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Porsche GT3 Cup S: Siegertyp
07.02.2008
Der neue GT3 Cup S basiert auf dem Straßensportwagen GT3 RS, ist aber ausschließlich für Rennzwecke konzipiert. Der Rennwagen wird in internationalen Meisterschaften eingesetzt, die nach dem FIA GT3-Reglement ausgetragen werden. Der 3,6-Liter-Boxermotor ist weitgehend identisch mit dem Triebwerk, das im Porsche Mobil1-Supercup und den internationalen Carrera Cups zum Einsatz kommt. Die Leistung wurde jedoch um 20 auf nun 440 PS bei 8.000 Umdrehungen pro Minute gesteigert. Das maximale Drehmoment stieg um zehn auf 430 Nm bei 7.250 Umdrehungen pro Minute. Der Kraftzuwachs resultiert aus einer optimierten Motorsteuerung und einer geänderten Abgasanlage. Geschaltet wird mit einem Sechsgang-Getriebe mit sequenzieller Klauenschaltung. Die sellbsttragende Karosserie besteht aus feuerverzinktem Stahl. Aber es kommt auch CFK zum Einsatz: Bei der aerodynamisch optimierten Frontverkleidung oder den Scheibenrahmen der Türen. Der Boden ist aerodynamisch optimiert, es gibt einen 100-Liter-Sicherheitstank, eine Luftheberanlage, einen eingeschweißten Überrollkäfig sowie auf der Fahrerseite einen Rennschalensitz mit schwer entflammbarem Sitzbezugstoff, der mit einem Sechspunkt-Sicherheitsgurt ausgestattet und für die Verwendung des Kopf- und Nacken-Schutzsystems HANS (Head And Neck Support) vorbereitet ist. Im Gegensatz zum GT3 Cup basiert die Karosserie des Cup S nicht auf dem Straßenmodell GT3 sondern auf dem GT3 RS. Unter den breiteren Kotflügeln lassen sich so deutlich größere Räder unterbringen. Vorne kommen nun 10,5 Zoll breite Felgen zum Einsatz, die Hinterreifen sind gar auf 12 Zoll breite Felgen aufgezogen. Auch das Bugteil und die Kotflügel unterscheiden sich deutlich von den am GT3 Cup verbauten Komponenten. Ein einstellbarer Frontsplitter sorgt für mehr Abtrieb an der Vorderachse. Der Heckflügel ist breiter und höher positioniert als bei der Cup-Variante und sorgt somit auch an der Hinterachse für gesteigerten Anpressdruck.
Die Vorderachse ist eine McPherson-Konstruktion. Sachs-Vierwege-Gasdruck-Stoßdämpfer, doppelte Schraubenfedern, sturzeinstellbare Vorderachslenker und verstellbare Schwertstabilisatoren übernehmen die Radführung. Hinten kommt eine Mehrlenker-Achse mit starr aufgehängtem Achsträger zum Einsatz. Hier sind auch Sachs-Dämpfer, doppelte Schraubenfedern sowie sturzeinstellbare Hinterachslenker im Einsatz, zudem ist die Hinterachsspurstange verstärkt und stufenlos einstellbar. Das Gesamtfahrwerk ist in Höhe, Sturz und Spur stufenlos verstellbar. Der Abbau von Bewegungsenergie erfolgt durch eine Bremsanlage mit Waagebalken-Balance-Regulierung. An der Vorderachse kommen einteilige Sechskolben-Aluminium-Festsättel und innenbelüftete 380 mm-Scheiben mit Rennbelägen zum Einsatz, während an der Hinterachse der Durchmesser 355 mm beträgt. Der neue GT3 Cup S kostet 250.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer und wird voraussichtlich ab April an die Kunden-Teams ausgeliefert. Zusätzlich wird Porsche ein Umbaukit anbieten, um Cup-Fahrzeuge des Modelljahres 2007 auf den Stand des GT3 Cup S aufzurüsten.
(Text: @@kuerel/pt)
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