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Bizzarrini Manta: Reine Geometrie
22.05.2008
1968 präsentiert ItalDesign den Forschungsprototyp Bizzarrini Manta auf dem Internationalen Turiner Autosalon. Der Manta baut auf einem von Giotto Bizzarrini entwickelten Rohrrahmen auf und wird von einem Chevrolet-V8-Motor angetrieben und weist als konzeptionelle Besonderheit einen Innenraum mit drei Sitzen und zentralem Fahrersitz auf. Das leistungsstarke Coupé hat eine um 15 Grad geneigte Frontscheibe, die eine harmonische Verbindung zwischen Vorderhaube und Dach bildet. Die Fahrerposition wird durch die Verlängerung der transparenten Frontpartie dank dreier von innen verstellbaren, jalousieartigen Lamellen wesentlich verbessert. Diese innovative Designidee hat noch weitere Vorteile: Sie erleichtert die Wartung von Bremsen, Kühler und Batterien, sorgt für eine bessere Innenraumbelüftung und macht die Linie von der Vorderhaube über die Windschutzscheibe besonders attraktiv. Das Seitenprofil ist glatt und aerodynamisch. Insbesondere die großzügige, durchgehende Verglasung vom vorderen Kotflügel bis zum Motorraum prägt das Aussehen. Die glatte Seitenfläche erhält durch die runden Löcher im Türschweller einen besonderen Blickfang. Aufgrund der sehr kurzen Frontpartie sind die Scheinwerfer in die Fronthaube integriert, die mit den Kotflügeln bündig beginnt und leicht abgesenkt bis zum unteren Rand der Frontscheibe verläuft. Das Dach fällt zur fast waagerechten Heckscheibe leicht ab; die Differenz zwischen Kante und Überrollbügel beträgt nur 137 mm. Das Heck ist bis zum hinteren Abriss fast völlig verglast und gibt die appetittlich verpackte Mechanik den Blicken frei. Weitere Besonderheiten bei der Gestaltung des Hecks sind zwei Auspuffrohre und das Fehlen einer Stoßstange. Die zentrale Bodenplatte ist flach und bietet Raum für die drei nebeneinander liegenden Sitze mit dem zentral angeordneten Fahrersitz. Gelenkt wird mit einem topfförmigen Lenkrad mit weit herausragender Lenksäule. Der Mittelmotor ist unmittelbar hinter den Sitzen in Längsrichtung eingebaut. Er ist mit einem manuellen Vierganggetriebe gekoppelt. Der Einspritzmotor leistet bis zu 400 PS und ist für eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 330 Stundenkilometern gut.
(Text: rr/pt) |
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