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Aktualisiert am 31.12.2011
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Chrysler ecoVoyager: Elektro mit Luxus

02.07.2008

Chrysler ecoVoyager
Die Vorderräder sind weiter vorne als üblich und realisierten damit einen größeren Innenraum.
Doppelpfeil

„Das Concept Car Chrysler ecoVoyager zelebriert die Romantik einer Reise in einem viertürigen, viersitzigen, typisch amerikanischen Automobil mit einem lebendigen Design“, sagt Greg Howell, Exterior-Designer des ecoVoyager. Scharfe, sich kreuzende Linien mit fließenden Übergängen geben der Studie eine Form, die laut dem Credo ihrer Erbauer Reiseerfahrungen auf einem vergleichbaren Niveau wie mit einem Privat-Jet bieten soll.

Elektromotoren, die vorwiegend von einer Lithium-Ionen-Batterien mit Energie versorgt werden, treiben die Räder des ecoVoyager an. Diese Batterie erfüllt die übliche tägliche Reichweiten-Anforderung von weniger als 64 Kilometern. Der Elektroantrieb entwickelt 200 kW (272 PS) und beschleunigt die Studie iin weniger als neun Sekunden aus dem Stand auf 100 Kilometer pro Stunde. Ein regeneratives Bremssystem leitet die beim Bremsen entstehende Energie zurück in die Batterien. Eine kleine Wasserstoff-Brennstoffzelle erhöht die Reichweite bei längeren Fahrten auf mehr als 480 Kilometer, wobei außer Wasserdampf keine weiteren Emissionen am die Umwelt abgegeben werden. Das gesamte Antriebssystem befindet sich unter der Bodengruppe des Chrysler ecoVoyager, und so bietet er maximales Raumangebot für Passagiere und Ladung.

Chrysler ecoVoyager
Auch historisches findet seinen Platz: der hintere Abschluss ist wie ein klassisches Bootsheck geformt.
Doppelpfeil

Die prägnanten Linien des Konzepts werden verstärkt durch ein längs unterteiltes Panorama-Glasdach, knappe Karosserieüberhänge und ein „Bootsheck“. Die geschwungenen Linien der Fenstergrafik, Scheinwerfer, Heckleuchten und die Öffnungen des Kühlergrills sind vom Motiv des Chrysler-Logo mit den gespreizten Schwingen inspiriert. Der unter Klarglas liegende Nummernschildhalter am Heck greift den Umriss des Grills wieder auf. Ähnlich sieht die schräg geneigte Rückleuchte aus. Die Seitentüren öffnen sich in einem Winkel von 90 Grad, hinten angeschlagene Fondtüren und der Verzicht auf B-Säulen ermöglichen einen bequemen Zugang zum Innenraum. Lang gezogene Lichtkanten entlang der Türen und an Front- und Heckmaske sollen die Wirkung der Außenfarbe Polar Ice verstärken.

Größe, Form und Platzierung aller Bedienelemente im Innenraum des ecoVoyager wurden so konzipiert, das die mühelos Erreichbarkeit jedes einzelnen Elements gewährleistet ist. Die Chrysler-Designer definieren wahren Luxus so, dass man nicht sich nicht vorbeugen oder nach Bedienelementen suchen muss. Anzeigen und Bedienelemente sind so platziert, dass die Augen- und die Kopfbewegungen auf ein Minimum reduziert werden konnten. Gleichzeitig sind die Formen des Innenraums einfach – wegen der optischen Eleganz und auch um ablenkende Oberflächen zu vermeiden. So sind zum etwa der Defroster der Frontscheibe und die Austrittsdüsen der Klimaanlage in Armaturenbrett und Türen unsichtbar unter einem eingelassenen Gitternetz verborgen. Diese Lösung vermeidet optisch störende Schieberegler und hervorstehende Knöpfe.

Chrysler ecoVoyager
Größtmögliche Offenheit durch Verzicht auf die B-Säulen.
Doppelpfeil

Der Instrumententräger zieht sich über die gesamte Breite des Innenraums, erscheint in der Draufsicht leicht V-förmig und verfügt über eine breite, lederbezogene Oberfläche die nach vorne direkt unter der Windschutzscheibe von einem Anzeigenfeld begrenzt ist. Dessen blendfreie, transparente Kunststoff-Oberfläche über die gesamte Innenraumbreite verfügt links und rechts außen über Außenspiegel-Displays. Ein drittes Kameradisplay vor dem Fahrer dient als Innen-Rückspiegel.

Nur aktuell benötigte Informationen werden angezeigt. Alle Anzeigen sind oberhalb des Lenkradkranzes platziert, was die vertikale Bewegung der Augen – und damit ihre ständige Neufokussierung – reduziert. Der Beifahrer etwa kann sich einen Film ansehen, ohne dass die Bilder den Fahrer ablenken. Die vertikale Mittelkonsole mit Tastatur und Mousepad kann ein- und ausgefahren werden.

Das Gestühl besteht aus vier Einzelsitzen, in deren Sockeln sich Schubfächer befinden. Die Vordersitze verfügen über freitragende, einstellbare Armlehnen mit integrierten Schaltern für Fensterheber sowie Sitzheizung und -massage, die Armlehnen der Rücksitze lassen sich in die hintere Innenraumverkleidung einklappen. Die Bodenkonsole zwischen den beiden Rücksitzen fasst sechs Getränkeflaschen. In einer Vertiefung des Dachhimmesl zwischen den beiden langen Glasdachfenstern befindet sich die „Direct Sound“ Funktion, mit der man die individuelle Musikwahl jedes einzelnen Passagiers präzise und direkt auf ihn ausrichten kann.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Chrysler)

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