächer untergebracht, die mit einem aufwändigen Schließmechanismus versehen sind. Die Information des Fahrers geschieht über ein wunderbar reduziertes, schmales und raffiniert aufgebautes Digitalinstrument, das nur die wirklich notwendigen Angaben liefert. Ergänzend spiegelt ein Head-up-Display etwa die Geschwindigkeit genau in den Sichtbereich des Fahrers auf die Windschutzscheibe.

CitroŽn C6
Das aufgeräumte Cockpit des C6 gibt keine Rätsel auf, die Tastenbelegung der Mittelkonsole muß jedoch studiert werden.
Doppelpfeil

Nicht schön ist, dass das Display des Bordcomputers oben auf dem Armaturenbrett tront – Eleganz sieht anders aus. Ansonsten ist das Cockpit übersichtlich und aufgeräumt. So ist die Mittelkonsole, die auf den ersten Blick etwas unübersichtlich aussieht, auf den zweiten Blick klar strukturiert und logisch aufgebaut. Auch die Lenkstockhebel rund ums Lenkrad geben keine Rätsel auf. Das Lenkrad, wiewohl mit Leder verkleidet und mit gutem Griff, fällt gegenüber der Lösung im Mittelklasse-Modell C4 ab. Dessen feststehende Nabe mit intelligent positionierten Multifunktionstasten würde dem C6 besser zu Gesicht stehen.

Ein wenig Kritik gebührt dem manuellen Sechsgang-Getriebe: An der Abstufung lässt sich nichts bemängeln, aber die Ebenen sind wenig exakt definiert und auf dem Weg zwischen den Gängen hakt es manchmal. Der Federungskomfort dagegen ist tadellos: Die Hydropneumatik arbeitet exzellent und verleiht der Limousine den Charakter einer Sänfte. Eine Besonderheit dieses Systems liegt in der automatischen und manuellen Niveauregulierung. Die Bodenfreiheit wird je nach Fahrsituation angepasst und die Karosserie kann auf Knopfdruck abgesenkt oder angehoben werden. Alternativ kann ein Sportmodus gewählt werden, der aber nicht unbedingt zum komfortablen Charakter des C6 passt.

CitroŽn C6
Der Kofferraum kann nur über eine relativ kleine Öffnung beladen werden und fasst durchschnittliche 421 Liter.
Doppelpfeil

Die Technik versieht unauffällig ihren Dienst: Der 2179 ccm große Vierzylinder-Diesel gibt nur im Leerlauf Auskunft über seine Bauart. Ansonsten hat das 170 PS-Triebwerk mit Partikelfilter wenig Mühe mit den 1,9 Tonnen des C6 und ist ein angenehm leiser und durchzugsstarker Partner. Etwas mehr als zehn Sekunden braucht der Selbstzünder bis auf 100 Stundenkilometer und die Spitze liegt bei beachtlichen 217 km/h. Dabei ist der Durchschnittsverbrauch alles andere als hoch: Ohne wirklich langsam unterwegs zu sein kann man den Verbrauch auf gute 8,1 Liter auf 100 Kilometer drücken. Auch die Bremsen – ein Zweikreissystem mit innenbelüfteten Scheiben vorne, ABS mit elektronischen Bremskraftverteiler und Bremsassisten – verrichten ihre Arbeit souverän. Erwähnenswert ist die gute Sicherheitsausstattung mit bis zu neun Airbags, darunter einem Knie-Airbag. Dazu kommt der zur Zeit beste Fußgängerschutz dank einer aktiven Motorhaube, die sich bei einem Unfall automatisch einen Spalt anhebt.

Mit einem Grundpreis von 44.210 Euro ist der C6 HDI 170 Biturbo FAP Pallas kein Schnäppchen, aber gut ausgestattet. Unter anderem sind Klimaautomatik, Tempomat, dynamisches Kurvenlicht und ein Spurwechselassistent serienmäßig. Dieser Preis muss aber nicht das letzte Wort sein: Die deutsche Citroën-Vertretung ist für ihre kreativen und kundenfreundlichen Angebote bekannt.

Insgesamt ist der C6 ein großer Entwurf mit dem Zeug zum Klassiker. Seine außergewöhnliche Form und seine objektiven Qualitäten stellen ihn in eine Reihe mit Citroëns Ikonen 11 CV und DS – und das scheint die Gemeinde genauso zu sehen. Denn wenn man als Fahrer eines C6 von Besitzern eines 11 CV mit der Lichthupe gegrüßt wird, kommt das einem Ritterschlag gleich.

(Text: Rainer RoŖbach)
(Fotos: Citroën)

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