|
|
|
|
LMS 1000km Catalunya: Peugeot siegt, Audi und Porsche konkurrenzfähig
09.04.2008
Peugeot dominierte den Saisonauftakt im frühlingshaft warmen Katalonien schon im Training. Pedro Lamy und Stephane Sarrazin sowie Marc Gené und Nicolas Minassian belegten mit ihren 908-Coupés die ersten Plätze in der Startaufstellung vor dem ersten Audi R10 TDI von Rinaldo Capello und Allan McNish. Danach platzierte sich der überraschend starke Lola-Aston-Martin-Coupé von Jan Charouz/Stefan Mücke vor dem ersten LMP2, dem schnellen Porsche RS Spyder unter Jos Verstappen/Peter van Merksteijn. Angesichts der Überlegenheit der französischen Prototypen sah sich die Audi-Truppe von Anfang an unter Druck und musste attackieren. Allan McNish konnte am Start mit seinem Audi R10 TDI einen der beiden aus der ersten Reihe gestarteten Peugeot 908 ausbeschleunigen und nach einer Stunde die Führung übernehmen. Diese verteidigte der Schotte bis kurz vor Ende der zweiten Stunde, ehe er wegen eines Reifenschadens hinten links und eines gerissenen Keilriemens zweimal kurz hintereinander außerplanmäßig an die Box kommen musste. McNish und sein Teamkollege Dindo Capello verloren insgesamt sechs Runden und fielen auf Rang 18 zurück. In den verbliebenen vier Stunden kämpften sie sichnoch auf Platz fünf nach vorne. Der zweite Audi R10 TDI, von Alexandre Prémat und Mike Rockenfeller pilotiert, lief während der gesamten Distanz ohne technischen Probleme. Vom sechsten Startplatz ins Rennen gegangen, arbeiteten sich die Piloten des Ingolstädter Teams kontinuierlich nach vorne. Dank konstanter Zeiten und guter Boxenstopps lagen sie zeitweise sogar in Führung. Im Ziel mussten sie sich jedoch dem Peugeot 908 von Marc Gené und Nicolas Minassian geschlagen geben. Einen Auftakt nach Maß gab es auch für den ersten Auftritt des Porsche RS Spyder in Europa: Die niederländische Fahrerpaarung Jos Verstappen und Peter van Merksteijn holten überlegen den Sieg in der LMP2-Klasse und beendeten das 1000km-Rennen als Gesamtsechste. Gleichfalls beeindruckend verlief die Premiere des neuen Lola-Aston-Martin mit der Besetzung Stefan Mücke und Jan Charouz. Die deutsch-tschechische Paarung auf dem werksunterstützten, benzinbetriebenen Coupé hatte am Ende nur drei Runden Rückstand auf den siegreichen Peugeot, aber zwei Runden Vorsprung auf den viertplatzierten Pescarolo-Judd von Emmanuel Collard/Jean-Christophe Boullion. Die Schlagzahl gaben jedoch die Peugeot 908 HDi FAP vor. Zunächst lagen Pedro Lamy und Stephane Sarrazin in Führung. Nach einer Kollission mussten sie zu Reparaturen an die Box, die sie auf eine aussichtslose Position ans Ende des Felds verbannten. Danach übernahm das zweite Peugeot-Team die Initiative und sicherte sich den Gesamtsieg nach sechs Stunden Rennzeit. Marc Gené und Nicolas Minassian gewannen mit einer Runde Vorsprung. Die weiteren Siege gingen an Luc Alphand/Guillaume Moreau/Patric Goueslard auf einer Corvette C6.R in der GT1-Wertung und an Robert Bell/Gianmaria Bruni auf Ferrari F430 GT in der GT2-Kategorie. Dieser Auftakt zur Le-Mans-Series machte Lust auf die Königsklasse der europäischen Sportwagen-Serien, die in insgesamt fünf Läufen ausgetragen wird. Das nächste Rennen findet am 27. April in Monza statt, und der deutsche Lauf wird vom 15. bis 17. August als ADAC 1000 km-Rennen auf dem Nürburgring ausgetragen. Auch hier sollte das Starterfeld mit fünfzig Bewerbern und einer Renndauer von sechs Stunden für attraktive und spannende Unterhaltung sorgen.
(Text: Rainer Roßbach) |
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||