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Oldtimer Festival: Lebendige Vergangenheit
08.07.2008
Kurz nach dem 81. Geburtstag des Nürburgrings stand traditionsgemäß das Oldtimer-Festival des Düsseldorfer-Automobil-Clubs (DAMC) auf dem Veranstaltungskalender des Eifelkurses. Während auf dem Grand-Prix-Kurs die Rennen der Young- und Oldtimer ausgetragen wurden, fand parallel auf der Nord- und den noch vorhanden Teilen der Südschleife die 4. Nürburgring-Vintage statt. Auch die 26. Auflage des Festivals bot sowohl Motorrad- als auch Autofahrern Gelegenheit, ihren Oldtimern noch einmal die Sporen zu geben. Der satte Sound der alten MV Agustas, der Norton und BMW hallte wie früher durch den Tunnel, der das alte Fahrerlager mit der Boxengasse verbindet. Spektakulär anzusehen waren auch die Gespannfahrer, bei denen sich Geschwindigkeit mit Akrobatik verband. Eine große Vielfalt war auch auf vier Rädern zu bewundern. Der Kampf der Zwerge, das Rennen der kleinen Fiat Abarth, Mini Cooper und NSU TT, hat ja schon Tradition beim Oldtimer-Festival und stand auch in diesem Jahr hoch in der Gunst des Publikums.
Weitere Höhepunkte waren die Rennen der Formel -2-Rennwagen aus den siebziger Jahren und die Auftritte der EuroBOSS Formel 1. Hier gab es unter anderem ein Wiedersehen mit dem Benetton-Ford, mit dem Michael Schumacher seine ersten Grand-Prix-Erfolge einfuhr. Nach diesen Sprintern gehörte die Strecke am Samstag den Teilnehmern des Yokohama-FHR-Paragon-Langstrecken-Cups. Dieses Rennen der GT, Sport- und Tourenwagen wurde über drei Stunden ausgetragen und sah die Lola-T86-Piloten Harald Schmeyer und Peter Hug als Sieger. In der FHR-100-Meilen-Trophy gab es dann noch ein Wiedersehen mit Fahrzeugen aus der Deutschen Rennsportmeisterschaft, der Markenweltmeisterschaft und der Tourenwagen-Europameisterschaft. Die legendären Porsche 935 zogen dort genauso eindrucksvoll ihre Runden wie einige BMW 3,0 CSL, zahlreiche Porsche 911 und BMW M1.
Auch abseits der Strecke wurde dem Besucher viel geboten. Insbesondere die zahlreichen Markenclubs, die das Festival für ihr Clubtreffen nutzten, hatten wahre Schätzchen aufgefahren. Eine besondere Attraktion waren zahlreiche Fort GT40 und wunderbar erhaltene Ford Capri. 12.000 Zuschauer haben die gut organisierte Veranstaltung besucht. Sie fand allerdings an einem Wochenende statt, das mit dem Endspiel der Fußball-Europameisterschaft, dem DTM-Lauf am Norisring und dem Solitude-Memorial bei Stuttgart ein großes Angebot an Alternativen parat hatte. Bleibt zu hoffen, dass der Austragungstermin im kommenden Jahr glücklicher gelegt werden kann. Schon allein die einmalige Atmosphäre, die beim Oldtimer-Festival im alten Fahrerlager herrscht, hätte noch mehr Gäste verdient gehabt.
(Text: Matthias Behrndt)
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