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Morgan LifeCar: Wasserkraft
02.03.2008
Zum erstenmal in der über hundertjährigen Firmengeschichte präsentieren die Traditionalisten von Morgan ein Konzeptfahrzeug. Formal an das Coupé Aeromax angelehnt, ist der Spaceframe des LifeCar mit einem Brennstoffzellenantrieb versehen, der für durchaus sportwagentypische Fahrleistungen sorgen soll. Hilfreich ist, dass das Drehmoment von Elektromotoren unerreicht ist. Um hohe Dauergeschwindigkeiten zu realisieren, hat man am Gewicht und an der Aerodynamik gefeilt. Trotzdem reckt sich eine traditionelle Morgan-Kühlermaske in den Wind. Der innovative Morgan soll nicht mehr als 600 Kilogramm wiegen, und die wieder auf altväterliche Weise elegant gezeichnete Karosserie hat durchaus aerodynamische Qualitäten. Der traditionelle Materialmix aus Aluminium und tragenden Holzstrukturen ist leicht und verwindungssteif, der Boden ist glattflächig verkleidet.
Den Antrieb übernehmen vier Radnabenmotoren, die sehr gut zum englischen Traditionsbetrieb passen, da deren Vorbilder auf den Lohner-Porsche vom Anfang des letzten Jahrhunderts zurückgehen. Zeitgenossen sozusagen. Statt Co2 emittiert das LifeCar natürlich nur Wasserdampf. 300 Kilometer soll die Reichweite betragen, weitere Informationen zu den Fahrleistungen werden nicht gegeben. Die Manufaktur aus Malvern Link betont aber, dass das LifeCar ein echter Sportwagen ist und dementsprechend auch über passende Dynamik verfügt. Entwicklungs-Unterstützung für den über zwei Millionen teuren Prototypen erhielt Morgan von der Universität Oxford und der deutschen Linde AG.
(Text: Rainer Roßbach)
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