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Aktualisiert am 31.12.2011
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Nissan Qashqai 1.5 dCi: Anders, artig

20.04.2007

pfeil  Technische Daten 

Nissan Qashqai
Schmale Fenster: Das große Glasdach dient dem Wohlbefinden.
Doppelpfeil

Mit dem biederen Almera konnte Nissan im hart umkämpften C-Segment nie recht Fuß fassen, denn die Platzhirsche Golf, Focus und Astra lassen der Konkurrenz bislang wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Die erfolgreichen Vertreter der Klasse zeichnen sich durch solide Vielseitigkeit aus, ohne großen Glanz zu verbreiten. Der Qashqai ist anders: Durch den Mix von SUV-Elementen mit den praktischen Vorzügen des Segments versucht der Japaner, sich vom grauen Einerlei abzuheben. "Crossover" sagt die Werbung, aber letztlich ist das Karosseriekonzept konventionell.

Ein höher gelegtes Fahrwerk, Stoßfänger in Kontrastfarben, ausgestellte Radhäuser und eine ansteigende Linie vermitteln rustikale Sportlichkeit. Die Fenster werden nach hinten recht klein und der rückwärtige Sitzraum dadurch recht dunkel – hier hilft nur das optional erhältliche große, gläserne Dach. Die erhöhte Sitzposition ist dagegen ein klarer Pluspunkt. Das Heck mit den trapezförmigen Rückleuchten ist zwar nicht spektakulär, aber schön. Die Front dagegen wirkt mit dem großen grauen Plastikkühler und chromgefasstem Logo recht bieder.

Nissan Qashqai
Konventionell: Das chromgefasste Logo gibt der Front Charakter.
Doppelpfeil

Der Qualitätseindruck ist überzeugend. Die Karosserie wirkt gediegen und solide, der Innenraum punktet mit einer sauberen Verarbeitung und hochwertigen Materialien. Geschmackvoll angerichtete Instrumente und ein schönes Multifunktionslenkrad in Verbindung mit einer gut strukturierten Mittelkonsole bieten dem Fahrer einen angenehmen Arbeitsplatz. Sitzposition und Polsterung sind angenehm und der Innenraum ist dank einer asymmetrisch teilbaren Rücksitzbank variabel. Der Einstieg in den Fond ist wegen des begrenzten Öffnungswinkels der Türen eng, sobald man dort Platz genommen hat wird man mit reichlich Knieraum verwöhnt.

Der Kofferraum fasst 410 Liter und lässt sich auf 1513 Liter erweitern. Weitere Staufächer unter dem Boden sucht man vergebens und die Ladekante ist recht hoch. Die Sicht nach hinten ist aufgrund der schmalen Fenster und der breiten C- und D-Säule nicht besonders: Abhilfe schafft hier eine Kamera, die in Verbindung mit dem Navigationsgerät zu haben ist. Allerdings sind dafür 2200 Euro fällig.

Vier Motoren gibt es für den Qashqai. Das Basistriebwerk ist ein 1,6-Liter-Benziner mit 115 PS, kleinster Diesel ist ein 1,5-Liter mit 105 PS. Dazu gibt es einen Zweiliter-Benziner mit 141 PS und den Zweiliter-Diesel mit 150 PS.

Nissan Qashqai
Gediegen: Der Innenraum überzeugt durch Qualität und Wohnlichkeit.
Doppelpfeil

Erstaunlichster Antrieb ist der kleine Selbstzünder: Was von der Papierform her ziemlich schwachbrüstig wirkt, kann im Fahrbetrieb voll überzeugen. Der vorn quer eingebauter Viertakt-Turbodiesel-Direkteinspritzer mit Turbolader und Ladeluftkühlung schiebt die rund 1500 Kilogramm Leergewicht des Qashqai mit Elan, guter Elastizität und zurückhaltender Geräuschkulisse voran. 240 Nm Drehmoment stehen schon bei 2000 Umdrehungen bereit, die Beschleunigung von Null auf 100 Stundenkilometer erfolgt in 12,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 174 km/h und der Verbrauch beträgt im Durchschnitt 5,4 Liter. Der kleine Diesel ist nur in Verbindung mit Frontantrieb und manuellem Sechsganggetriebe zu haben. Leider ist das hervorragende stufenlose CVT-Automatikgetriebe mit manueller 6-Gang-Schaltfunktion noch nicht einmal als Option erhältlich.

Das Fahrwerk mit McPherson Federbeinen mit Schraubenfedern und Stabilisator sowie hydraulischen Teleskopschwingungsdämpfern vorne und einer Mehrlenker-Hinterachse mit Schraubenfedern und Stabilisator sowie hydraulischen Teleskopschwingungsdämpfern ist recht komfortabel abgestimmt. Das hydraulische Zweikreisbremssystem mit zweistufigem Bremskraftverstärker, elektronischem ABS mit elektronisch geregelter Bremskraftverteilung und ESP ist vorne mit innenbelüfteten Scheibenbremsen versehen.

Nissan Qashqai
Routiniert: Das Heck ist gefällig, aber ohne Glanz.
Doppelpfeil

Das aufwändige Fahrwerk des Qashqai bietet zwar mehr Agilität als ein klassischer Offroader, doch neigt sich der Nissan in Kurven SUV-typisch zur Seite und schiebt zudem etwas über die Vorderräder. Die Lenkung ist zudem nicht besonders präzise. Aber der Komfort ist gut und ohnehin ist der kleine 105 PS-Selbstzünder lieber gelassen unterwegs.

Der Nissan Qashqai 1.5 dCi 2WD 6-Gang kostet in der Basisausführung 21.740 Euro. Die Grundausstattung beinhaltet unter anderem ESP, eine Klimaanlage, eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung, vier elektrische Fensterheber sowie ein CD-Radio mit Bluetooth-Freisprechanlage. Für zusätzliche 3650 Euro kann die komplette Optionsliste gekauft werden, die aus dem Ausstattungs-Paket Acenta (DVD-Navigationssystem mit TMC-Funktion und 7-Zoll-Farbdisplay, Radio-MP3-CD-Kombination mit Sechsfach-CD-Wechsler, sechs Lautsprechern und Rückfahrkamera), 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und Panorama-Glasdach besteht. Weiterhin gibt es noch eine Metallic-Lackierung für 450 Euro. Alles in allem ein konkurrenzfähiger Preis für den routiniert gezeichneten und qualitativ überzeugenden Almera-Nachfolger.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Nissan)

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