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33. DMV 4-Stunden-Rennen: Verspäteter Saisonstart
16.04.2008
Nach der schneebedingten Absage der 56. ADAC Westfalenfahrt, startete die BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft mit dem 33. DMV 4-Stunden-Rennen in ihre neue Saison. Aufgrund der vielen neuen potentiellen Sieganwärter wird sie als eine der spannendsten der letzten Jahre prognostiziert. Dies zeichnete sich bereits im morgendlichen Qualifikationstraining ab. Nach einer unfallbedingten Unterbrechung des Zeittrainings, hervorgerufen durch einen Unfall von Sabine Schmitz auf der Döttinger Höhe, infolge dessen auch der V8 Star von Reinhold Möllig und der Captain-Racing-Porsche kollidierten, wurde es erst gegen 10:45 Uhr wieder aufgenommen. In den verbleibenden 45 Minuten lieferten sich die Teams von Olaf Manthey, Wolfgang Land, Raeder Motorsport und Zakspeed Racing einen spannenden Kampf um die Pole Position, die letztendlich Marc Lieb und Marcel Tiemann im Manthey-Porsche 911 GT3 RSR mit einer Zeit von 8:20.799 Minuten sichern konnten. Die erste Startreihe komplettierten Marc Basseng und Johannes Stuck im Land-Porsche 911 GT3, die kurz vor dem Trainingsende Dirk Adorf und Hermann Tilke im Raeder Lamborghini Gallardo von dieser Position verdrängten. Innerhalb eines zwei-Sekunden-Abstands folgten die Zakspeed-Viper GTS-R von Tom Coronel, Sascha Bert und Duncan Huisman, der Schubert BMW Z4 von Claudia Hürtgen, Sorlie Stian und Jörg Viebahn und der zweite Manthey-Porsche von Wolfgang Kohler und Christian Menzel. Als um 13:22 Uhr der Start freigegeben wurde, führte der Manthey-Porsche die erste Startgruppe in die Saison 2008. Noch auf der Grand-Prix-Strecke konnten sich Tom Coronel, Sascha Bert und Duncan Huisman auf Rang zwei schieben und kamen sogar als Führende aus der ersten Runde. Die Abstände an der Spitze des Feldes blieben aber gering. Nur etwa fünf Sekunden trennten die ersten acht Teams nach zwei Runden. Als erstes fiel der Schubert-BMW Z4 nach einer Kollision aus dieser Gruppe heraus. Auch die Kissling-Corvette rollte in dieser Phase an die Boxen. Ein Einschlag in die Brücke bei Breidscheid beendete später den ersten Renneinsatz des hubraumstarken Sportwagens von Stefan Kissling und Marc Hennerici.
An der Spitze konnten sich die Zakspeed-Viper und der Manthey-Porsche trotz eines spannenden Positionskampfes vom restlichen Feld absetzen. Nach der sechsten Rennrunde kamen beide Kontrahenten Seite an Seite über Start und Ziel. Auf Höhe der Boxenmauer schob sich der Manthey-Porsche vorbei auf Platz eins. Eine Runde später wurde der packende Zweikampf durch den ersten Boxenstopp der Zakspeed-Mannschaft entschieden. Aufgrund des kleineren Tankvolumens musste das Team bereits nach sieben Runden zum Tanken an die Box, während die Spitzenreiter noch drei Runden länger fahren konnten. Auf die Renndistanz gesehen, bedeutete das einen Tankstopp mehr für die Viper GTS-R. Nach den ersten Stopps führte weiterhin der Manthey-Porsche vor der Zakspeed-Viper, dem Land-Porsche und dem HISAQ-Porsche von Emmanuel Collard, Frank Stippler und Richard Westbrook. Dahinter folgten der Alzen-Porsche GT3 und der Scheid-BMW. Nach 18 Runden und dem zweiten Stopp der Viper führte der Manthey-Porsche mit etwa einer Minute Vorsprung auf den Land-Porsche 911 GT3 RSR mit Johannes Stuck am Steuer, als dieser auf einer Ölspur im Bereich Metzgesfeld die Kontrolle verlor und mit Tempo 170km/h in die Leitplanken einschlug. Im Krankenhaus von Adenau diagnostizierten die Ärzte eine Schwellung der Milz und eine überdehnte Halswirbelsäule. Der Sohn von Rennfahrerlegende Hans-Joachim Stuck durfte aber bereits am Abend das Krankenhaus wieder verlassen und in seine Wohnung in Nürburg zurück kehren.
In Runde 22 wurde es an der Spitze noch einmal spannend. Der führende Porsche erlitt einen Reifenschaden und musste langsam an die Box rollen. Nach diesem unplanmäßigen Boxenstopp konnten Coronel/Bert/Huisman noch einmal die Führung übernehmen, ehe sie zu ihrem letzten planmäßigen Tankstopp an die Box mussten. Ein Unfall kurz vor Rennende brachte die Zakspeed-Mannschaft aber um den verdienten zweiten Platz. Hinter Marc Lieb und Marcel Tiemann im Manthey-Porsche sicherten sich Emmanuel Collard, Frank Stippler und Richard Westbrook im ersten Einsatz des HISAQ-Porsche 997 GT3 RSR den zweiten Gesamtrang vor Andreas und Ralf Schall sowie Volker Strycek im Opel Astra V8 Coupé. Im Kampf um die Meisterschaft hatten die Vorjahresmeister Marco Wolf, Jürgen und Heinz-Otto Fritzsche mit technischen Problemen an ihrem Opel Astra GTC zu kämpfen. Es reichte in der stark besetzten Klasse SP3 nur zu Rang fünf. Die Tabellenführung übernahmen die Norweger Haakon Schjaerin und Atle Gulbrandsen in einem Audi R4 vor den Niederländern Rob de Laat und Marcel Broersma im BMW 320i. Der nächste Lauf der BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 26.04.2008 statt, wenn der AC Altkreis Schwelm den 50. ADAC ACAS H&R-Cup veranstaltet.
(Text: Matthias Behrndt )
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