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Ford Ecoboost: Geringerer Verbrauch, weniger Emissionen
06.02.2008
Verbrauchseinsparungen von bis zu 20 Prozent bietet eine neue Motorenfamilie von Ford. Die "EcoBoost"-Vier- und Sechszylindermotoren kombinieren eine moderne Benzin-Direkteinspritzung mit Turbo-Aufladung. Die EcoBoost-Motoren werden auf dem nordamerikanischen Markt in Modellen von Ford, Lincoln und Mercury zum Einsatz kommen und sollen noch nicht ausgeschöpfte Potenziale des Otto-Motors auf ein neues Entwicklungsniveau heben. Die Technologie kommt künftig in unterschiedlichen Motoren in einer großen Bandbreite von Modellen zum Einsatz, die vom Kleinwagen bis hin zu großen Pick-ups reicht. Die Kopplung der innovativen Benzindirekteinspritzung mit Turboaufladung ermöglicht das so genannte "Downsizing" des Motors also die Verringerung des Hubraums ohne dabei Nachteile bezüglich der Leistung oder des Drehmoments in Kauf zu nehmen. So sollen die EcoBoost-Vier- und Sechszylinder von Ford durch eine überlegene Leistungsentwicklung bei signifikanten Verbrauchsvorteilen überzeugen. Ein vergleichsweise kleiner EcoBoost-Vierzylindermotor entspricht in Sachen Drehmoment zum Beispiel einem gut einen Liter größeren Vierzylinder bei deutlich weniger Verbrauch. Dabei zeichnet die Direkteinspritzung des Benzins für die besonders präzise Portionierung des Kraftstoffs in jeden einzelnen Zylinder verantwortlich Grundvoraussetzung für einen effizienteren Verbrennungsprozess, der Kraftstoff spart und durch geringere Brennraumtemperaturen die Bildung von unerwünschten Emissionen minimiert. Die Abgasturbolader bieten ein spontanes Ansprechen auf Gaspedalbewegungen, das sonst für hubraumstarke Saugmotoren charakteristisch ist. Der neue Ford EcoBoost-Sechszylinder mit 3,5 Liter Hubraum unterstreicht diese Vorteile, indem er etwa zwischen 2000 und 5000 Umdrehungen konstant ein maximales Drehmoment von mehr als 460 Nm bereitstellt. Zum Vergleich: Ein ähnlich starker V8-Saugmotor mit 4,6 Liter Hubraum entwickelt über den identischen Drehzahlbereich zwischen 366 und 420 Nm hat aber bezogen auf den Liter Benzin eine gut einen Kilometer geringere Reichweite und emittiert zugleich 15 Prozent mehr CO2. Anders als etwa bei Hybridantrieben, deren Effizienz hauptsächlich im innerstädtischen Stop-and-Go-Verkehr zum Tragen kommt, spielen die EcoBoost-Motoren ihren Verbrauchsvorteil sowohl innerorts wie auch auf der Landstraße oder auf der Autobahn aus.
Die Verbrauchs- und Emissionsvorteile dieser Technologie kännen durch moderne Getriebe mit sechs und mehr Vorwärtsgängen, elektrisch unterstützter Servolenkungen mit verbessertem Wirkungsgrad, Gewichtsreduzierungen und aerodynamischen Maßnahmen noch weiter optimiert werden. Einsatzmöglichkeiten von Hybridantrieben sowie von modernen Dieselmotoren sieht Ford auf dem nordamerikanischen Markt mittelfristig speziell für leichte Nutzfahrzeuge. Zugleich treibt Ford vor allem die Entwicklung von so genannten "Plug-in"-Hybriden sowie des Wasserstoff-/Brennstoffzellenantriebs voran. Ihr Debüt feiert die EcoBoost-Technologie im neuen Lincoln MKS, der 2009 auf den nordamerikanischen Markt kommt und über einen 3,5 Liter großen V6 mit Twin-Turboaufladung verfügt, der voraussichtlich eine Leistung von 340 PS sowie ein maximales Drehmoment von 461 Nm entwickelt. Der Lincoln MKS kombiniert die Leistung eines hubraumstärkeren V8 mit der höheren Verbrauchseffizienz eines Sechszylinders. Dieses Fahrzeug wird damit die stärkste und zugleich sparsamste Luxuslimousine mit Allradantrieb auf dem nordamerikanischen Markt sein.
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