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Aktualisiert am 31.12.2011
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Mercedes-Benz SL: Frisch gemacht

04.02.2008

Mercedes-Benz SL
Neues Gesicht: Scheinwerfer vom CLS, Grill im Stil der C-Kasse.
Doppelpfeil

Mit einer überarbeiteten Version des SL setzt Mercedes-Benz im Frühjahr 2008 die lange Tradition seiner Sportwagen fort. Bei der Konzeption und Gestaltung der neuen Generation der SL-Klasse haben die Stuttgarter Anleihen beim McLaren SLR und beim Coupé CLS genommen. Dazu gehören neben der markanten Pfeilung der Frontpartie vor allem die Scheinwerfer, die weit in die Kotflügel ragen und die Breitenwirkung des Frontdesigns betonen. Zwischen diesen befindet sich eine breite Kühlermaske, die durch ihre Pfeilung Sportlichkeit symbolisiert. Eine horizontal verlaufende Lamelle streckt die Kühlermaske. Auch Retro-Elemente finden Verwendung: Die beiden Powerdomes auf der Motorhaube oder die kiemenähnlichen Luftauslässe in den vorderen Kotflügeln gehen auf den 300 SL von 1954 zurück. Im Heck sorgt ein neu gestalteter Stoßfänger mit Diffusor-Optik für Rennsport-Assoziationen. Zusammen mit trapezförmigen Endrohrblenden der Abgasanlage betont dieser die Breite der Karosserie.

Für Fahrspaß ist gesorgt – etwa durch eine neue, auf Wunsch lieferbare Direktlenkung. Diese basiert auf der serienmäßigen Parameterlenkung mit der geschwindigkeitsabhängigen Regelung der Servounterstützung, die sich vor allem bei niedriger Geschwindigkeit, beim Rangieren oder beim Einparken durch geringere Lenkkräfte bemerkbar macht. Neu ist die variable, auf den Lenkwinkel abgestimmte Übersetzung der Zahnstange. Sie nimmt schon ab einem Lenkwinkel von fünf Grad stark zu, so dass der Autofahrer das Lenkrad bei Kurvenfahrt weniger bewegen muss als mit einer konstant übersetzten Lenkung. Das Auto reagiert also spürbar direkter.

Mit der Vierlenker-Vorderachse und der Raumlenker-Hinterachse bietet der SL gewohnt gute Fahrwerkstechnik. Beim SL 500 und beim SL 600 gehört das aktive Fahrwerk Active Body Control zur Serienausstattung. Es kompensiert die Nick-, Wank- und Hubbewegungen der Karosserie und passt die Fahrwerkseinstellung automatisch der jeweiligen Fahrsituation an. Für die neue SL-Generation hat Mercedes-Benz die Abstimmung der ABC-Stoßdämpfer weiter verfeinert.

Gewohnt umfangreich ist die Motorenpalette. Einstiegsmodell ist der 231 PS starke SL 280. Der Sechszylinder entwickelt ab 2500/min ein maximales Drehmoment von 300 Newtonmetern und beschleunigt den Roadster in 7,8 Sekunden von null auf 100 km/h. Der Kraftstoffverbrauch im NEFZ-Fahrzyklus beträgt 9,4 Liter je 100 Kilometer. Für den SL 350 wurde ein V6-Triebwerk entwickelt: Durch tief greifende Eingriffe in die Technik haben die Stuttgarter Fachleute das Temperament des Sechszylinders belebt und seine Drehfreudigkeit verbessert. Der Motor dreht bis auf 7200/min, die Leistung beträgt 316 PS bei 6500/min und das maximale Drehmoment liegt nunmehr bei 360 Newtonmeter. Damit beschleunigt der neue SL 350 aus dem Stand in 6,2 Sekunden auf 100 km/h. Hier liegt der Verbrauch beit 9,9 Litern auf 100 Kilometer. An der Spitze des SL-Motorenprogramms stehen der 388 PS starke Achtzylinder des SL 500 und das V12-Triebwerk für den SL 600, das dank Biturbo-Aufladung 517 PS leistet. Auch bei diesen Modellen konnten die Mercedes-Ingenieure den Kraftstoffverbrauch um bis zu 0,4 Liter je 100 Kilometer verringern.

