"From Hawthorn to Hamilton - Britains Love affair with world motorsports" war die eher introvertierte Schlagzeile des diesjährigen Festival of Speed im südenglischen Goodwood. Vor 50 Jahren wurde Mike Hawthorn auf Ferrari erster Weltmeister von der Insel und aktuell schickt sich Lewis Hamilton an, den Erfolg des Ferrari-Piloten zu wiederholen. Was so ganz nach Nabelschau klingt, fand jedoch immer auf allen internationalen Bühnen statt.
Denn der Beitrag der Briten zum europäischen und weltweiten Sport nach dem zweiten Weltkrieg war wesentlich, weil er kontinuierlich ist. Die englischen Tüftler und Genies wie Colin Chapman, John Cooper. Jack Brabham oder Frank Williams - um nur wenige zu nennen - hielten die Formel 1 lebendig. Ohne ihren Beitrag wäre die Königsklasse des Motorsports heute nicht das, was sie ist. Und auch bei den Sportwagen-Rennen, in Indianapolis, bei Rallye-Wettbewerben oder der Can-Am gaben die Insulaner ihr Bestes.
Dabei ist die Liebe der Briten zum Sport nicht nationalistisch. Neben der Begeisterung für grosse internationale Fahrerfiguren - Könner wie Juan Manuel Fangio, Jochen Rindt oder Ayrton Senna werden immer noch bewundert - wurde auch alles an Technik eingesetzt, was Erfolg versprach. Deutsche und italienische Tourenwagen, französische Rallye-Autos oder japanische Motorräder finden bis heute eine begeisterte Fangemeinde.
Das konnte man im Goodwood-Paddock und auf der Strecke an einer illustren Schar von Rennmaschinen ablesen: Piers Courages de Tomaso Formel 1 von 1970, Jackie Stewarts Matra MS 10 oder den Lotus Indianapolis-Typ 64 aus dem Jahr 1969 bekommt man eigentlich nur in Goodwood zu Gesicht. Auch den kompromisslosen Shadow-Chevrolet MK1 von 1970, seinerzeit von Vic Elford pilotiert, oder die breite Auswahl von Konstruktionen der 50 Jahre alt gewordenen Manufaktur Lola sieht man nur hier. Hundert Jahre alte Grand Prix-Wagen auf der Strecke, die Protagonisten der Markenweltmeisterschaftskämpfe vom Ende des letzten Jahrhunderts oder die bunte Schar von klassischen Topfuel-Dragstern gibt es in dieser dichten Konzentration nur beim Festival of Speed.
40 Jahre Formel 5000, 60 Jahre Porsche oder ausgewählte, vom amerikanischen Gulf-Mineralölkonzern gesponserte Rennwagen begeisterten beim diesjährigen Fest ebenso wie die aussergewöhnlichen Sportwagen beim Cartier "Style et Luxe"-Concours oder das ambitionierte Treiben der Rallye-Fahrer auf ihrem Parcours auf dem Hügel.
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Frank Williams setzte 1970 den De Tomaso Tipo 505 unter Piers Courage ein.
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In Matras erster Formel 1-Saison 1968 gewann Jackie Stewart vier Rennen.
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Derek Gardner zeichnete 1970 für Jackie Stewart den Tyrell Cosworth 001.
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Nach großen Erfolgen in der Formel 2 konstruierte Tecno den PA123 für die Formel 1. Der Erfolg blieb aus.
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Der Ferrari 312 B2 von 1971 gewann mit Jacky Ickx und Clay Regazzoni vier Große Preise sowie den Konstrukteurstitel.
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Der Ferrari 312 B3S "Spazzaneve" aus dem Jahr 1972 bestritt nie ein Rennen, legte aber die Basis für den erfolgreichen 74er 312 T.
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Der Ford Taurus, präpariert von Roush, gewann 2003 den Winston-Cup.
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Toyotas Testfahrer Kamui Kobayashi treibt den TF107 den Berg hinauf.
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Mazdas 2008er Studie Furai ist mit reinrassiger Renntechnik ausgerüstet.
