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Aktualisiert am 31.12.2011
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1000km Nürburgring: Audi wahrt Titelchance

23.08.2008

pfeil  Ergebnisse 

Start 1000km 2008
In der ersten Runde führt der Peugeot 908 HDI von Marc Gene und Nicolas Minassian.
Doppelpfeil

Am Ende gab es für das Audi-Joest-Team beim vierten Lauf der europäischen Le Mans-Serie wie in den vergangenen Rennen wenig zu holen. Auch wenn sich Pedro Lamy, der zusammen mit seinem Co-Piloten Stephane Sarrazin das Rennen gewann, in Lob übte: "Die Audis haben uns alles abverlangt ...", war an der Dominanz der schnellen französischen Coupés nicht zu rütteln. Hinter dem Peugeot mit der Nummer 8 platzierten sich deren Teamgefährten Marc Gene und Nicolas Minassian auf dem zweiten Podestplatz.

Die Audi-Youngster Alexandre Prémat und Mike Rockenfeller lagen am Ende eine Runde zurück und belegten nach knapp sechs Stunden den dritten Platz auf dem Podium. Mit diesem Ergebnis beim 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring wahrten sie ihre Chance im Titelkampf. Dindo Capello und Allan McNish kamen mit dem zweiten Audi R10 TDI auf Platz vier ins Ziel.

Die beiden Audi R10 TDI lieferten sich auf dem Nürburgring während des gesamten Rennens ein teaminternes Duell um Platz drei. Mehrfach wechselten die Positionen, ehe zwei Reifenschäden – verursacht durch herumliegende Trümmerteile – die Entscheidung brachten. Erst verlor Alexandre Prémat Platz drei durch einen außerplanmäßigen Reifenwechsel. Drei Runden vor Rennende musste jedoch auch Allan McNish noch einmal an die Box kommen – sein rechter Hinterreifen war beschädigt. Durch den Boxenstopp fiel der Schotte wieder auf Rang vier zurück.

1000km 2008
Beide Peugeot setzen sich schnell von den Verfolgern ab.
Doppelpfeil

Hinter den überlegenen Dieselrennern belegten Stefan Mücke/Jan Charouz auf Lola-Aston-Martin den fünften und der französische Courage-Oreca LC70 von Stephane Ortelli/Soheil Ayhari den sechsten Platz. Danach kam schon der schnellste LMP2-Prototyp ins Ziel. Wie schon bei den vier vorhergehenden Rennen triumphierte abermals ein Porsche. Jos Verstappen und Jeroen Bleekemolen vom niederkändischen Marksteijn-Team gewannen in der LMP2-Klasse das 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring. Mit seinem dritten Saisonsieg sicherte sich der ehemalige Formel 1-Fahrer Verstappen außerdem vorzeitig den Titelgewinn in der LMP2-Kategorie und Van Merksteijn Motorsport die Team-Meisterschaft. Auch in der Hersteller-Wertung liegt Porsche uneinholbar vorne. Die beiden dänischen Piloten Casper Elgaard und John Nielsen vom Essex-Team rundeten den Erfolg der Porsche-Kundenteams mit einem dritten Rang ab.

In die Freude über den dritten Podiumsplatz der Saison mischte sich bei Essex-Fahrer und Teammanager John Nielsen ein wenig Enttäuschung. Vom zweiten Startplatz aus ins Rennen gegangen, hatte das Team nach einer knappen Stunde die Führung in der LMP2-Klasse erobert und sich Chancen auf einen zweiten Saisonsieg ausgerechnet.

1000km 2008
Die Audi des Joest-Teams fahren hinterher.
Doppelpfeil

Doch ein Ausrutscher von Casper Elgaard warf das Duo auf den neunten Platz zurück. Vor der Schikane kam es zu einem Missverständnis mit einem Konkurrenten und in der Folge zu einem Ausflug ins Kiesbett. Vom neunten Platz kämpften sich Nielsen und Elgaard mit einer tollen Aufholjagd noch auf Rang drei. Zwischen die beiden Porsche schoben sich die Franzosen Pierre Ragues/Mathieu Lehaye auf Pescarolo-Judd, die in der Endabrechnung auf dem neunten Rang einliefen.

Die Trophäe der GT1-Klasse holten sich der Spanier Antonio Garcia und der Tscheche Thomas Enge auf einem Aston Martin DBR9, während der Sieg in der GT2-Klasse an Bruni/Bell auf Ferrari F430 GT ging. Für die Porsche-Piloten Davison/Lieb (AUS/D) auf Porsche 911 GT3 RSR reichte es lediglich für den zweiten Podestplatz.

Vor dem Finale im englischen Silverstone am 14. September liegen Prémat und Rockenfeller in der Fahrerwertung der LM P1-Klasse zwei Punkte hinter den Tabellenführern Marc Gené und Nicolas Minassian. In der Markenwertung hat Audi sechs Punkte Rückstand auf Titelverteidiger Peugeot.

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Schneller Porsche: Das Marksteijn-Team dominiert die LMP2 nach Belieben.
Doppelpfeil
Stefan Mücke und Jan Charouz pilotieren den schnellen Lola-Aston-Martin (No. 10).
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Stephane Ortelli und Soheil Ayhari erobern mit ihrem Courage den sechsten Platz im Gesamtklassement.
Doppelpfeil
 
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Pedro Lamy und Stephane Sarrazin arbeiten sich nach vorn. Der Sieg ist der Lohn.
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Der Creation von Liz Halliday und Stephen Simpson kämpft den Lola B08/80 von Belicchi, Zacchia und Pompidou nieder.
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Der Essex-Porsche RS verspielt im Kiesbett den zweiten Rang in seiner Klasse, der Lola-Aston Martin ist mit defektem Reifen auf dem Weg zur Box.
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Starke Corvette schwach: letzter Platz für Beretta, Blanchemain und Policand.
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Während der Audi mit der Nummer 2 das Rennen auf Rang 4 beendet, ist für den WR08-Zytek nach 126 Runden Schluß.
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Marc Gene und Nicolas Minassian liegen im Ziel 16 Sekunden hinter ihren siegreichen Teamkollegen.
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Nach einem Reifenschaden reicht es für McNish/Capello nur zum vierten Platz.
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Eingangs der Mercedes-Benz-Arena überrundet der Charouz-Lola einen Spyker.
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Der LMP2-Porsche lässt nicht weniger als elf Prototypen der grossen Klasse hinter sich.
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Pescarolo 05 Judd und WR08-Zytek im Zweikampf.
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Robert Bell und Gianmaria Bruni auf Ferrari F430 GTC gewinnen die GT2-Wertung.
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Paarlauf: Die Prototypen der französischen Rennlegende Henri Pescarolo laufen auf Rang 18 und 19 ein.
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Schrecksekunde: Ein Porsche 997 GT3 RSR trudelt am Marksteijn-Porsche vorbei.
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Stuart Hall (GB) und Jamie Campbell-Walter (GB) kommen auf einem respektablen achten Platz an.
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Liz Halliday aus den USA und Stephen Simpson aus Südafrika pilotieren ihren Creation CA07 auf Platz 22.
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(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Rainer Roßbach)

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