Mercedes-Benz SL
Gute Lösung: Am Heck ist wenig geändert - nur der Stoßfänger ist neu.
Doppelpfeil

Das serienmäßige Getriebe ist ein Siebengang-Automat, der durch schnelle Mehrfach-Rückschaltungen beim Beschleunigen und eine neue Zwischengas-Funktion, die sich beim manuellen Zurückschalten aktiviert, aufgewertet wurde. Neben dem intensiveren sportlichen Klang bietet es auch mehr Sicherheit und Komfort, weil das Zwischengas die Drehzahlen von Kurbelwelle und Getriebe angleicht. Dadurch laufen die Schaltvorgänge harmonischer ab und die typischen Lastwechselreaktionen werden vermindert.

Die neuen SL 280 und SL 350 stehen auf Breitreifen des Formats 255/45 R 17 und 17-Zoll-Leichtmetallrädern. Der V8-Roadster SL 500 fährt künftig auf 18-Zoll-Rädern und Reifen der Dimension 255/40 R 18. Beim SL 600 unterstreichen 18-Zoll-Leichtmetallfelgen im Zehn-Doppelspeichen-Design und Reifen der Größe 255/40 R 18 (vorn) sowie 285/35 R 18 (hinten) den besonderen Charakter des Zwölfzylindermodells.

Im Innenraum versprechen die Integralsitze, ein neu gestaltetes Dreispeichen-Lederlenkrad und das komplett überarbeitete Kombi-Instrument ein sportlicheres und komfortableres Ambiente. Tachometer und Drehzahlmesser präsentieren sich im Chronometer-Design. Durch ein vielfältiges Angebot an Farben und Materialien können Mercedes-Kunden den Innenraum der neuen SL-Generation individueller gestalten. Zur Auswahl stehen zwei Ledersorten, fünf verschiedene Zierteile aus Aluminium oder Edelholz sowie fünf Farbkombinationen.

Der SL 600 wiederum betont seine Spitzenstellung im SL-Programm durch besonders weiches Leder und Zierteile aus Pappelholz. V12-Embleme an den Sitzlehnen, an der mittleren Lenkradspange sowie an den Einstiegsschienen und das besondere Design der Türinnenverkleidungen runden das Ambiente des Topmodells ab. Äußerlich unterscheidet sich der Sechsliter etwa durch 18-Zoll-Leichtmetallfelgen im Zehn-Doppelspeichen-Design und mattsilbern lackierte Lamellen der seitlichen Luftauslässe.

Die lange Liste der Ausstattungen und Optionen umfasst unter anderem Gebläse und Heizung im Sitz, die temperierte Luft aus den Kopfstützen strömen lassen, das Comand-System mit integriertem Autoradio mit Doppeltuner, Telefonbedienung, CD-/DVD-Wechsler, einem Steckplatz für SD-Memorykarten sowie einer Bluetooth-Schnittstelle. Das Gerät ist zusätzlich mit einem europaweiten Navigationssystem ausgestattet, dessen Daten auf einer Festplatte gespeichert sind. Zur Serienausstattung gehößrt die Sprachbedienung der neuesten Generation, die Navigation, Telefon und Audiogeräte per Ganzworteingabe steuert. Auf Wunsch lassen sich „iPod“, USB-Stick oder andere externe Audiogeräte an das Comand-System anschließen.

Mercedes-Benz SL
Individuell: Für das schwungvolle Cockpit ist eine Vielfalt an Materialien und Farben im Angebot.
Doppelpfeil

Innovativ sind die Lichtsysteme. Serienmäßig sind lichtstarke Bi-Xenon-Scheinwerfer verbaut, die leistungsfähiger und energieeffizienter sind als vergleichbare Leuchtdioden-Scheinwerfer. Zusätzlich ist auf Wunsch das Intelligent Light System lieferbar, das fünf verschiedene Lichtfunktionen bietet: Landstraßenlicht, Autobahnlicht, erweitertes Nebellicht, Abbiegelicht und aktives Kurvenlicht. Die variabel steuerbaren Bi-Xenon-Scheinwerfer stellen die verschiedenen Lichtfunktionen automatisch ein. Das Autobahnlicht schaltet sich ab 90 km/h in zwei Stufen zu und vergrößert die Sichtweite des Autofahrers um bis zu 60 Prozent. Das aktive Kurvenlicht folgt dem Lenkeinschlag und schwenkt die Scheinwerfer zur Seite, wenn der Autofahrer in eine Kurve steuert. Beim erweiterten Nebellicht werden die Fahrbahnränder weiträumig ausgeleuchtet, so dass sich der Autofahrer besser orientieren kann.

Die neue Generation der SL-Klasse feiert im März auf dem Internationalen Automobilsalon in Genf seine Publikumspremiere und steht ab 5. April 2008 bei den Händlern.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Mercedes-Benz)

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