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John Surtees gewann 1966 mit dem Lola T70-Spyder die Can-Am.
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Lola-Mazda T616 mit Zweischeiben-Wankelmotor von 1983.
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Der MG-Lola EX257 startete ab 2001 in der kleinen Klasse in Le Mans.
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Der Lola-Ford T90 für das Indianapolis-Rennen von 1966 wurde in Goodwood von Damon Hill pilotiert.
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1969 bereitete Lotus den 64 für die 500 Meilen von Indianapolis vor. Fahrer Mario Andretti war im Training schnell, zerlegte aber das Auto.
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Der "City of Daytona Beach Special" beendete das 1969er Indy-Rennen als Sechster .
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Frazer Nash stellte 1955 diesen hübschen Roadster auf Basis der DKW Sonderklasse vor.
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Der Lotus Rotorvic (1965) wird von einem V12-Aggregat aus sechs Zweitakt-V2-Ariel-Motoradmaschinen angetrieben.
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Alfa Romeos Tipo 33/2 "Daytona" mit Zweiliter-V8 war 1968 der härteste Konkurrent für Porsche in der Marken-WM.
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Ferraris 512M war 1971 schneller als die Porsche 917. Mangels Unterstützung durch das Werk blieb es bei Achtungserfolgen
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1972 wurde der Can-Am -Lola T310 entwickelt. Als Antrieb dient ein 8,1-Liter Chevy-V8.
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Der Porsche 917/30 dominierte 1973 die Can-Am nach Belieben.
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Ex-Formel-1-Pilot John Watson pilotierte den Kremer Porsche 962.
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1990 feierte Jaguar mit dem Siebenliter-XJR12 einen Doppelsieg in Le Mans.
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Gebaut bei Abarth gewann der Lancia Beta Montecarlo 1979, 1980 und 1981 den Weltmeistertitel.
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Ab 1982 bestritt Lancia mit dem LC1 die Marken-WM.
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Toyotas TS010 fuhr 1992 in Monza den ersten Marken-WM-Sieg für die Japaner ein.
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Der Bentley Speed 8 gewann 2003 die 24 Stunden von Le Mans.
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Für die 1974er Formel 5000-Saison konstruierte Chevron den B28.
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Das amerikanische Brumos- Team setzt diesen Porsche bei den Rennen der Daytona-Prototypen ein.
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Der Lancia Stratos konnte die Rallye-Weltmeisterschaften von 1974 bis 1976 gewinnen.
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Auf der "Rallye-Stage" tummelten sich Exoten wie der Triumph 2500.
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Der Fiat 131 entschied die Weltmeisterschaften '77, '78 und '80 für sich.
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Der heckgetriebene Lancia Rallye 037 konnte 1983 die allradgetriebenen Audi Quattro schlagen.
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Der Austro Daimler "Prinz Heinrich" von 1910 leistet 95 PS aus 5,7-Liter Hubraum.
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Der V12 des Lagonda für die 1939er Ausgabe von Le Mans wurde von W.O. Bentley konstruiert.
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Der Simca Gordini Type 8 von 1939 wird von einem 1,1-Liter-Vierzylinder abgetrieben.
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Porsche 356 "Gmund-Beuttler" Cabriolet von 1948.
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ATS 2500 GT Coupé von 1963.
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AMC AMX/3 von 1970.
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Lancia Stratos HF Prototyp von 1970.
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Ford GT90 von 1995.
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Peugeot Proximavon 1886.
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VW W12 Synchro Coupé von 1996.
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Bugatti Chiron 18.3 von 1999.
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Britischer Purismus: Ariel Atom 500.
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AC Sociable von 1911.
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Tucker Torpedo von 1948.
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Studebaker Starlight Coupé von 1949.
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Der 1975er Triumph Dolomite Sprint war der Startschuss für das Rennprogramm von British Leyland.
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1963er Charlie Bang Special-Dragster.
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Vier mit Nitromethan betriebene V8-Motoren treiben das 1961er "Showboat" an.
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