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Aktualisiert am 09.09.2010
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Angkor in Bonn: Göttliches Erbe Kambodschas

06.02.2007

Angkor Wat
Der Tempelberg Angkor Wat

Kambodscha liegt im Zentrum des südostasiatischen Festlandes, das durch große Flüsse geprägt wird. Der Mekong und einer der größten Binnenseen der Welt, der Tonle Sap, bestimmen seit jeher die Wasserwirtschaft dieses Landes. In der Angkorzeit war das Bewässerungssystem der Khmer außergewöhnlich weit entwickelt. Das Wasser spielte und spielt nicht nur im Ackerbau, sondern auch in Mythologie und Architektur eine überragende Rolle.

Angkor Wat
Türsturz mit Vishnu auf Garuda, zweite Hälfte des zehnten Jahrhunderts

Angkor war der Höhepunkt einer Zivilisation, die sich in den ersten Jahrhunderten n. Chr. zu entwickeln begann. Aus dem 6. Jahrhundert sind die ersten buddhistischen und brahmanischen (hinduistischen) Kunstwerke überliefert. Der Aufstieg des Khmer- Reiches in Angkor, am Nordrand des Tonle Sap, begann im 9. Jahrhundert.

Auf der Höhe ihrer Macht beherrschten die Khmer das gesamte Gebiet des heutigen Kambodscha, Süd-Vietnam, Laos und die zentrale Ebene des Chao Phraya in Thailand. Sie waren eines der größten und mächtigsten Völker Asiens. Die Bedeutung des Khmer-Reiches manifestierte sich bis in das 13. Jahrhundert hinein in einer Reihe von gigantischen Tempeln, von denen der Angkor Wat als das größte sakrale Bauwerk der Erde gilt.

Bayon
Gesichtertürme des Bayon

Die Ausstellung liefert einen einzigartigen Überblick über die Kultur Kambodschas, beginnend im 6. Jahrhundert mit Stein- und Holzskulpturen aus den vorangkorianischen Königreichen Funan und Zhenla. Das zentrale Thema ist jedoch die Kunst und Architektur der Angkor-Periode (9.-13. Jh.). Dabei werden auch Fragen der Wasserwirtschaft, des Reisanbaus und der Handelsbeziehungen erörtert, da sie die Grundlage für den außerordentlichen Reichtum des Landes bildeten. Steinskulpturen, Bronzefiguren, Inschriften, Architekturelemente und großformatige Photographien dokumentieren in der Ausstellung diese Epoche unvergleichlicher kultureller Leistungen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 9. April in der Bundeskunsthalle zu sehen.

Kunst- und Ausstellungshalle
der Bundesrepublik Deutschland
Museumsmeile Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn

Montag: geschlossen
Dienstag und Mittwoch: 10 bis 21 Uhr
Donnerstag bis Sonntag
(und an allen Feiertagen, auch denen, die auf einen Montag fallen): 10 bis 19 Uhr
Tickets im Vorverkauf 0800/1752750 (in Deutschland)
+49(0)2287/9171-491 (vom Ausland)
und unter www.bundeskunsthalle.de

(Text: Bundeskunsthalle)
(Fotos: Bundeskunsthalle)

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