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Audi museum mobile: Die 24 Stunden von Ingolstadt
23.03.2007
Die Startflagge des Rennens von 2002 führt den Besucher zum Thema der noch bis Ende Juni diesen Jahres andauernden Sonderausstellung im Audi-Museum in Ingolstadt: dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Unzählige Fotos und Accessoires sowie ein großformatiger Bildschirm, auf dem der Le-Mans-Film von und mit Steve McQueen zu sehen ist, bilden den passenden Rahmen für zahlreiche Rennwagen, die Le-Mans-Geschichte geschrieben haben. Neben den Siegerwagen aus dem eigenen Hause, mit denen Audi zwischen 2000 und 2006 das berühmteste Langstreckenrennen der Welt gewonnen hat, ist der erfolgreiche Bentley aus dem Jahr 2003 zu bewundern. Der älteste unter den in Le Mans siegreichen Rennwagen ist der Jaguar C aus dem Jahr 1953. An die großen Porsche-Erfolge erinnern der Siegerwagen von 1970, von Hans Herrmann und Richard Attwood zum ersten Porsche-Gesamtsieg pilotiert, sowie der Joest-Porsche 956C, 1985 gefahren von Klaus Ludwig, Paolo Barilla und John Winter. Die großen Ford-Siege zwischen 1966 und 1969 dokumentiert ein Ford GT40. Auch abseits dieser Sonderausstellung hat das Audi-Museum eine Menge Attraktionen zu bieten. Schon im Eingangsbereich ist der untere Teil eines großen Paternosters zu sehen, in dem sich zahlreiche Fahrzeuge aus der Geschichte des Hauses befinden. Er dreht sich langsam im Uhrzeigersinn und befördert die Fahrzeuge kontinuierlich durch die drei Etagen des Museums. Mit einem herkömmlichen Fahrstuhl geht es in den dritten Stock zum Anfang der Ausstellung. Die Vorkriegsmodelle von Horch, Wanderer und Audi warten bestens präpariert auf Bewunderer. Der Stromlinienrennwagen Typ C, Modell 1937, wurde 1999 rekonstruiert und legt neben einem Auto Union Typ C/D Bergrennwagen aus dem Jahr 1939 Zeugnis von der erfolgreichen Rennbeteiligung der Auto Union in den 30er Jahren ab.
Im zweiten Stock sind die Autos dann moderner. Die zahlreich ausgestellten DKW-Personenwagen aus den 50er und 60er Jahren lassen bei älteren Besuchern nicht nur die Erinnerung an den Motorensound, sondern auch an den Geruch der 2-Takt-Abgase wach werden. Die von Audi in der Rallye-Weltmeisterschaft und der DTM sehr erfolgreich eingesetzten Quattros dürfen hier natürlich nicht fehlen. Im Erdgeschoss schliesst dann die Le-Mans-Sonderausstellung den Besuch ab, bevor der Museums-Shop Gelegenheit bietet, die eigene Modell- oder Büchersammlung zu vervollständigen. Souvenirs gibt es übrigens auch kostenlos. Auf mehreren Tischen im Museum sind für Besucher Postkarten mit Motiven aus der Firmengeschichte ausgelegt, die nur auf Sammler warten. Insgesamt gibt das Museum einen schönen Überblick über die Entwicklung der Automobil- und Motorradtechnik und die Firmengeschichte des Hauses Audi und seiner Vorläufer. Da in der Ausstellung stets der Bezug zu den jeweils aktuellen Entwicklungen in Deutschland und der Welt hergestellt wird, kommt der Besuch einer kleinen Zeitreise gleich, die informiert und gleichzeitig Spaß bereitet. Audi Forum Ingolstadt Anfahrt:
(Text: Michael Behrndt )
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