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Mille Miglia 2008: Runderneuerung
29.05.2008
Als Mitte letzten Jahres bekannt wurde, dass die Mille-Miglia-Nachlassverwalter einen neuen Veranstalter mit der Organisation beauftragen würden, waren schnell die Bedenkenträger vor Ort, die sich sicher waren, dass es nur schlechter werden könnte. Und die ersten Neuerungen schienen ihnen Recht zu geben: die Abnahme wurde in die Messehallen am Stadtrand verlagert und auf den Mittwoch vorverlegt, dafür sollte es zusätzlich eine Präsentation der Fahrzeuge in der Stadt geben: Also kein sympathisches italienisches Chaos, sondern nur eine wohlgeordnete Parade, womöglich noch mit zu zahlendem Eintritt? Der traditionelle Donnerstag wurde folglich von allen Besuchern mit besonderer Spannung erwartet - und schnell wurde klar: es ist tatsächlich vieles besser geworden. Wer das Chaos liebt, findet es immer noch rund um die Piazza. Hier kämpfen sich die Teilnehmer durch die Menschenmassen und jeder muss dorthin, da das Fahrzeug hier verplompt wird - Abwechsung ist so garantiert. Viele der Autos auf eine Rampe gefahren und vorgestellt, und das erstmals mit Sachverstand und auch in gutem Englisch. Da für die Autos feste Stellplatze vorgesehen sind, verteilen sich die Teilnehmer anschließend nicht beliebig über die Stadt, sondern sind besucherfreundlich aufgereiht und vorsortiert.
Die Präsenz der Hersteller war 2008 stärker denn je. Mercedes, Audi, BMW und Alfa sind mit Werksteams vertreten, dazu kommt eine Armada von Fiat und Ferrari und Porsche. Die üblichen Prominenten sind natürlich auch wieder zu sehen, aber 2ie in jedem Jahr sind es die Exoten und Einzelstücke unter den Fahrzeugen, die den besonderen Reiz der Mille Miglia ausmachen. Neben einem Dyna-Veritas und einem Siata Amica wirken die die 20 Mercedes 300SL und SLR plötzlich wie Massenware. Die Bandbreite der Fahrzeuge reichte von Marzottis Siegerwagen von 1950, der gerade erst seine Klasse beim Concours d’Elegance an der Villa d’Este gewonnen hatte, einigen US-Fahrzeugen und endlich wieder einmal einem VW Käfer. Wer glaubt, sich in den Rennsportmarken der Fünfziger Jahre auszukennen, der konnte in Brescia sein Wissen prüfen, und wird möglicherweise an den Stanga, Stanguellini, Colli und Carnevalli gescheitert sein. Sollten die italienischen Rennsportwagen auf Fiat-Basis ist nicht seine Stärke sein, konnte er es auch bei den Engländer versuchen: verschiedene Aston Martin, Langonda, Rolls-Royce und Bentley und die Palette der Healey von Westland und Elliot bis zu Silverstone und Austin Healey 100 boten reichlich Möglichkeiten, sich zu profilieren. Knapp 400 Fahrzeuge waren in diesem Jahr gemeldet, das Fassungsvermögen des Zeitfenster für die Abnahme, den Start und für die Parkräume war erreicht. Selbst für regelmäßige Mille-Miglia-Besucher bot sich wieder genug Neues. Abseits des offiziellen Geschehens wetteiferten die Besucher um den spektakulärsten Auftritt, und reisten mit Lotus Seven, Bentleys, Rileys, Amilcars, Lancia Fulvias, fast allen Alfa-Modellen der Nachkriegszeit oder VW Samba-Bussen.
Als Mitte letzten Jahres bekannt wurde, dass die Mille-Miglia-Nachlassverwalter einen neuen Veranstalter mit der Organisation beauftragen würden, waren schnell die Bedenkenträger vor Ort, die sich sicher waren, dass es nur schlechter werden könnte. Und die ersten Neuerungen schienen ihnen Recht zu geben: die Abnahme wurde in die Messehallen am Stadtrand verlagert und auf den Mittwoch vorverlegt, dafür sollte es zusätzlich eine Präsentation der Fahrzeuge in der Stadt geben: Also kein sympathisches italienisches Chaos, sondern nur eine wohlgeordnete Parade, womöglich noch mit zu zahlendem Eintritt? Der traditionelle Donnerstag wurde folglich von allen Besuchern mit besonderer Spannung erwartet - und schnell wurde klar: es ist tatsächlich vieles besser geworden. Wer das Chaos liebt, findet es immer noch rund um die Piazza. Hier kämpfen sich die Teilnehmer durch die Menschenmassen und jeder muss dorthin, da das Fahrzeug hier verplompt wird - Abwechsung ist so garantiert. Viele der Autos auf eine Rampe gefahren und vorgestellt, und das erstmals mit Sachverstand und auch in gutem Englisch. Da für die Autos feste Stellplatze vorgesehen sind, verteilen sich die Teilnehmer anschließend nicht beliebig über die Stadt, sondern sind besucherfreundlich aufgereiht und vorsortiert. Auch das gute Wetter 2008 trug wesentlich zum Erfolg des Donnerstags bei, der übliche Regenschauer setzte erst spät am Abend ein, als ein großer Teil der Fahrzeuge schon auf der Strecke war. Unklar ist, wie der neue Veranstaltung diese Verbesserung hinberkommen hat.
(Text: Dieter Roßbach )
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